| Berger an Einstieg interessiert | |
Formel 1 für Berger noch zu teuer. Ecclestone will drastische Kostenreduktion. |
Die Zukunftsaussichten der Formel 1 schienen zuletzt stark negativ. Chaos (Stichwort Indianapolis) und drohender Kollaps (Stichwort Spaltung der Rennserie) haben in der Königsklasse des Motorsports für unrühmliche Schlagzeilen gesorgt. Aber die Formel 1 ist auf dem besten Weg, die mögliche Spaltung zu verhindern, die Zeichen stehen sogar auf Expansion. Gründet Berger eigenes Team? Nachdem mit dem japanischen Super-Aguri-Team in dieser Saison ein elfter Rennstall sein Debüt gibt, soll es weitere Interessenten für einen Formel-1-Einstieg geben. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone nannte dabei neben Roger Penkse und David Richards auch den ehemaligen Piloten und BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger. Der Tiroler überlege, ab der Saison 2008 nach dem Vorbild von Super Aguri mit einem eigenen Team in die Formel 1 einzusteigen. Berger: "Noch nichts spruchreif" Der 46-jährige Tiroler, 2005 auch als Teamchef im neuen Formel-1-Rennstall BMW im Gespräch, wollte sich aber noch nicht auf eine Rückkehr festlegen. Der zehnfache Grand-Prix-Sieger dementiert zwar nicht, gibt aber noch kein grünes Licht: "Im Moment ist nichts spruchreif, denn zu den aktuellen Bedingungen können sich nur Autohersteller oder eine Firma wie Red Bull die Formel 1 leisten." Comeback nicht ausgeschlossen Sollten aber die entsprechenden Bedingungen für Privatteams geschaffen werden, "lohnt es sich, darüber nachzudenken", wird der 210fache Grand-Prix-Starter auf F1total.com zitiert. Grundsätzlich lassen die Äußerungen Bergers aber eine Bereitschaft zu einem Formel-1-Comeback erkennen. "Es kann sein, dass ich eines Morgens aufstehe und das Gefühl habe: Ich brauche es wieder. Dann mache ich es." 50 Millionen statt 200 Millionen Unterstützung für ein mögliches Berger-Team bedeuten die Sparpläne von Ecclestone, der die Kostenentwicklung in der Formel 1 noch drastischer bremsen will als zuletzt der Internationale Automobilverband (FIA). Teams sollen wieder leichter finanzierbar werden. "Im Moment muss man ungefähr 200 Millionen Euro im Jahr ausgeben, um konkurrenzfähig zu sein. Ich will dahin kommen, dass es nur noch 50 Millionen sind", sagte der 75-jährige Formel-1-Boss zur "Sportbild" (Mittwoch-Ausgabe). Weniger ist mehr Die FIA möchte erreichen, dass Teams mit 100 Millionen Euro pro Jahr auskommen und konkurrenzfähig sein können. "Diese Vorschläge reichen noch nicht", sagte Ecclestone und meinte, dass derjenige die bessere Technik vorzuweisen hätte, der "mit bedeutend weniger Geld das Gleiche erreicht." Es sei doch völlig verrückt, dass Formel-1-Teams "mittlerweile 1.000 Angestellte haben", monierte der Engländer und nannte Budget-Primus Toyota (400 Millionen Euro) sogar eine Gefahr für die Königsklasse des Motorsports. Streit mit Herstellern beigelegt Ecclestone kündigte außerdem eine Einigung im Streit mit der Herstellervereinigung GPMA, die eine eigene Rennserie plant, noch vor dem Auftaktrennen am 12. März in Bahrain an. Links:
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