Handball

ÖHB-Damen besiegen Turniergastgeber Tschechien

Das österreichische Nationalteam der Frauen ist am Donnerstag mit einem 28:27 (14:14)-Erfolg über Gastgeber Tschechien in das Vierländerturnier in Cheb gestartet. Weitere Gegner sind Welt- und Europameister Norwegen sowie die Schweiz.

Nach frühem Rückstand (1:4 und 3:7) gelang der Mannschaft von ÖHB-Teamchef Herbert Müller gegen den WM-Teilnehmer bis zur Pause der Ausgleich. „Das war ganz wichtig für das Spiel, für die Moral“, sagte Müller.

Die Österreicherinnen gingen zum 23:22 erstmals in Führung (47.), gaben zwar danach einen Dreitorevorsprung aus der Hand, hatten aber das bessere Ende für sich. „Das Team hat gekämpft, jede hat sich eingebracht, und wir haben gezeigt, dass wir mit einer geschlossenen Leistung gegen ein Topteam gewinnen können“, lobte der Coach.

Bundesliga

Salzburg verlängert Vertrag von Hwang bis 2021

Doublegewinner Red Bull Salzburg hat am Donnerstag wenige Minuten vor dem Anpfiff des Europa-League-Heimspiels gegen Vitoria Guimaraes die Vertragsverlängerung von Hwang Hee Chan bis 2021 bekanntgegeben.

Der 21-jährige Stürmer aus Südkorea kam 2015 zum FC Liefering, von wo er den Sprung zu den „Bullen“-Profis schaffte. Bisher kam Hwang auf 62 Pflichtspieleinsätze für die Salzburger, in denen ihm 23 Treffer gelangen.

„Ich bin sehr froh darüber, dass ich meinen Vertrag verlängert habe. Das gibt mir Ansporn, mein Bestes für unser Team zu geben“, betonte Hwang. „Ich möchte mich hier noch so gut wie möglich weiterentwickeln und werde alles geben, um möglichst viele Spiele zu gewinnen.“

Rapid verlängert mit Verteidiger Auer

Rekordmeister Rapid hat den Vertrag von Defensivspezialist Stephan Auer vorzeitig bis Ende der Saison 2019/20 verlängert. Damit haben die Wiener nach der Verlängerung mit Offensivallrounder Philipp Schobesberger einen weiteren Spieler langfristig gebunden.

Auer wechselte im Sommer 2015 von der Admira zu den Grün-Weißen und absolvierte seither 71 Pflichtspiele (neun Europacup-Spiele) für die Wiener. In der aktuellen Saison avancierte er zum Stammspieler und stand gleich 13-mal in der Startformation. „Er ist ein enorm wertvoller und in der Defensive vielfältig einsetzbarer Spieler, der sich auch in der Mannschaft ein hohes Standing erarbeitet hat“, so Sportchef Fredy Bickel über Auer, der im Team mit dem Spitznamen „Schneckerl“ bedacht wurde.

Auer selbst gab zu Protokoll: „In meinen ersten zweieinhalb Jahren beim SK Rapid habe ich schon sehr viel erlebt, sowohl Höhen wie - vor allem in der abgelaufenen Saison - auch Tiefen. Für mich, noch dazu als gebürtiger Wiener, ist dieser Club das Nonplusultra in Österreich.“

Fussball

Lange Zwangspause für Bayern-Spieler Thiago

Bayern München wird längere Zeit auf seinen Mittelfeldspieler Thiago verzichten müssen. Wie der Club von ÖFB-Teamspieler David Alaba am Donnerstag mitteilte, zog sich der Spanier im Champions-League-Spiel beim RSC Anderlecht (2:1) am Mittwochabend den Teilriss eines Muskels im Oberschenkel zu.

Das habe eine eingehende Untersuchung bei Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ergeben. Wie lange Trainer Jupp Heynckes auf Thiago verzichten muss, teilte der Club nicht mit.

Medien: Sabitzer fällt bis Jahresende aus

RB Leipzig muss nach Informationen mehrerer Medien nun doch länger als erwartet auf Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer verzichten. Der ÖFB-Teamspieler falle nach seiner im Champions-League-Spiel (4:1) beim AS Monaco erlittenen Schulterverletzung bis zum Jahresende aus.

Marcel Sabitzer

APA/AFP/Robert Michael

Untersuchungen in Leipzig hätten ergeben, dass der Bandapparat und die Kapsel der linken Schulter beschädigt seien. Eine Bestätigung von RB gab es am Donnerstag zunächst nicht. Der 23-Jährige hatte sich am Dienstagabend in der 33. Minute die Schulter ausgekugelt.

Sabitzer, der im Kader von RB zuletzt die meisten Einsätze in Serie und 18 der 19 Saisonspiele bestritten hatte, war bei einem Schuss ausgerutscht und unglücklich auf die linke Schulter gefallen.

ÖFB

Österreich kehrt in Top 30 zurück

Österreichs Nationalteam ist zwar nicht bei der WM-Endrunde 2018 in Russland dabei, das achtbare Länderspieljahr hat sich dennoch positiv ausgewirkt. In der am Donnerstag veröffentlichten neuen FIFA-Weltrangliste scheint das ÖFB-Team wieder unter den besten 30 Nationen auf - ein Sprung nach vorn um zehn Ränge. An der Spitze liegen weiterhin die „üblichen Verdächtigen“.

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Formel 1

Kubica Favorit auf Cockpit bei Williams

Robert Kubica steht vor einem Comeback in der Formel 1. Der Pole galt spätestens seit seinem Sieg mit BMW in Kanada 2008 als kommender Weltmeister, ehe ihn der Unfall vor der Saison 2011 fast den rechten Arm kostete. Mühsam arbeitete sich der Mann aus Krakau zurück, trotz körperlicher Einschränkungen überzeugte Kubica zuletzt bei Testfahrten.

Stroll gesetzt

Auf der Suche nach einem neuen Teamkollegen für den Kanadier Lance Stroll, der dank der Sponsorenmillionen seines Vaters gesetzt ist, verhandelt nun Williams mit dem 32-Jährigen. Nach dem Grand Prix in Abu Dhabi wird Kubica bei den letzten Tests des Jahres auf dem Yas Marina Circuit für Williams zum Einsatz kommen.

Robert Kubica

GEPA/XPB Images/Batchelor

Spekulationen, dass bereits ein Zweijahresvertrag unterschrieben sei, wies der britische Rennstall zurück. Die Russen Sergej Sirotkin und Daniil Kwjat, dem bei Toro Rosso gekündigt wurde, gelten neben Kubica und dem Briten Paul di Resta als Anwärter auf den Platz des Brasilianers Felipe Massa, der seine Karriere beendet. Der 23-jährige Deutsche Pascal Wehrlein gilt nur als Außenseiter.

Nächste Saison bringt „Hypersoft“-Reifen

In der kommenden Saison werden in der Formel eins gleich sieben Slick-Reifensorten zur Verfügung stehen. Wie Exklusivausrüster Pirelli am Donnerstag verkündete, wird das aktuelle Reifenangebot erneut um einiges schnellere Rundenzeiten ermöglichen. Die neuen „Hypersoft“-Pneus (Farbe Pink) sollen im Qualifying für beste Performance sorgen. Am anderen Ende des Spektrums wird ein „Superhard“-Reifen (Orange) für möglichst lange Stints angeboten.

„2017 waren unsere Reifenmischungen mitunter zu konservativ“, erklärte Mario Isola, Rennchef bei Pirelli. „Die Reifen für 2018 nehmen darauf Rücksicht und sind dem Ziel verpflichtet, bei den meisten Rennen rund zwei Boxenstopps zu machen.“

Tischtennis

Langlaufen

Vom IOC gesperrte Russen im Weltcup dabei

Die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) lebenslang gesperrten sechs russischen Langläufer dürfen am Freitag beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo starten. Das teilte der Weltverband FIS am Donnerstag mit.

Die FIS begründete ihre Entscheidung mit noch nicht vorliegenden Informationen und Beweisen. Die vom IOC im Zusammenhang mit der Sperre für Olympische Winterspiele gelieferten Begründungen seien aus Sicht der zuständigen FIS-Kommission nicht ausreichend.

FIS wartet auf „detaillierte Beweise“

„Als Konsequenz daraus ist die Dopingkommission der FIS verpflichtet, so lange zu warten, bis die IOC-Disziplinarkommission detaillierte Beweise vorlegt, bevor sie in diesem Fall weitere Schritte unternehmen kann“, heißt es in dem Statement des Weltverbandes.

Das bedeute, dass „aktive Athleten bei FIS-Wettbewerben und damit auch beim Weltcup bis auf Weiteres startberechtigt sind“. Das betrifft Olympiasieger Alexander Legkow, seine russischen Teamkollegen Jewgeni Below und Maxim Wylegschanin sowie Alexej Petuchow, Julia Iwanowa und Jewgenija Schapowalowa.

Chronik

Neun Jahre Haft für Brasiliens Ex-Star Robinho

Der ehemalige brasilianische Teamspieler Robinho ist in Mailand in Abwesenheit zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Der 33-Jährige soll 2013 in einem Mailänder Nachtclub gemeinsam mit fünf dem Gericht unbekannten Landsleuten eine 22-jährige Albanerin stark betrunken gemacht und vergewaltigt haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Robinho, der die Vorwürfe bestritt, kann Berufung einlegen. Ein Auslieferungsverfahren würde erst nach einem Urteil der letzten Instanz eingeleitet werden. Robinho, der mit Real Madrid und Milan mehrmals Meister geworden war, spielt derzeit in seiner Heimat für Atletico Mineiro in der höchsten Liga. Bereits im Frühling war Robinho von einer anderen Frau der Vergewaltigung bezichtigt worden. Diese Anklage wurde aber wieder fallengelassen.

Skispringen

Schlierenzauer im Training „schmerzfrei“

Gregor Schlierenzauer hat am Donnerstag mit erfreulichen Nachrichten aufwarten können. Etwas mehr als drei Wochen nach seinem Sturz Ende Oktober in einer Testanlaufspur in der Ramsau absolvierte der 27-jährige Tiroler am Mittwoch und Donnerstag auf dem Bergisel erste Sprünge. Schlierenzauer ist schmerzfrei und fliegt deshalb kurzfristig für ein dreitägiges Training nach Lillehammer.

Der Weltcup-Rekordsieger hatte ja den Weltcup-Auftakt in Wisla verpasst und fehlt auch noch dieses Wochenende in Ruka. „Ich bin dankbar, wieder springen zu dürfen, und hab ehrlich nicht erwartet, dass es so schnell wieder funktionieren wird“, sagte Schlierenzauer nach einem Training am Donnerstagvormittag. „Das Gefühl auf der Schanze war sowohl gestern als auch heute richtig gut, und mein Knie ist schmerzfrei.“

Die Rückkehr in den Weltcup bleibt vorerst für Titisee-Neustadt geplant. Zuvor wird Schlierenzauer wegen der guten Bedingungen in Norwegen von Sonntag bis Dienstag in Lillehammer trainieren.

Curling