Radsport

Meixner beendet RAAM als erste Österreicherin

Alexandra Meixner hat am Sonntag als erste Österreicherin das Race Across America beendet und dabei den zweiten Platz belegt. Nur zwei von vier Starterinnen haben das Ziel erreicht. Die 46-jährige Niederösterreicherin benötigte für die 4.940 Kilometer und 35.000 Höhenmeter von Oceanside nach Annapolis zwölf Tage, vier Stunden und 35 Minuten.

Auf US-Siegerin Sarah Cooper verlor Meixner 9:40 Stunden. Christoph Strasser war bei seinem Erfolg im Herren-Bewerb acht Tage, neun Stunden und 34 Minuten im Sattel gesessen.

Lakata zum dritten Mal MTB-Marathon-Weltmeister

Mountainbiker Alban Lakata hat sich am Sonntag seinen dritten Marathon-WM-Titel nach 2010 und 2015 gesichert. Der Osttiroler gewann im deutschen Singen an seinem 38. Geburtstag nach 98 Kilometern vor dem portugiesischen Titelverteidiger Tiago Ferreira. Mit Daniel Geismayr landete ein weiterer Österreicher auf dem Podest.

Lakata fährt im Mountainbike-Marathon seit acht Jahren an der Spitze. Er hat 2010 in St. Wendel und 2015 in St. Christina/Gröden triumphiert und zudem viermal (2009, 2013 in Kirchberg, 2014 und 2016) die Silbermedaille gewonnen.

Bei den Damen konnte Jolanda Neff ihren Weltmeistertitel nicht erfolgreich verteidigen. Die Schweizerin wurde nach 80 Kilometern nur Vierte, den Sieg holte sich die Dänin Annika Langvad.

Mühlberger österreichischer Meister im Straßenrennen

Gregor Mühlberger hat sich am Sonntag seinen ersten österreichischen Meistertitel im Straßenrennen gesichert. Der Niederösterreicher setzte sich in Grein an der Donau knapp vor seinem Bora-Teamkollegen Lukas Pöstlberger durch. Das Duo, das im Mai bereits beim Giro d’Italia aufgezeigt hatte, setzte sich im Finish in eindrucksvoller Manier von der Konkurrenz ab.

Für Mühlberger ist es der zweite wertvolle Sieg bei einem Eintagesrennen innerhalb von zwei Wochen. Zuletzt hatte der 23-Jährige auch das Europa-Tour-Rennen „Rund um Köln“ gewonnen. Der Oberösterreicher Michael Gogl (Team Trek) holte sich bei der Generalprobe für seine erste Tour de France mit 2:24 Minuten Rückstand Platz drei. Bei den Damen war wie schon im Zeitfahren Martina Ritter eine Klasse für sich.

Tennis

Thiem weiter Nummer acht der Weltrangliste

Österreichs Nummer eins Dominik Thiem ist auch nach seinem Aus im Achtelfinale beim ATP-Turnier in Halle unverändert Nummer acht der ATP-Weltrangliste. An der Spitze liegt weiter der Brite Andy Murray vor dem Spanier Rafael Nadal. Der Kroate Marin Cilic verbesserte sich nach seiner Finalniederlage im Queen’s Club in London auf Rang sechs.

Auch bei den Damen gab es an der Spitze der WTA-Weltrangliste keine Veränderungen. Die Deutsche Angelique Kerber führt weiter mit 115 Punkten Vorsprung auf die Rumänin Simona Halep. Dahinter liegt die Tschechin Karolina Pliskova auf Platz drei. Barbara Haas ist als beste ÖTV-Spielerin unverändert 178.

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Kvitova siegt bei Rasenturnier in Birmingham

Die zweifache Wimbledonsiegerin Petra Kvitova hat bei ihrem zweiten Auftritt nach der Messerattacke im Dezember gleich wieder ein Tennisturnier gewonnen. Die 27-jährige Tschechin, die bei einem Überfall in ihrer Wohnung an der linken Schlaghand schwer verletzt worden war, setzte sich bei der Rasenveranstaltung in Birmingham in 1:47 Stunden 4:6 6:3 6:2 gegen die Australierin Ashleigh Barty durch.

Petra Kvitova

APA/AP/PA/Mike Egerton

Kvitova hatte bei den French Open in Paris ihr Comeback gefeiert und war dort in der zweiten Runde ausgeschieden. „Ich spiele sehr gerne Finali auf Gras, ich wünschte, ich hätte mehr davon. Ich wäre nicht traurig, wenn das in ein paar Wochen wieder so wäre, aber davor wartet viel Arbeit“, sagte Kvitova in Hinblick auf das nächste Grand-Slam-Turnier. Die Woche bezeichnete sie als „ermutigenden Start“ in die Rasensaison.

Auf Mallorca besiegte die als Nummer zwei gesetzte Lettin Anastasija Sevastova im Endspiel die Deutsche Julia Görges mit 6:4 3:6 6:3.

Lopez triumphiert im Londoner Queen’s Club

Der Spanier Feliciano Lopez feierte mit dem Titelgewinn im Queen’s Club in London den größten Erfolg seiner Karriere. Der 35-jährige Weltranglisten-32. besiegte im Finale der mit 1,837 Millionen Euro dotierten Rasenveranstaltung den als Nummer vier gesetzten Kroaten Marin Cilic mit 4:6 7:6 (7/2) 7:6 (10/8).

Für Lopez war es der sechste Titel seiner Karriere, der dritte auf Rasen. Er spielt derzeit in großartiger Form, war in der Woche davor in Stuttgart ebenfalls im Endspiel. „Ich kann nicht glauben, dass ich gewonnen habe. Ich habe so lange auf diesen Titel gewartet“, sagte Lopez, der bei diesem Turnier 2014 im Finale einen Matchball hatte und die Partie verlor. „Ich bin 35 und spiele das beste Tennis meiner Karriere“, meinte er nun.

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Golf

Spieth auf den Spuren von Woods

Jordan Spieth hat seinen zehnten Turniersieg auf der amerikanischen PGA-Tour gefeiert und ist damit nach Tiger Woods der jüngste Golfer mit einer zweistelligen Anzahl an Erfolgen innerhalb dieser Serie.

Jordan Spieth

APA/AFP/Getty Images/Maddie Meyer

Beim mit 6,8 Millionen Dollar dotierten Turnier in Cromwell im US-Bundesstaat Connecticut setzte sich der 23-Jährige am Sonntag im Stechen am ersten Extraloch gegen seinen US-Landsmann Daniel Berger durch. Nach vier Runden waren beide mit jeweils 268 Schlägen gleichauf in Führung gelegen. Der momentan verletzte Altstar Woods hatte auf der PGA-Tour sogar 15-mal gewonnen, noch bevor er seinen 24. Geburtstag feierte.

Spieth holte sich den Sieg in Cromwell mit einem Schlag aus dem Sand ins fast zehn Meter entfernte Loch. „Ich weiß nicht, ob mir in meiner Karriere noch einmal so ein Schlag gelingen wird“, sagte der Gewinner des Masters und der US Open von 2015.

Wiesberger in München mit starker Schlussrunde

Bernd Wiesberger hat mit einer starken Schlussrunde beim European-Tour-Turnier der Golfer in München viel Boden gutgemacht. Nach dem enttäuschenden Samstag mit sechs Bogeys kassierte der Burgenländer am Sonntag erst im Finish einen Schlagverlust, schaffte aber dank fünf Birdies eine 68er-Runde (vier unter Par).

Für Wiesberger endeten die BMW International Open auf Platz 20.

Wiesberger gelangen auf den Bahnen vier bis sieben vier Birdies in Folge, nach einem weiteren Birdie am 15. Loch musste er auf Bahn 17 ein Bogey hinnehmen. Dennoch egalisierte er mit 68 Schlägen seine Bogey-freie Freitagrunde und beendete das mit zwei Millionen Euro dotierte Turnier mit 280 Schlägen und acht unter Par. Der 31-Jährige, der auf Platz 49 in den Tag gestartet war, wahrte damit die Chance auf einen Platz in den Top 20.

Die führenden Golfer nach drei Tagen haben ihre Runde noch nicht beendet.

Fussball

Rot für den Falschen: Peinliche Panne bei Confed-Cup

Peinliche Schiedsrichterpanne beim Confed-Cup-Spiel Deutschland gegen Kamerun: Referee Wilmar Roldan aus Kolumbien benötigte am Sonntag in Sotschi zweimal den Videobeweis, um Kameruns Verteidiger Ernest Mabouka nach einem Tritt auf das Knie von Emre Can die Rote Karte zu zeigen (64.). Erst entschied der Schiedsrichter noch auf Gelb statt Rot, dann stellte er zunächst den falschen Spieler vom Platz.

„Wir haben das alle nicht verstanden“

„Wir sind alle verwirrt, ich auch. Wir haben das alle nicht verstanden“, sagte auch Kameruns Trainer Hugo Broos danach. Für den deutschen Teamchef Joachim Löw war es vor allem nicht einmal ein rotwürdiges Foul. Zum Videobeweis generell sagte er: „Man muss sich daran gewöhnen. In einigen Fällen hat er sich bewährt, vielleicht kann man das eine oder andere noch optimieren.“

Wilmar Roldan

APA/AP/Martin Meissner

Was war genau passiert? Can krümmte sich nach dem Tritt von Mabouka vor Schmerzen auf dem Rasen, der Schiedsrichter entschied auf Freistoß für Deutschland und zeigte Sebastien Siani die Gelbe Karte. Das war falsch. Denn Siani hatte mit der Szene nichts zu tun. Für solch einen Fall hat der Weltverband FIFA den Videobeweis erlaubt. Roldan ging zur Seitenlinie, begutachtete die Szene - und zeigte Siani Rot.

Hämischer Beifall für den Referee

Kameruns Spieler protestierten wild, Siani verspottete den Schiedsrichter, indem er für diese Aktion hämisch Beifall klatschte. Also ging der Kolumbianer noch einmal zu seinem Bildschirm und stellte fest: Das Foul hatte Mabouka begangen. Danach stellte er den Richtigen vom Platz. Bitter für Mabouka: Durch den Platzverweis ist er mindestes im nächsten Pflichtspiel der Kameruner gesperrt. Dann geht es am 28. August in Nigeria um wichtige Punkte für die WM-Qualifikation.

Balotelli verlängert Vertrag bei Nizza

Mario Balotelli hat seinen Vertrag beim französischen Fußballerstligisten OGC Nizza verlängert. Das teilte der Tabellendritte der abgelaufenen Ligue-1-Saison mit, ohne auf Details einzugehen.

Laut Medienberichten soll der neue Kontrakt statt wie bisher bis 2018 bis 2019 Gültigkeit haben. Der 26-jährige Italiener ist bei Nizza auf dem Weg zu alter Stärke, er traf 2016/17 in 23 Ligaspielen 15-mal.

Zulj verlässt deutschen Zweitligisten Fürth

Die SpVgg Greuther Fürth trennt sich von Robert Zulj. Der Spielmacher werde seinen auslaufenden Vertrag beim fränkischen Fußball-Zweitligisten nicht verlängern, teilte der Verein am Sonntag mit. Der Österreicher war 2014 nach Fürth gekommen und hatte seitdem 85 Ligaspiele für die „Kleeblätter“ absolviert.

Beim 25-Jährigen überwiege „das Gefühl, dass ich eine neue Herausforderung eingehen sollte“, sagte er. Wo er künftig spielt, war zunächst unklar.

Russlands WM-Spieler unter Dopingverdacht

Russlands Fußballnationalmannschaft könnte laut der englischen „Mail on Sunday“ in den Skandal um staatlich organisiertes Doping involviert sein. Angeblich sollen alle 23 Spieler des russischen WM-Kaders von 2014 und elf weitere Fußballer im Zuge der WADA-Untersuchungen von Sonderermittler Richard McLaren auf einer Liste mit 1.000 Athleten stehen.

In Russland sorgen zusätzlich zum Confed-Cup-Aus Dopingvorwürfe für schlechte Stimmung.

Fünf Spieler des WM-Teams von 2014 gehören auch zum Aufgebot der „Sbornaja“ beim derzeit laufenden Confederations Cup, bei dem der Gastgeber am Samstag durch ein 1:2 gegen Mexiko in der Gruppenphase scheiterte. Auch bei der WM 2014 war Russland in der Vorrunde ausgeschieden. Im kommenden Jahr ist Russland WM-Gastgeber.

FIFA bestätigt Untersuchungen

Die FIFA bestätigte am Sonntag Ermittlungen, der Weltverband ließ allerdings offen, ob es sich um Spieler des russischen WM-Kaders von 2014 handelt. Den aktuellen Stand der Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) auf Grundlage des McLaren-Berichts könne die FIFA nicht kommentieren, hieß es.

Der russische Sportfunktionär Witali Mutko

APA/AFP/Kirill Kudryavtsev

Der russische Sportfunktionär Witali Mutko hat die Berichte unterdessen entschieden zurückgewiesen. „Im Fußball gab es nie Doping und wird es nie Doping geben“, sagte Mutko. Die russische Mannschaft werde laufend überprüft, im Fußball sei Doping nie ein Thema gewesen. „Achten Sie nicht darauf, sie (die britischen Medien) schreiben seit 2010 negativ über uns. Sie schreiben irgendwelchen Blödsinn“, kommentierte Mutko, Chef des Fußballverbandes und früherer Sportminister, sichtlich verärgert den Bericht der „Mail on Sunday“.

Basketball

EM-Titel für Spaniens Frauen nach Sieg gegen Frankreich

Spaniens Basketballerinnen haben sich am Sonntag den EM-Titel gesichert. Sie setzten sich im Finale in Prag gegen Frankreich klar mit 71:55 durch, blieben nach 2013 wieder einmal bei dem Kontinentalturnier erfolgreich und traten die Nachfolge von Serbien an.

Spanische Spielerinnen jubeln

APA/AFP/Joe Klamar

Für Frankreich war es das dritte verlorene Finale in Folge. Rang drei ging an Belgien dank eines 78:45-Siegs gegen Griechenland.

Beachvolleyball

Doppler/Horst verlieren Finale bei Baden-Masters

Clemens Doppler/Alexander Horst ist das Happy End beim Heimturnier in Baden verwehrt geblieben. Österreichs bestes Beachvolleyball-Duo musste sich am Sonntag im Finale des CEV-Masters den Belgiern Dries Koekelkoren/Tom van Walle nach 44 Minuten mit 1:2 (17, -13, -14) geschlagen geben.

Doppler/Horst mussten sich am Sonntag im Finale des CEV-Masters in Baden den Belgiern Koekelkoren/van Walle mit 1:2 geschlagen geben.

Im Halbfinale vor vollbesetzten Tribünen im Strandbad von Baden lief noch alles nach Plan, die als Nummer drei gesetzten Doppler/Horst wahrten nach einem 2:0 (17, 23) über die Russen Wjatscheslaw Krasilnikow/Nikita Liamin die Chance auf den Heimsieg. Wegen des Regenwetters hatte das Endspiel später begonnen, die Lokalmatadore holten sich aber sicher den ersten Satz. Danach jedoch riss der Faden.

„Wir hatten den Matchball auf der Hand, haben ihn leider nicht genützt“, trauerte Coach Robert Nowotny der vergebenen Chance nach. Im Finish habe der Belgier Van Walle „sensationell“ serviert. Der dritte Rang ging an die Deutschen Lorenz Schümann/Julius Thole. Bei den Frauen gab es einen Turniererfolg für die Deutschen Chantal Laboureur/Julia Sude.

Formel 1

Über 150.000 Besucher bei Österreich-GP erwartet

Nach dem Rückgang im Vorjahr werden 2017 bei der vierten Auflage seit dem Comeback der Formel 1 in Österreich vom 7. bis 9. Juli wieder deutlich mehr Fans in Spielberg erwartet. „Wir rechnen mit 150.00 bis 160.000 Zuschauern über drei Tage, es geht deutlich aufwärts“, verriet Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko der APA beim Grand Prix in Baku.

Marko machte den deutlichen Zuwachs - nach 220.000 bei der Formel-1-Rückkehr 2014 waren 2015 noch 120.000 und im Vorjahr nur noch 85.000 Fans beim Rennen auf dem Red Bull Ring gewesen - an mehreren Dingen fest. „Die Vormachtstellung von Mercedes ist gebrochen, die Autos schauen besser aus und sind spektakulärer zu fahren,und die TV-Übertragungen sind auch wesentlich besser geworden“, erklärte der Grazer.

Schon 150.000 Zuschauer wären das klar zweitbeste Ergebnis, seit die Motorsportkönigsklasse wieder in Österreich gastiert. Gerechnet hatte man ursprünglich mit 120.000, das wird nun offenbar deutlich übertroffen.

Alle drei bisherigen Auflagen der Red-Bull-Neuzeit hat Mercedes gewonnen. Nach zwei Siegen von Nico Rosberg triumphierte im Vorjahr erstmals Lewis Hamilton in der Steiermark. Gefeiert wird 2017 auch ein Jubiläum. Vom 7. bis 9. Juli geht zum 30. Mal seit 1964 ein Motorsport-Grand-Prix von Österreich als Formel-1-WM-Lauf in Szene.

Leichtathletik

Blake holt Sprint-Double in Jamaika

Yohan Blake hat bei den jamaikanischen Meisterschaften am Sonntag das Sprint-Double fixiert. Der zweifache Olympiazweite von 2012 ließ dem 100-m-Sieg einen Erfolg über 200 m in 19,97 Sekunden folgen. Der 27-Jährige blieb damit erstmals seit fünf Jahren unter der 20-Sekunden-Grenze. Den 100-m-Titel hatte sich der Ex-Weltmeister in 9,90 Sekunden gesichert.

Bei den US-Trials in Sacramento musste sich Sprint-Jungstar Christian Coleman über 200 m in 20,10 Sekunden mit dem zweiten Platz hinter dem weniger bekannten Ameer Webb (20,09) begnügen. Über 400 m Hürden der Frauen blieben erstmals in der Geschichte drei Läuferinnen unter 53 Sekunden. Olympiasiegerin Dalilah Muhammad gewann in der Jahresweltbestzeit von 52,64.

Bei den Männern kam Rio-2016-Gewinner Kerron Clement hingegen in 48,91 nur auf den siebenten Platz, weit hinter Sieger Eric Futch (48,18). Dank des ersten Platzes in der Diamond League ist er aber trotzdem bei der WM in London dabei.

Österreich schafft bei Team-EM Klassenerhalt

Österreichs Leichtathletikteam hat beim ersten Antreten in der dritten Leistungskategorie der Team-Europameisterschaften den Klassenerhalt haarscharf geschafft. Die von den Topathleten Lukas Weißhaidinger und Ivona Dadic angeführte ÖLV-Mannschaft landete in Tel Aviv an der neunten Stelle unter zwölf Teams, die letzten drei stiegen ab.

Lange auf den Abstiegsrängen gelegen, verbesserte sich Österreich auch dank des Sieges von Weißhaidinger zwischenzeitlich an die siebente Stelle. Nach 38 Bewerben betrug das Guthaben auf Serbien und den ersten Abstiegsplatz nur 2,5 Punkte, die 4-x-400-m-Staffeln mussten die Entscheidung bringen.

Ungarn holt Gesamtsieg vor Slowakei

Letztlich ging es sich für Österreich um zwei Punkte aus, weil das im B-Rennen eigentlich vor Österreich gelegene serbische Männerteam disqualifiziert worden war. Den Gesamtsieg holte sich überlegen Ungarn vor der Slowakei und Litauen, die damit in die Erste Liga, die zweite Leistungskategorie hinter der Superliga, aufstiegen.

Disziplinsiege für Österreich gab es durch Viola Kleiser in 11,53 Sekunden über 100 m und Diskuswerfer Weißhaidinger mit starken 65,66 Metern. Zweite Ränge erreichten die 4-x-100-m-Staffel der Frauen, 100-m-Hürdensprinterin Stephanie Bendrat, Hochspringerin Ekaterina Krasovskiy, dritte Dominik Hufnagl über 400 m Hürden und Ivona Dadic im Weitsprung. Weißhaidinger besiegte unter anderen den Letten Andrius Gudzius (65,21), der Zweiter der Jahresweltbestenliste ist.

Deutschland zum dritten Mal Team-Europameister

Die deutsche Leichtathletik-Mannschaft hat zum dritten Mal nach 2009 und 2014 die Team-Europameisterschaft gewonnen. Sechs Wochen vor der WM in London siegten die DLV-Athleten am Sonntag in der EM-Superliga in Lille überlegen mit 321,5 Punkten vor Polen (295), Frankreich (270) und Großbritannien (269).

Entscheidend für den deutschen Team-Erfolg waren u. a. Siege durch Diskus-Routinier Robert Harting, Dreisprung-Europameister Max Heß und Weitspringerin Claudia Salman-Rath.

Die Russen, die den Wettbewerb seit der Premiere im Jahr 2009 viermal dominiert hatten, fehlten wegen des internationalen Banns nach dem Dopingskandal.

Segeln

Zajac/Matz siegen bei Kieler Woche

Das neu formierte Nacra-17-Team Thomas Zajac und Barbara Matz hat bei der traditionellen Kieler Woche überlegen den Sieg geholt. Im abschließenden Medal Race am Sonntag setzte das OeSV-Duo die starke Leistung der vergangenen Tage fort und krönte die zweite Regatta der gemeinsamen Laufbahn mit einem Triumph. Mit klarem Abstand verwiesen sie ihre direkten Konkurrenten aus Deutschland und Russland auf die Plätze.

Zajac/Matz

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„Die Kieler Woche zu gewinnen ist einfach lässig“, sagte Zajac. Der Kick-off für die Olympiakampagne für Tokio 2020 mit seiner neuen Partnerin sei „perfekt gelungen“.

Weniger gut lief es für Zajac’ frühere Partnerin Tanja Frank, die mit ihm im Nacra 17 im Vorjahr Olympiabronze geholt hatte. Die Wienerin hatte sich am Freitag bei einem Sturz bei einer Wende den Fuß eingeklemmt und trat am Samstag mit Lorena Abicht im 49er FX nicht mehr an.

In der 470er-Klasse beendeten David Bargehr und Lukas Mähr die Woche am Sonntag als Fünfte der Gesamtwertung und verbesserten sich damit noch um zwei Ränge. Nikolaus Kampelmühler und Thomas Czajka verpassten die Entscheidung als Elfte knapp. Die Kieler Woche gilt als wichtiger Testlauf für die EM, die im August an gleicher Stelle über die Bühne geht.

Darts

Suljovic bei Austrian Open im Achtelfinale out

Der Wiener Mensur Suljovic ist am Sonntag bei den Austrian Darts Open im Multiversum von Schwechat im Achtelfinale ausgeschieden. Der als Nummer drei gesetzte Weltranglistensiebente musste sich dem Engländer Mervyn King mit 4:6 geschlagen geben. King hatte am Samstag in der zweiten Runde bereits den 45-jährigen Steirer Zoran Lerchbacher klar mit 6:2 aus dem mit 150.000 Euro dotierten Bewerb der PDC Europe Tour geworfen.

Ebenfalls in der zweiten Runde ausgeschieden ist Rusty-Jake Rodriguez. Der 16-Jährige verlor gegen den belgischen Ranking-Zwölften Kim Huybrechts mit 3:6. Auch Christian Kallinger unterlag dem zweifachen Weltmeister und aktuellen Weltranglistenersten Michael van Gerwen aus den Niederlanden erwartungsgemäß klar mit 1:6. Für Peter Wright kam das Out hingegen überraschend. Der Schotte zog gegen den Finnen Kim Viljanen hauchdünn mit 5:6 den Kürzeren.

Favorit Van Gerwen holt Turniersieg

Das Turnier gewann schließlich der große Favorit Van Gerwen mit einem knappen 6:5-Erfolg im Finale gegen den Engländer Michael Smith. „Mighty Mike“ hatte auf dem Weg zum Titel davor der Reihe nach Vincent van der Meer (6:3), Martin Schindler (6:1) und Cristo Reyes (6:1) aus dem Turnier geworfen.

Für Van Gerwen war es der zweite Triumph bei den Austrian Open nach 2013. Für den neuerlichen Sieg beim siebenten von zwölf Turnieren der PDC European Tour kassierte er ein Preisgeld in der Höhe von 25.000 Pfund (28.472 Euro). Es war sein dritter Sieg auf der Europatour 2017, der 17. seiner Karriere. „Der Sieg bedeutet mir sehr viel“, sagte der aktuell beste Darts-Spieler der Welt.

Pferdesport

Wotan Casei gewinnt 132. Traberderby in der Krieau

Wotan Casei mit Trainer Gerhard Mayr im Sulky hat am Sonntag überlegen das 132. Traberderby in der Wiener Krieau gewonnen. Der Hengst triumphierte über die 2.600-m-Renndistanz nach 1:17,5 Minuten vor Donna Rapide mit Christoph Fischer. Platz drei ging an Dreamboy AS mit Gregor Krenmayr. Der Sieger durfte sich über ein Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro freuen.

Wotan Casei mit Trainer Gerhard Mayr im Sulky hat das 132. Traberderby in der Wiener Krieau gewonnen.

Der als Favorit gestartete Wallach Wolphi Autriche mit Trainer Johan Untersteiner hatte das Rennen auf nach dem Regen tiefer Bahn zwar über weite Strecken dominiert, fiel aber im Finish zurück und musste sich mit Rang fünf begnügen.

Klettern

Kanu

Kein Spitzenplatz für Kuhnle und Wolffhardt in Augsburg

Die beiden OKV-Kanutinnen Corinna Kuhnle und Viktoria Wolffhardt haben am Sonntag im Finale des Wildwasser-Slalom-Weltcups in Augsburg nicht um den Sieg mitfahren können. Kuhnle und Wolffhardt belegten im Kajak-Einer nur die Ränge neun und zehn und damit die beiden letzten Plätze.

Kuhnle hatte 10,66 Sekunden Rückstand auf die deutsche Siegerin Ricarda Funk, Wolffhardt fasste 54 Strafsekunden aus und war damit abgeschlagen.