Langläuferin Teresa Stadlober

APA/Barbara Gindl

Top-Sechs-Platz als Minimalziel

Langlauf-Ass Teresa Stadlober hat im Weltcup in diesem Winter zehn Top-Sechs-Plätze geschafft und ist Gesamtfünfte. Damit zählt die 25-jährige Salzburgerin bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang zum erweiterten Favoritenkreis. Vor dem ersten von vier Einsätzen nannte Stadlober Top-Sechs-Plätze als Ziel. Für sie und Max Hauke geht es jeweils mit dem Skiathlon am Samstag bzw. Sonntag los.

Stadlober wird nach dem Skiathlon (7,5 km klassisch plus 7,5 km Skating) auch noch über 10 km Skating, im Team-Sprint und am Schlusstag (25.2.) im 30-km-Massenstart-Rennen antreten. Nach den ersten zwei Podestplätzen bei der Tour de Ski ist das Selbstvertrauen der Tochter des Ex-Staffel-Weltmeisters Alois Stadlober, der auch ihr Trainer ist, groß.

Langläuferin Teresa Stadlober
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Mit starken Ergebnissen ist Stadlober in den erweiterten Favoritenkreis für Olympia gefahren

„Zutrauen würde ich es mir schon“, sagte Stadlober im Vorfeld auf die Frage nach einem möglichen Medaillengewinn. „Dass es heuer schon zutrifft, glaube ich aber eher nicht, das würde mich überraschen. Da müsste schon alles perfekt sein, die körperliche Verfassung, die Ski.“ Sie werde jedenfalls weiter daran arbeiten, bei der Heim-WM 2019 in Seefeld das angepeilte Edelmetall zu holen, betonte die Gesamtfünfte der heurigen Tour de Ski.

„Am Anfang das Tempo übernehmen“

Die Strecken kommen der Radstädterin jedenfalls entgegen. „Gerade die Runde des Skatingteils ist sehr anspruchsvoll. Es wird sicher ein spannendes Rennen“, meinte Stadlober, die steile Anstiege liebt. Sie glaubt, dass von den Norwegerinnen und Schwedinnen von Beginn an ein hohes Tempo angeschlagen wird. „Ich werde auch schauen, dass ich am Anfang das Tempo übernehme, und gehe davon aus, dass Heidi Weng und Charlotte Kalla das Feld sprengen werden.“

Zu diesen zwei mehrfachen Saisonsiegerinnen kämen aber noch Rivalinnen wie Krista Pärmäkoski (FIN) und Jessica Diggins (USA) hinzu. Stadlober nannte vor allem auch die sechsfache Rekordolympiasiegerin im Winter, die Sotschi-Siegerin und Weltmeisterin Marit Björgen, und Ragnhild Haga (beide NOR), die viele Rennen ausgelassen hätten, um sich auf Olympia zu konzentrieren.

Haukes Formkurve zeigt nach oben

Hauke ist aktuell der stärkste Distanzläufer im ÖSV. Vor zwei Jahren hatte er wegen Nebenhöhlenproblemen die gesamte Saison verpasst. Vom Sportlichen Leiter Markus Gandler bekam er weiterhin Unterstützung, und vergangene Saison ging es auch aufwärts. Bei der WM verhinderte ein schlechter Startplatz im Skiathlon noch einen besseren Rang als den 31. Zuletzt schaffte er aber als 14. in Seefeld den zweiten Top-15-Platz des Winters.

Langläuferin Max Hauke
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Hauke hofft, dass er in Pyeongchang die richtige Balance findet

„Ich habe vor dieser Saison geschaut, dass ich eine gute Balance zwischen Belastung und Regeneration finde, und komme jetzt auch in ein Langlauf-Alter, in dem stabilere Leistungen möglich sind“, begründete der 25-Jährige seine Steigerung. Die Strecke für das harte Massenstart-Rennen am Sonntag mit zweimal 15 Kilometer klassisch bzw. Skating gefällt dem Steirer. „Sie ist sehr rhythmisch“, sagte er.

„Je weiter vorne, desto besser“

Die bessere Startposition dank besserer Ergebnisse soll ein gutes Resultat ermöglichen. „Ich hoffe, dass ich das ausnützen kann“, sagte Hauke, der auch ein Managementfernstudium absolviert. Sein Ziel für das erste von vier geplanten Rennen - es folgen 15 km Skating, die Staffel und der 50-km-Marathon klassisch - hat er vorsichtig formuliert. Auch deshalb, weil er im Zielsprint nicht zu den Schnellsten zählt.

Vor der Saison hatte er sich für die Winterspiele das Ziel Top 30 gesetzt. „Jetzt war ich zweimal Top 15. Aber es ist sehr eng. Nur 15 Sekunden langsamer, und ich bin gerade noch in den Top 30“, sagte Hauke. „Das ist mein Ziel, aber je weiter vorne, desto besser.“

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Publiziert am 09.02.2018

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