„Gute Ausgangsposition schaffen“

Lisa Theresa Hauser will bei den Olympischen Spielen ihre bisherigen Saisonergebnisse übertreffen und einen Top-Ten-Platz erreichen. Im ersten ihrer fünf geplanten Bewerbe, dem Sprint am Samstag, erwartet sie das jedoch noch nicht. „Das wird sehr schwierig, aber ich will mir eine gute Ausgangsposition schaffen für die Verfolgung“, sagte die Tirolerin in Pyeongchang.

Die 24-Jährige gilt als sichere Schützin und hat bei 20 Schüssen im Verfolgungsbewerb bessere Chancen als bei den zehn im Sprint. „Aber da muss ich eine perfekte Schießleistung abrufen“, sagte Hauser. In der bisherigen Saison ließen die „Nuller“ (fehlerloses Schießen, Anm.) allerdings noch auf sich warten.

Rückschlag nach Unfällen in der Familie

Hauser weiß, warum. Im Sommer hatten sich ihre Mutter und ihr Bruder bei Unfällen schwere Kopfverletzungen zugezogen. „Da war das Training nicht mehr wichtig, das war eine sehr schwierige Zeit“, sagte die Athletin aus Reith bei Kitzbühel. Ihre Trainerin Sandra Flunger sprach von einer Einbuße von sieben Wochen. Das wirkte in der bisherigen Saison nach.

Biathletin Lisa Theresa Hauser
GEPA/Oliver Lerch
Für die Tirolerin lief es zuletzt nicht immer nach Wunsch

Die Strecken stufte Hauser als schwierig ein, bei dem wegen der Kälte langsamen, stumpfen Schnee wird es noch anstrengender. „Da sind auch die Serviceleute sehr gefordert“, sagte die Siegerin der Single-Mixed-Staffel (mit Simon Eder) beim Saisonauftakt in Östersund. Für ihre Teamkolleginnen Katharina Innerhofer und Dunja Zdouc geht es am Samstag vor allem darum, möglichst fehlerfrei zu schießen und den Rückstand damit in Grenzen zu halten.

Kuzmina peilt Triple an

Der Slowakin Anastasiya Kuzmina könnte Großes gelingen. Die 33-Jährige peilt nach Vancouver und Sotschi die dritte Sprint-Goldmedaille in Serie an. Sie hat zuletzt im Weltcup mit Siegen ihre Topform bewiesen. Größte Konkurrentinnen könnten u. a. Vizeweltmeisterin Laura Dahlmeier (GER) und Kaisa Mäkäräinen (FIN) sein. Weltmeisterin Gabriela Koukalova (CZE) fehlt bei den Spielen wegen Beinproblemen.

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Publiziert am 09.02.2018