Kreml nennt russisches Abschneiden „erfolgreich“

Der Kreml sieht das Abschneiden der russischen Sportler bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang trotz der Sperren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) als Erfolg. „Für den russischen Sport sind Medaillen immer noch der wichtigste Gradmesser, und der Zahl der errungenen Medaillen nach kann man das Auftreten erfolgreich nennen“, sagte Kremlsprecher Dimitri Peskow am Montag in Moskau.

Die Olympischen Athleten aus Russland haben bei den am Sonntag beendeten Spielen in Südkorea zweimal Gold, sechsmal Silber und neunmal Bronze gewonnen. Das bedeutete im Medaillenspiegel nur Platz 13 nach dem ersten Rang bei den Heimspielen 2014 in Sotschi.

Flaggenverbot nur Nebensache

Die Unterstützung der Bürger für die Sportler sei wichtiger als die Tatsache, dass Russland bei der Schlussfeier seine Flagge nicht habe nutzen dürfen, sagte Peskow zudem. „Sie wissen, auf welche Resonanz in unserem Land die Goldmedaillen für unsere Sportler gestoßen sind, diese nationale Begeisterung, deren wir Zeuge waren“, sagte er der Agentur Interfax zufolge. "Das ist entscheidend, das hat Priorität. Die Siege im Eiskunstlauf der Damen und zuletzt im Eishockey hatten in Russland Jubelstürme ausgelöst.

Wegen der Dopingmanipulationen in Sotschi hatte das IOC Russland als Sportnation für Pyeongchang ausgeschlossen und nur einzelne Athleten eingeladen. Diese mussten ohne eigene Hymne und Fahne antreten. Wegen zweier neuer Dopingfälle im russischen Team wurde die Sperre nicht wie erwartet zur Schlussfeier aufgehoben.

Publiziert am 26.02.2018