ÖFB-U19-Auswahl verpasst EM-Qualifikation
Die Unter-19-Fußball-EM von 3. bis 15. Juli in Estland geht ohne Österreich über die Bühne. Die ÖFB-Auswahl verlor am Mittwoch das abschließende Qualifikationsspiel gegen Georgien mit 1:2 und fiel damit in der Gruppe 6 auch noch hinter die Georgier auf Platz drei zurück. Für die Endrunde qualifizierte sich Gastgeber Kroatien mit einem 2:0-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina.
Die Mannschaft von ÖFB-Teamchef Rupert Marko geriet in Velika Gorica kurz vor der Pause auf die Verliererstraße. Zuerst sah der bei Inter Mailand unter Vertrag stehende Lukas Spendlhofer die Rote Karte (39.), dann verwertete Giorgi Chanturia den verhängten Elfmeter zum 0:1 (40.). Bayern-Legionär Toni Vastic schaffte zwar gleich nach Wiederbeginn mit seinem dritten Turniertreffer den Ausgleich (51.), abermals Chanturia sorgte aber mit seinem zweiten Tor (68.) für die Entscheidung.
Aufgrund des 2:0-Erfolgs von Kroatien im Parallelspiel hätten die Österreicher, die gegen die Kroaten 2:2 und gegen die Bosnier 2:0 gespielt hatten, gegen Georgien mit zwei oder drei Toren Differenz (je nach Höhe des Ergebnisses) gewinnen müssen, um den Aufstieg über das bessere Torverhältnis zu fixieren.
Marko hadert mit „fragwürdigem“ Ausschluss
Die ÖFB-Auswahl war über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft, es fehlte aber an der nötigen Effizienz. „Die fragwürdige Rote Karte hat das Spiel leider schon früh entschieden. Danach war es natürlich schwer für uns, auch wenn wir genügend Chancen für einen Sieg gehabt hätten“, sagte Marko.
Trotz der verpassten Qualifikation gab es für den Trainer auch positive Erkenntnisse: „Auch wenn es mir im Moment schwer fällt, das zu sagen: Wir haben die Erkenntnis gewonnen, dass wir international mehr als mithalten können. Viele Experten haben uns sogar attestiert, dass wir die mit Abstand stärkste Mannschaft in dem Turnier waren.“