Kein Erfolgserlebnis in Helsinki

Für Österreichs Leichtathleten ist der erste Wettkampftag der Freiluft-EM in Helsinki ohne Erfolg zu Ende gegangen. Über 5.000 m landete Brenton Rowe bei seinem EM-Debüt an der 17. Stelle. Im Zehnkampf liegt Dominik Distelberger mit 3.892 Punkten auf Platz 19, er hat am Donnerstag damit praktisch keine Chance mehr auf die Olympianorm von 8.000.

Dabei war der 22-jährige Distelberger am Mittwoch mit 10,80 Sekunden im 100-m-Lauf und der zweitschnellsten Zeit des Feldes optimal in den Mehrkampf gestartet. Auch im Weitsprung erreichte er mit passablen 7,14 m persönliche Saisonbestleistung in einem Zehnkampf.

Im Kugelstoßen blieb der Purgstaller mit 11,22 m deutlich unter den Erwartungen, zumal zuletzt in dieser Disziplin verstärkt gearbeitet worden war. Nach matten 1,88 m im Hochsprung sorgte Distelberger dann als Vierter über 400 m in 48,52 Sek. für einen versöhnlichen Tagesabschluss. In Führung liegt der Ukrainer Alexej Kasjanow mit 4.352 Zählern.

Wertvolle Erfahrung für Rowe

Auch Debütant Rowe sammelte beim 5.000-m-Triumph des Briten Mo Farah ( 13:29,91) nur wertvolle Erfahrungen und darf von den Sommerspielen nur träumen. Aufgrund des Anfangstempos des Feldes war schnell klar, dass das Olympialimit von 13:27 an diesem Abend für ihn außer Reichweite liegen wird. Rowe kam auf 13:51,58 und verfehlte seine Bestzeit von 13:36,62 deutlich.

Leichtathlet Brenton Rowe
GEPA/Mario Kneisl
Olympia bleibt für Rowe außer Reichweite

Erst in diesem Jahr hat der gebürtige Australier mit österreichischen Großeltern seine ersten ernsthaften 5.000-m-Läufe absolviert. „Ich habe den Speed von meinen 1.500-m-Rennen, habe das hier aber nicht so umsetzen können. Ich brauche noch viel Training, vor allem im Ausdauerbereich“, erklärte der 24-Jährige, der bis zum Schluss aktiv eine Gruppe anführte und auf den letzten vier Runden auch gegen Seitenstechen ankämpfte. Rowe wird am Samstag in Helsinki noch über 1.500 m antreten.

Trio im Vorkampf gescheitert

Die drei weiteren Österreicher, die am Eröffnungstag im Einsatz waren, sind in Vorkämpfen ausgeschieden. Die 37-jährige Hochspringerin Monika Gollner scheiterte bei ihrem Comeback auf internationaler Bühne nach 14 Jahren an der Höhe von 1,83 m. Sollte sie ihre Beinhautentzündung über dem Knöchel in den Griff bekommen, möchte sie kommende Woche in Bratislava nochmals auf das Olympialimit von 1,92 m losgehen.

Über 800 m war für Raphael Pallitsch in 1:48,84 Minuten (Platz 28) ebenso im Vorkampf Endstation wie für seinen Teamkollegen Andreas Rapatz in 1:51,79 (34). Pallitsch kam nach Behinderung aus dem Rhythmus und trug eine blutende Wunde am Schienbein davon.

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