Mikaela Shiffrin

APA/AP/Giovanni Auletta

Drei ÖSV-Läuferinnen in Top Ten

Mikaela Shiffrin ist im Slalom weiter nicht zu schlagen. Nach den Triumphen in Killington und Lienz sowie den Parallelbewerben in Courchevel und Oslo distanzierte die 22-jährige Amerikanerin auch am Mittwoch in Zagreb die Konkurrenz und feierte ihren insgesamt 38. Weltcup-Sieg und den 28. in einem Slalom.

Shiffrin genügte nach Laufbestzeit im ersten Durchgang die siebentbeste Marke in der Entscheidung um am Ende 1,59 Sekunden vor der Schweizerin Wendy Holdener zu bleiben. Platz drei ging so wie zuletzt in Lienz an die Schwedin Frida Hansdotter (+2,11). Beste Österreicherin wurde Bernadette Schild, die sich hinter der Vorjahreszweiten Petra Vlhova (SVK) auf Platz fünf klassierte. Mit Katharina Gallhuber auf Platz sechs und Katharina Liensberger als Achter schafften es zwei weitere ÖSV-Läuferinnen in die Top Ten.

Shiffrin erneut nicht zu schlagen

Mikaela Shiffrin holte sich im Flutlicht von Zagreb trotz Schneeregens ihren 28. Sieg in einem Slalom.

„Nicht volles Risiko gegangen“

Die Österreicherinnen standen aber so wie der Rest des Feldes klar in Shiffrins Schatten. Klassische Torläufe und die zum Slalom-Weltcup zählenden Parallelevents eingerechnet war der Sieg in Zagreb bereits der fünfte Erfolg en suite für die 22-Jährige, die damit im Gesamtweltcup auch die Marke von 1.000 Punkten vorzeitig übersprang. Shiffrin führt mit 1.081 Zählern 571 Punkte vor der Deutschen Viktoria Rebensburg.

„Ich bin im zweiten Durchgang nicht volles Risiko gegangen, aber es hat das Timing nicht so gepasst. Es waren aber doch genug schnelle Schwünge dabei“, sagte die Amerikanerin, die sich zum dritten Mal in ihrer Karriere zur „Snow Queen“ von Zagreb krönte, „ich bin im Moment wirklich gut in Form.“ Auf Zagreb-Rekordsiegerin Marlies Raich, vormals Schild, fehlt der Weltcup-Titelverteidigerin damit nur noch ein Erfolg. Shiffrin hat von ihren vergangenen 24 Weltcup-Slaloms 23 auf dem Podest beendet. 19 Siege, zwei zweite und zwei dritte Plätze fuhr die Ausnahmekönnerin aus Colorado ein. Nur einmal kam Shiffrin nicht ins Ziel: vor einem Jahr in Zagreb.

Damen-Slalom in Zagreb

  • 1. Mikaela Shiffrin (USA)
  • 2. Wendy Holdener (SUI)
  • 3. Frida Hansdotter (SWE)

Karrierehighlight für Duo

Schild, die nach dem ersten Durchgang noch auf Rang vier und auf Schlagdistanz zum Podest gelegen war, war trotz des leichten Rückfalls um einen Platz zufrieden. „Ich habe mir gedacht, ich muss auch Gas geben, leider ist es nicht ganz aufgegangen. Aber es passt“, sagte die Salzburgerin, die am Dienstag ihren 28. Geburtstag gefeiert hatte, im ORF-Interview, „ich muss einfach lockerer bleiben, dann mache ich die blöden Fehler nicht. Im Moment will ich es wohl zu viel.“

Gallhuber durfte sich unmittelbar hinter Schild als zweitbeste Österreicherin im Klassement über das beste Ergebnis ihrer jungen Karriere freuen. Die 20-jährige Niederösterreicherin behielt in der Entscheidung im Schneeregen den Überblick und schien nach zwei siebenten Plätzen in Killington (USA) und vor dem Jahreswechsel in Lienz zum ersten Mal unter den Top Sechs eines Rennens auf. „Ich bin extrem froh“, sagte Gallhuber, „es war ein Kampf, und ich habe gedacht, es geht sich nicht mehr aus. Daher bin ich voll zufrieden.“

Zum ersten Mal durfte sich auch Katharina Liensberger über einen Top-Ten-Platz freuen. Die Vorarlbergerin, die im ersten Lauf mit der hohen Nummer 35 als Achte für eine Riesenüberraschung gesorgt hatte, hielt in der Entscheidung ihren Rang und klassierte sich damit ebenfalls so gut wie noch nie in einem Weltcup-Rennen. „Es ist ein Wahnsinn. Ich habe nicht wirklich überlegt, ich habe einfach versucht, Gas zu geben. Es sind flache Passagen dabei, da habe ich wirklich versucht, Speed zu machen“, sagte Liensberger.

Truppe macht Plätze gut

Neben Schild, Gallhuber und Liensberger gab es noch für vier weitere ÖSV-Läuferinnen Weltcup-Punkte. Katharina Truppe, im ersten Lauf als 29. gerade noch in die Entscheidung gerutscht, nutzte im zweiten Durchgang ihre frühe Startnummer und verbesserte sich um neun Ränge auf Platz 20. Katharina Huber und Carmen Thalmann landeten unmittelbar dahinter auf den Plätzen 21 und 22.

Einen Rückfall musste hingegen Julia Grünwald verkraften. Die 26-jährige Salzburgerin qualifizierte sich im ersten Durchgang mit Nummer 30 als 15. zwar souverän für die Entscheidung, rutschte im zweiten Lauf bei Schneetreiben nach fehlerhafter Fahrt aber noch auf Rang 27 zurück. Stephanie Brunner und Franziska Gritsch schieden im ersten Durchgang aus. Einziger Ausfall im zweiten Durchgang war die Schwedin Estelle Alphand, die zur Halbzeit noch Sechste gewesen war.

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Publiziert am 03.01.2018

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