Lukas Spendlhofer (Sturm Graz) und James Holland (LASK)

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Erster Ligaerfolg unter Neo-Coach Vogel

Sturm Graz hat seine Durststrecke am Samstag mit einem 2:0-(1:0)-Erfolg beim LASK beendet und Neo-Coach Heiko Vogel den ersten Dreipunkter beschert. Der 18-Jährige Dario Maresic (40.) und Peter Zulj (57.) sicherten dem Deutschen nach dem Einzug ins Cuphalbfinale das zweite Erfolgserlebnis innerhalb von vier Tagen und sorgten dafür, dass Sturm Leader Salzburg vorerst auf sieben Punkte nahe kam.

Während Vogel im Finish vom Sturm-Anhang mit Sprechchören gefeiert wurde, endete für den eher harmlosen LASK eine Serie von vier Heimsiegen. Die zweite Niederlage in Folge bedeutet zudem einen kleinen Rückschlag im Kampf um Platz vier. Vor dem Sonntag-Schlager der 25. Runde zwischen Salzburg und Rapid wiesen die Wiener einen Dreipunktevorsprung auf den fünftplatzierten LASK auf.

Sturm Graz beendet Negativlauf

Für Sturm Graz gab es zum Auftakt der 25. Bundesliga-Runde auswärts beim LASK den ersten Sieg unter Trainer Heiko Vogel. Nach fünf sieglosen Ligapartien freute sich auch ein alter Bekannter mit den Grazern.

Sturm, in der Defensive ohne die gesperrten Routiniers Christian Schulz und Thomas Schrammel, startete vor rund 5.500 Zuschauern recht beherzt. Trotz der quirligen Doppelspitze Emeka Eze und Bright Edomwonyi wurde aus einigen halbgefährlichen Aktionen aber vorerst keine echte Chance für die „Blackys“ - von einem Edomwonyi-Schuss aus relativ spitzem Winkel abgesehen (22./Pervan hielt).

Maresic verwertet eiskalt

Dem LASK wiederum gelang es nicht, den Gegner mit gewohnten Pressingtugenden unter Druck zu setzen. Dennoch fanden die Linzer die besseren Möglichkeiten vor. Zweimal war es Thomas Goiginger, der mit guten Antritten Samuel Tetteh assistierte. Beide Male hatte Sturm-Goalie Jörg Siebenhandl aber keine echte Mühe, die Schüsse des Ghanaers zu bändigen.

Vor den Augen von Teamchef Franco Foda war es dann dessen Ex-Kicker Maresic, der einen unglücklichen Klärungsversuch von Christian Ramsebner nach Freistoß aus wenigen Metern trocken zur 1:0-Gästeführung und seinem ersten Bundesliga-Tor verwertete. Dass dem Standard ein Abseits vorangegangen war, blieb ein ungeahndeter Schönheitsfehler.

Sturm-Spieler jubeln
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Jubelnd drehen die Grazer nach dem Führungstreffer durch Maresic ab

Gäste machen den Sack zu

Trotz engagierten Wiederbeginns des LASK machte Sturm recht früh den Sack mehr oder weniger zu: Der in der Mitte völlig vernachlässigte Zulj erhöhte nach Zuspiel von Philipp Huspek mit einem präzisen Schuss ins lange Eck auf 2:0.

Edomwonyi (60.) und Zulj (62.) hatten wenig später weitere gute Möglichkeiten, der LASK hingegen strahlte auch in der letzten halben Stunde kaum mehr Gefahr aus. Erst im Finish hätte „Joker“ Marko Raguz noch fast für Spannung gesorgt. Bei zwei Schüssen innerhalb weniger Sekunden (82.) war aber stets Siebenhandl zur Stelle.

Stimmen zum Spiel:

Oliver Glasner (LASK-Trainer): „Sturm war aggressiver als wir, was ich nicht akzeptieren will. Wir waren heute zu halbherzig. Wir stehen in der Tabelle gut da, doch wir gehören nicht zu den Top Vier. Wir dürfen nicht in Selbstgefälligkeit verfallen. Nächste Woche werden wir sicher eine andere LASK-Mannschaft sehen.“

Heiko Vogel (Sturm-Trainer): „Ich kann mich an das heutige Gefühl gewöhnen, denn es gibt keinen Ersatz für Siege. Es war heute die logische Konsequenz nach den guten Leistungen gegen Rapid und Salzburg. Wir wollten das Pressing der Linzer umgehen, das ist uns gut gelungen. Wir wollten die Räume bespielen und belaufen, ich habe ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Wir haben die Partie 90 Minuten lang kontrolliert.“

Tipico-Bundesliga, 25. Runde

Samstag:

LASK - Sturm Graz 0:2 (0:1)

Pasching, TGW Arena, 5.468 Zuschauer, SR Grobelnik

Torfolge:
0:1 Maresic (40.)
0:2 Zulj (56.)

LASK: Pervan - Ramsebner, Wiesinger, Luckeneder - Ranftl, Holland (46./Rep), Michorl, Riemann (63./Gartler) - Goiginger, Tetteh, Joao Victor (79./Raguz)

Sturm: Siebenhandl - Koch, Spendlhofer, Maresic, Potzmann - Lovric - Huspek (85./Jantscher), Zulj, Röcher - Eze (79./Jeggo), Edomwonyi (92./Alar)

Gelbe Karten: Ranftl, Joao Victor bzw. Edomwonyi

Die Besten: Goiginger, Ramsebner bzw. Zulj, Röcher, Eze

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Publiziert am 03.03.2018

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