Claudia Lösch

GEPA/Matthias Hauer

Mit Lockerheit zum Erfolg

Wie schon bei vorangegangenen Paralympics geht Österreich auch bei den XII. Paralympischen Winterspielen in Pyeongchang mit einer starken Alpin-Abordnung ins Rennen. Die sechsfache Behindertensportlerin des Jahres, Claudia Lösch, und der zweifache Behindertensportler des Jahres, Markus Salcher, wollen in Südkorea ihre paralympische Medaillensammlung vergrößern.

Lösch hat bereits sieben Paralympics-Medaillen zu Hause, Salcher deren drei. Jeweils zwei Medaillen der beiden glänzen dabei in Gold. „Medaillen sollten es schon wieder werden“, sagte Lösch. Salcher pflichtete bei: „Zielsetzung ist eine Medaille, egal welche Farbe.“ Lösch hat zumindest eine bevorzugte Disziplin. „Meine Herzensdisziplin war immer die Abfahrt, da fehlt mir die Goldene noch bei den Paralympics, das wäre das große Ziel“, sagte die 29-Jährige.

Markus Salcher
GEPA/Matthias Hauer
Salcher nimmt die Paralympics als zweifacher Titelverteidiger (Abfahrt und Super-G) in Angriff

Die querschnittgelähmte Niederösterreicherin geht bereits in ihre vierten Paralympics und somit mit viel Erfahrung in die Spiele. „Man geht ganz anders an die Sache heran. Weil diese große Nervosität, was denn jetzt auf einen zukommt, weg ist. Dadurch kann man es einfach viel mehr genießen“, erzählte Lösch. Auch für den 26-jährigen Salcher sind es bereits die dritten Spiele.

Salcher zweifacher Titelverteidiger

Wie in Vancouver und Sotschi will der Kärntner auch in Pyeongchang die Eröffnungsfeier mitnehmen, obwohl bereits am nächsten Tag die Abfahrt auf dem Programm steht. Das Erlebnis sei es wert, Salcher geht ohnehin davon aus, dass er in der Nacht vor der Abfahrt nicht gut schlafen wird. In den ersten Bewerb geht er ebenso wie in den Super-G als Titelverteidiger von Sotschi.

Kalender mit österreichischen Teilnehmern nach Disziplinen - Tabelle
Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA

Wie bei Olympia in Pyeongchang wird auch bei den Paralympics der Strecke eine besondere Bedeutung zukommen. „Die Strecke ist interessant. Für mich war es in Sotschi ein bisschen besser, weil es ein bisschen mehr zum Überwinden war und mehr zum Gleiten“, erklärte Salcher, der aber dennoch optimistisch ist. Er setzt auf wärmere Temperaturen im Spätwinter. „Auf Frühlingsschnee bin ich an und für sich sehr stark“, meinte der halbseitig gelähmte Stehend-Skiläufer.

Lösch setzt auf Erfahrung

Im Sitzend-Bewerb kommt Lösch die Abfahrtsstrecke etwas besser entgegen. „Sie gefällt mir wirklich gut. Ich freu’ mich schon darauf. Es ist nicht mega-anspruchsvoll. Aber es sind sehr viele schöne Übergänge drinnen, wo man schon ein bisschen Mut braucht“, erklärte Lösch. Beide Skifahrer bestritten im vergangenen Winter das Weltcup-Finale in Südkorea, kennen also die Gegebenheiten.

Bei Lösch sorgt das für Vorfreude. „Ich hab das bis jetzt eigentlich immer sehr sympathisch erlebt. Vor allem, wenn es für mich Sushi auf einer Skihütte gibt, bin ich eh schon daheim“, meinte die Niederösterreicherin.

Salcher geht ernährungstechnisch etwas anders an die Sache heran. Er freut sich vor allem auf das Alpenhaus, die Vertretung, die das Österreichische Paralympische Komitee gemeinsam mit den Komitees aus Deutschland und der Schweiz organisiert hat. „Dass wir da wieder etwas mithaben, wo wir das Essen von Zuhause haben, das werde ich durchaus genießen“, meinte der Kärntner.

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Publiziert am 08.03.2018

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