Das Paralympics-Team

GEPA/Christopher Kelemen

Aufgebot mit Routiniers und Debütanten

Österreich wird bei den am Freitag beginnenden Paralympischen Spielen in Pyeongchang durch 13 Aktive vertreten sein. Neben dem sportlichen Vergleich, der im Vordergrund steht, gehe es bei Veranstaltungen dieser Dimension auch um „Respekt und Anerkennung“, wie die Präsidentin des Österreichischen Paralympischen Committees (ÖPC), Maria Rauch-Kallat, bei der Kaderbekanntgabe im Februar betonte.

Zehn alpine Skisportlerinnen und -sportler (acht Männer, zwei Frauen), zwei Snowboarder und eine Langläuferin werden knapp zwei Wochen nach Ende der Olympischen Winterspiele in Südkorea für Österreich erneut auf Medaillenjagd gehen. Neben den routinierten Alpinen Claudia Lösch, die ihre vierte Paralympics in Angriff nehmen wird, und Markus Salcher, der nach Doppelgold in Sotschi erneut „mindestens eine Medaille“ als Ziel ausgegeben hat, stehen im Aufgebot auch Debütanten.

Carina Edlinger
GEPA/Ch. Kelemen
Debütantin Edlinger will ihre Aufgabe „locker angehen“

Österreichs Vertreterin bei den Nordischen, Carina Edlinger, freut sich auf ihre ersten Spiele. Die 19-jährige Doppelweltmeisterin von 2017 will die Aufgabe in Südkorea „locker angehen.“ Teammanager Michael Knaus zeigte sich zuversichtlich, dass das ÖPC-Aufgebot in jedem Fall gut aufgestellt sei. „Wir haben ein sehr strenges internes Qualifikationssystem. Wir haben alles unternommen, dass unsere Athleten topfit nach Südkorea reisen.“

Bis zu 8.000 Euro für eine Medaille

Zwischen 8.000 und 4.000 Euro gibt es im Medaillenfall für die Athleten. „Ein weiterer Schritt der Angleichung“, betonte Rauch-Kallat, die auch die gesellschaftliche Bedeutung des Behindertensports hervorhob. „Sport hat vielen behinderten Menschen Mut gegeben. Nicht nur den Athleten selbst, sondern sie wirken als Vorbilder für viele Betroffene.“ Dennoch sollten die Athleten vorrangig über ihre sportlichen Leistungen definiert werden.

Organisatorisch kündigen sich bessere Bedingungen als vor zwei Jahren bei den Sommerspielen in Rio an. Die Vorbereitungen liefen laut ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber reibungsfrei. „Auch im Sportstättenbau wurde ein Meilenstein erreicht“, seien sie doch alle zu „hundert Prozent barrierefrei“.

570 Athleten aus 49 Ländern

Insgesamt nehmen rund 570 Athleten aus 49 Nationen, darunter auch etwa 30 russische Sportlerinnen und Sportler unter neutraler Flagge, teil. Erstmals dabei sind Nordkorea, Georgien und Tadschikistan. Um Medaillen gekämpft wird dabei im Para Ski alpin, Para Langlauf, Para Biathlon, Rollstuhlcurling, Para Eishockey und Para Snowboard. In den einzelnen Wettbewerben gibt es zum Teil verschiedene Kategorien je nach Behinderung. So starten die Sportler beispielsweise in den alpinen und nordischen Disziplinen in drei Kategorien: stehend, sitzend und sehbehindert.

ÖPC-Aufgebot für Paralympics 2018

Ski Alpin (10): Heike Eder, Markus Gfatterhofer, Thomas Grochar, Claudia Lösch, Gernot Morgenfurt (mit Guide Christoph Gmeiner), Nico Pajantschitsch, Roman Rabl, Markus Salcher, Simon Wallner, Martin Würz

Snowboard (2): Patrick Mayrhofer, Reinhold Schett

Ski Nordisch (1): Carina Edlinger (mit Guide Julian Edlinger)

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Publiziert am 08.03.2018

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