Cristiano Ronaldo und Marco Verratti

Reuters/Benoit Tessier

„Königliche“ wackeln nicht

Die ersten beiden Viertelfinalisten dieser Champions-League-Saison heißen Real Madrid und Liverpool. Der Titelverteidiger aus Madrid gewann nach dem 3:1-Heimsieg in der ersten Partie auch das Achtelfinal-Rückspiel am Dienstag bei Paris Saint-Germain souverän mit 2:1. Liverpool schaffte dank eines 0:0 vor eigenem Publikum gegen den FC Porto ebenfalls sicher den Aufstieg, denn das erste Duell hatte mit einem 5:0 für die „Reds“ geendet.

Einer der Matchwinner für Real in Paris war einmal mehr Cristiano Ronaldo. Der Portugiese, der schon im Hinspiel zweimal gescort hatte, erzielte in der 51. Minute per Kopf das erste Tor der Madrilenen und hat damit in allen acht Partien in dieser Königsklasse-Saison getroffen. PSG gelang durch Edinson Cavani (70.) noch der Ausgleich, ehe Casemiro (80.) für den Endstand sorgte. Ab der 66. Minute musste PSG in Unterzahl spielen, nachdem Marco Verratti die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

Real Madrid souverän im Viertelfinale

Real Madrid bleibt in der Champions League auf Kurs zum dritten Titel in Serie. Der Titelverteidiger entschied nach dem 3:1 im Hinspiel am Dienstag auch das Rückspiel gegen Paris Saint-Germain für sich.

Real hatte seinen Matchplan defensiv angelegt. Die erst kürzlich aus einer Verletzungspause zurückgekehrten Luka Modric und Toni Kroos saßen zunächst ebenso nur auf der Bank wie Gareth Bale, dafür setzte Coach Zinedine Zidane mit Casemiro und Mateo Kovacic auf zwei defensive Mittelfeldspieler vor der Viererkette. Diese Maßnahme sollte sich bezahlt machen. Paris fand ohne den verletzten Neymar keine Mittel gegen die tief stehenden Gäste und war dafür in der Defensive anfällig.

Ronaldo öffnet das Tor zum Viertelfinale

In der 18. Minute musste sich PSG-Goalie Alphonse Areola bei einem Schuss von Sergio Ramos erstmals auszeichnen. 20 Minuten später verpasste Dani Alves einen weiten Pass auf Karim Benzema - der Franzose zog allein Richtung Paris-Tor, scheiterte aber an Areola. Die Hausherren wurden erst kurz vor der Pause halbwegs gefährlich. In der 41. Minute fing Real-Keeper Keylor Navas eine von Angel di Maria auf Cavani gedachte Hereingabe ab, zwei Minuten später parierte Navas einen Schuss von Kylian Mbappe.

Cristiano Ronaldo
Reuters/Gonzalo Fuentes
Nach seinem Doppelpack im Hinspiel erzielte Cristiano Ronaldo auch im zweiten Duell mit PSG einen Treffer

Erster Aufreger nach dem Seitenwechsel war in der 50. Minute ein Kopfball von Ronaldo, der nur relativ knapp sein Ziel verfehlte. Eine Minute später jedoch schlug der 33-Jährige zu: Nach einem Fehler von Alves kam der Ball über Umwege zu Lucas Vazquez, dessen Maßflanke verwertete Ronaldo aus kurzer Distanz per Kopf. Danach mühten sich die Gastgeber vergeblich, die Wende herbeizuführen, mehr als Halbchancen wie etwa ein von Navas abgewehrter Cavani-Versuch (58.) schauten aber vorerst nicht heraus.

Pariser CL-Titelträume beendet

Spätestens nach Gelb-Rot für Verratti (66.) war es um die Hoffnungen der Pariser geschehen. Auch der etwas kuriose Ausgleich - nach einem Kopfball von Casemiro sprang der Ball von Cavanis Oberschenkel ins Tor (70.) - änderte daran nichts mehr. Für die endgültige Entscheidung sorgte Casemiro in der 80. Minute mit einem abgefälschten Schuss. Bereits 15 Minuten davor hatte Marco Asensio für Real nur die Außenstange getroffen. Auch Schüsse von Vazquez (82.) und Ronaldo (83.) landeten am Aluminium.

Damit hieß es für den aus Katar finanzierten überlegenen französischen Tabellenführer wie im Vorjahr gegen den FC Barcelona im Achtelfinale der Champions League Abschied abnehmen. Die „Königlichen“ stehen hingegen zum achten Mal in Folge in der Runde der letzten acht.

Liverpool ohne Probleme weiter

Liverpool konnte souverän das Ticket für das Viertelfinale der Champions League buchen. Nach dem 5:0-Sieg beim FC Porto reichte den „Reds“ an der heimischen Anfield Road ein 0:0.

Auch „Reds“ ohne Probleme weiter

Noch souveräner als Real buchte Liverpool das Viertelfinal-Ticket. Mit einem komfortablen 5:0-Vorsprung ausgestattet und nicht in Bestbesetzung angetreten, dominierten die Engländer an der Anfield Road gegen einen harmlosen FC Porto. Ein Torerfolg blieb den „Reds“ jedoch versagt, auch weil der Ex-Salzburger und -Leipziger Sadio Mane den Ball in der 32. Minute an die Stange setzte.

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Publiziert am 06.03.2018

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