Ski alpin

Snowboard

Ulbing, Dujmovits und Meschik überstehen Quali

Daniela Ulbing, Julia Dujmovits und Ina Meschik haben sich am Samstag bei den Olympischen Spielen für das 16er-Finale im Snowboard-Parallel-Riesentorlauf qualifiziert. Die 19-jährige Slalom-Weltmeisterin Ulbing belegte in Bokwang als beste ÖSV-Fahrerin Rang acht, Sotschi-Slalom-Olympia-Siegerin Dujmovits kam auf Platz elf, Meschik wurde 13.

Im Bewerb nicht dabei ist Claudia Riegler. Für die mittlerweile 44-Jährige kam auf dem Kurs von ÖSV-Coach Bernd Krug nach einem Sturz im ersten Qualifikationslauf das Aus. Das Finale ist für 5.30 Uhr MEZ angesetzt. Topfavoritin ist die tschechische Weltmeisterin Ester Ledecka, die auch die Quali klar dominierte. Sie könnte sich nach Gold im Super-G der alpinen Ski-Damen zur Doppel-Olympiasiegerin küren.

Schairer könnte Karriere nach Operation fortsetzen

Markus Schairer wird seine Karriere nach der gelungenen Wirbelsäulenoperation am LKH Feldkirch aller Voraussicht nach fortsetzen können. „Wir gehen davon aus, dass Markus seine Sport- und Wettkampffähigkeit wieder erreichen wird“, erklärten die behandelnden Ärzte am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz.

Der 30-jährige Schairer hat sich am Donnerstag vergangener Woche bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang bei einem Sturz im Snowboardcross den fünften Halswirbel gebrochen. Zudem wurde eine Ellbogenverletzung festgestellt. Am Samstag erfolgte der Heimflug, am Montag die Operation.

Schairer lässt Zukunft offen

Schairer zeigte sich in Hinblick auf die Operation froh und dankbar, „dass es gut gegangen ist“. Er habe keine Schmerzen, und es gehe ihm auch psychisch gut, sagte Schairer. Ob er - obwohl medizinisch möglich - noch einmal in den Wettkampfsport einsteigen wird, blieb am Freitag offen.

„Es ist viel zu früh, jetzt eine Entscheidung zu treffen“, sagte Schairer. Er werde die Rehabilitation - die Heilungszeit seiner Verletzung beträgt in etwa drei Monate - aber mit dem Ziel angehen, wieder Spitzensport zu betreiben: „Das sei der einfachste Weg, wieder fit zu werden.“

Bob

Maier im Viererbob nach erstem Lauf nur 14.

Nicht nach Wunsch ist der erste Lauf im Viererbob für Benjamin Maier verlaufen. Der Pilot des Schlitten Österreichs eins liegt mit seiner Crew Kilian Walch, Danut Ion Moldovan und Markus Sammer nach dem ersten Heat (49,10 Sek.) am Samstag im Olympic Sliding Center von Alpensia vorerst an 14. Stelle. Auf den führenden deutschen Schlitten mit Francesco Friedrich fehlen Maier schon 0,56 Sekunden.

Auf die angestrebten Top Acht ist der Rückstand aber gering, auf Platz sieben (Polen) fehlen nur sechs Hundertstelsekunden. Österreich zwei mit Markus Treichl, Ekemini Bassey, Marco Rangl und Markus Glück war weitere 63 Hundertstel langsamer und ist vorerst nur 23.

Hintergrund

Österreich in „Blech“-Wertung auf Rang drei

Der vierte Platz des heimischen Biathlon-Quartetts am Freitag war bereits das siebente ÖOC-„Blech“ im Rahmen der Olympischen Winterspiele von Pyeongchang. Damit ist Österreich zumindest in dieser Wertung weiter auf „Podestkurs“.

An der Spitze stehen zwei Tage vor Schluss Norwegen und die USA mit elf vierten Plätzen, die rot-weiß-rote Delegation liegt gleichauf mit Deutschland auf Rang drei. Biathlet Julian Eberhard schrammte mit seinen beiden vierten Plätzen (Sprint und Staffel) gleich zweimal nur um einen Rang an einer Medaille vorbei.

Norwegen stellt Medaillenrekord der USA ein

Norwegen hat bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang den bisherigen Medaillenrekord der USA egalisiert. Wie die Vereinigten Staaten 2010 in Vancouver holten norwegische Athleten bisher 37-mal Edelmetall. Erfolgreicher war noch keine Nation bei Winterspielen.

Am Samstag und Sonntag können die Norweger die alleinige Bestmarke aufstellen. Unter anderem steht für Herren und Damen jeweils ein Langlauf-Bewerb mit Massenstart an, wo Athleten aus dem skandinavischen Land zu den Mitfavoriten zählen.

Mit einer weiteren Goldmedaille, es wäre die 14. bei diesen Spielen, hätte Norwegen auch diesbezüglich den Rekord eingestellt. Als bisher einziges Land hat Kanada 2010 in Vancouver 14 Goldene bei Winterspielen gewonnen. Damals standen allerdings nur 82 Wettkämpfe auf dem Programm, in Pyeongchang sind es insgesamt 102.

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Spiele kurbeln Südkoreas Wirtschaft an

Die Olympischen Winterspiele dürften Südkoreas Wirtschaft zumindest kurzfristig ankurbeln. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im ersten Quartal wohl einen zusätzlichen Schub von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum bekommen, teilte das Präsidialamt des asiatischen Landes am Freitag mit. Dieser gehe auf Ausgaben für die Spiele und höhere Einnahmen aus dem Tourismus zurück.

Im Gesamtjahr 2018 dürfte sich der Zusatzeffekt auf rund 0,05 Prozentpunkte summieren. Südkoreas Wirtschaft kann die Extraeinnahmen aus dem Konsum und Tourismus gut gebrauchen, weil vor allem die Autoindustrie des Landes zuletzt beim Export schwächelte.

Im vierten Quartal 2017 legte die Wirtschaft insgesamt um 3,0 Prozent zum Vorjahr zu. Die Winterspiele in Pyeongchang enden am Sonntag nach rund zwei Wochen.

Programm

Einsätze der Österreicher am Samstag

Die Einsätze der Österreicher bei den 23. Olympischen Winterspielen in Pyeongchang am Samstag (Uhrzeiten in MEZ):

Ski alpin

Mixed-Teambewerb (3.00 Uhr): Stephanie Brunner, Katharina Gallhuber, Katharina Liensberger, Manuel Feller, Michael Matt, Marco Schwarz

Langlauf

Herren-Massenstart, 50 km klassisch (6.00 Uhr): Max Hauke, Bernhard Tritscher

Snowboard

Parallel-RTL Damen, Qualifikation/Finale (1.00/5.30 Uhr): Julia Dujmovits, Ina Meschik, Claudia Riegler, Daniela Ulbing

Parallel-RTL Herren, , Qualifikation/Finale (1.27/5.45 Uhr): Benjamin Karl, Sebastian Kislinger, Alexander Payer, Andreas Prommegger

Eisschnelllauf

Massenstart Herren (12.45/14.00 Uhr): Linus Heidegger

Bob

Vierer, erster und zweiter Durchgang (1.30/3.07 Uhr): Benjamin Maier/Kilian Walch/Danut Ion Moldovan/Markus Sammer; Markus Treichl/Ekemini Bassey/Marco Rangl/Markus Glück

Entscheidungen und Vorkämpfe am Samstag

Das Programm der 23. Olympischen Winterspiele in Pyeongchang am Samstag: Alle Beginnzeiten sind in MEZ angegeben, der Zeitunterschied zwischen Wien und Pyeongchang beträgt (plus) acht Stunden.

Entscheidungen

Snowboard
2.00 Uhr: Herren Big Air
5.30 Uhr: Parallel-RTL Damen und Herren

Ski alpin
3.00 Uhr: Team-Bewerb

Langlauf
6.00 Uhr: Herren Massenstart 50 km (klassisch)

Curling
7.35 Uhr: Herren-Finale Schweden - USA
12.05 Uhr: Damen: Spiel um Platz drei Großbritannien - Japan

Eisschnelllauf
12.00 Uhr: Massenstart Damen und Herren

Eishockey
13.10 Uhr: Herren: Spiel um Platz drei Tschechien - Kanada

Vorkämpfe

Snowboard
1.00 Uhr: Qualifikation Parallel-RTL Damen und Herren

Bob
1.30 Uhr: Vierer: erster und zweiter Durchgang

Eisschnelllauf

Niederländer Nuis rast zu zweitem Gold

Kjeld Nuis hat sich am Freitag im Eisoval von Gangneung zum Doppelolympiasieger im Eisschnellauf gekrönt. Der Niederländer holte bei den Winterspielen von Pyeongchang nach Gold über 1.500 m auch den Olympiasieg über 1.000 m. Nuis setzte sich dabei mit nur vier Hundertstelsekunden Vorsprung auf den Norweger Havard Lorentzen, seines Zeichens Sieger über 500 m, durch. Bronze ging zur Freude der Gastgeber an den Südkoreaner Kim Tae Yun. Österreicher war keiner am Start.

Lorentzen hatte sich angeschickt, als erster Athlet seit dem US-Amerikaner Eric Heiden im Jahr 1980 in Lake Placid Olympiagold über beide Sprint-Strecken zu holen. Der Skandinavier übernahm im letzten der 18 Paare auch die Führung, doch Nuis war noch den Hauch schneller. Auf die Schlussrunde ging der „Oranje“-Läufer mit drei Hundertstelsekunden Vorsprung und baute diesen kleinen Vorsprung noch minimal aus. Der 28-Jährige ist der dritte Sieger über 1.000 m und 1.5000 m nach Heiden 1980 und dem Kanadier Gaetan Boucher 1984.

1.000 m Herren

1. Kjeld Nuis NED 1:07,95
2. Havard Lorentzen NOR 1:07,99
3. Kim Tae Yun KOR 1:08,22
4. Joey Mantia USA 1:08,564
5. Takuro Oda JPN 1:08,568
6. Kai Verbij NED 1:08,61
7. Shani Davis USA 1:08,78
8. Nico Ihle GER 1:08,93
9. Koen Verweij NED 1:09,14
10. Mitchell Whitmore USA 1:09,17

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Curling

Schweden und Südkorea bestreiten Damen-Finale

Schweden und Gastgeber Südkorea bestreiten bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang das Curling-Finale der Frauen. Die Schwedinnen setzten sich am Freitag in der Vorschlussrunde gegen Großbritannien mit 10:5 durch, die Südkoreanerinnen schalteten Japan mit 8:7 nach einem Extra-End aus. Das Spiel um Gold findet am Sonntag statt, die Britinnen und die Japanerinnen kämpfen am Samstag um Bronze.

Schwedische Frauen-Teams holten bereits zweimal Olympiagold, für Südkorea ist es hingegen die bisher erste Curling-Medaille überhaupt. Auch für Japan wäre es bei einem Sieg im „kleinen Finale“ eine Medaillenpremiere. Die favorisierten kanadischen Frauen waren in Südkorea früh ausgeschieden und blieben erstmals seit 20 Jahren ohne Edelmetall. Sie hatten in Sotschi 2014 Gold gewonnen.

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Schweizer Männer sichern sich Platz drei

Mit einem 7:5 im Spiel um Platz drei gegen Kanada haben sich die Schweizer Curler am Freitag bei den Olympischen Spielen von Pyeongchang Olympiabronze gesichert. Die Kanadier blieben damit nach dreimal Gold in Serie erstmals ohne Edelmetall.

Auch die kanadischen Frauen waren in Südkorea früh ausgeschieden und blieben erstmals seit 20 Jahren ohne Medaille. Das Finale zwischen Schweden und den USA findet am Samstag (7.35 Uhr MEZ) statt.

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Doping

Russische Bobpilotin mit verdächtiger Probe

Bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang steht ein zweiter russischer Athlet unter Dopingverdacht. In einer Probe der Bobpilotin Nadeschda Sergejewa sei eine verbotene Substanz gefunden worden, sagte Alexander Subkow, Präsident des russischen Bob- und Skeletonverbands, der russischen Zeitung „Sport-Express“ (Onlineausgabe) am Freitag. Er machte keine Angaben, welche Substanz festgestellt worden sei. Der Verband habe mit Sergejewa gesprochen. Subkow wollte allerdings ihre Reaktion nicht wiedergeben.

Nadeschda Sergejewa

APA/AP/Michael Sohn

Die Probe sei zwei Tage vor dem Start der olympischen Rennen im Zweierbob genommen worden, sagte der frühere Bobpilot. Die 30 Jahre alte Sergejewa wurde dabei Zwölfte. Zuvor war der russische Curler Alexander Kruschelnizki des Dopings überführt worden, er verliert damit seine Bronzemedaille aus dem Mixed-Wettbewerb. Nach dem Dopingskandal von Sotschi 2014 ist in Pyeongchang nur das Team „Olympischer Athleten aus Russland“ unter neutraler Flagge am Start.

IOC-Exekutive berät am Samstag Russland-Frage

Das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) tritt an diesem Samstag von 8.30 bis 10.30 Uhr (MEZ) zusammen. Wichtigster Punkt bei dem Treffen in Pyeongchang wird die Frage sein, ob die Suspendierung des Nationalen Olympischen Komitees Russlands (ROK) aufgehoben wird und russische Athleten hinter ihrer Fahne am Sonntag zur Schlussfeier der Olympischen Winterspiele einlaufen dürfen.

Wann die Entscheidung des Exekutivkomitees bekanntgegeben wird, teilte das IOC noch nicht mit. Am Sonntag von 1.00 bis 3.00 Uhr (MEZ) tritt die IOC-Session zusammen. Möglicherweise diskutiert diese Vollversammlung noch die Beschlüsse des Exekutivkomitees. Für 4.00 Uhr (MEZ) ist eine Pressekonferenz mit IOC-Präsident Thomas Bach geplant. IOC-Sprecher Mark Adams betonte, dass die Sanktionen gegen Russland aufrechterhalten, aber auch ganz oder teilweise aufgehoben werden können.

Chronik

Oberer Abfahrtsteil soll wieder aufgeforstet werden

Um die Speedstrecke für die alpinen Skibewerbe in Jeongseon hatte es vor Beginn der Spiele langwierige Diskussionen gegeben. Umweltschützer hatten lange gegen den Bau in einem geschützten Gebiet protestiert, in dem Tausende von Bäumen in einem als heilig angesehenen Wald abgeholzt wurden. Nun soll zumindest der obere Teil des Berges aufgeforstet werden.

Das kündigte die Sprecherin des Organisationskomitees am Freitag an. Für die Eisschnelllauf- und eine der beiden Eishockey-Hallen gibt es bisher keine konkreten Pläne für die weitere Nutzung. Die Wohnungen in den beiden Athletendörfern sowie im Mediendorf seien alle verkauft.

Abseits von Olympia

Erste Liga: Innsbruck schließt zur Spitze auf

Die Tabellenspitze in der Sky Go Erste Liga ist zum Auftakt der Frühjahrssaison weiter zusammengerückt. Wacker Innsbruck schloss am Freitag mit einem Auswärtssieg gegen Hartberg auf Leader Ried punktemäßig auf und ist neuer Zweiter.

Die Innviertler waren daheim gegen den FAC nicht über ein Remis hinausgekommen. Wiener Neustadt musste sich in Lustenau durch ein Last-Minute-Elfmetertor geschlagen geben und rutschte auf Rang drei ab.

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Europa League: Vorfreude auf „besonderes“ Duell

Borussia Dortmund hat sich mit einigen Mühen für das Achtelfinale der Europa League qualifiziert. Genau darin liegt die Hoffnung Salzburgs, auch gegen den Club von Trainer Peter Stöger erfolgreich sein zu können.

Während sich Stöger „besonders“ darauf freut, gegen ein Team aus seiner Heimat anzutreten und gleichzeitig vor den „Bullen“ warnte, fiebern auch die Salzburger dem Duell mit einem deutschen Topclub entgegen. „Das wird ein Riesenspaß“, meinte Trainer Marco Rose.

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