Buntes

Futuristische Maskottchen für Tokio 2020

Zwei futuristische Wesen mit großen Kulleraugen sind die Maskottchen für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Das an japanische Manga-Comics erinnernde Pärchen wurde von Schulkindern des Landes ausgewählt. 200.000 Klassen an rund 16.000 Schulen konnten aus drei Kandidatenentwürfen auswählen, wobei jede Klasse eine Stimme hatte.

Das im Karomuster ähnlich dem des Tokioter Olympialogos gekleidete Siegerpärchen - eines in Dunkelblau-Weiß und eines in Rosa-Weiß für die Paralympics - erhielt 109.041 Stimmen, wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten. Sie verbänden Tradition und Innovation. Ihre Namen werden erst bekanntgegeben.

Ryo Taniguchi

APA/AP/Eugene Hoshiko

Indem man Schulkindern bei dem Auswahlprozess das Sagen gab, wollten die Organisatoren zum einen Vorfreude bei der Jugend des Landes auf die Olympischen Spiele wecken. Zum anderen wollte man sicherstellen, dass alles transparent zugeht. Wegen Plagiatsvorwürfen hatte ein neues Logo ausgewählt werden müssen. Designer der siegreichen Maskottchen ist der Japaner Ryo Taniguchi. Die Olympischen Spiele in der japanischen Hauptstadt finden von 24. Juli bis 9. August 2020 statt.

Medien

5,3 Mio. Zuschauer bei Olympia via ORF dabei

Insgesamt 5,291 Millionen haben die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang via ORF eins und ORF Sport + vor dem Fernsehgeräten miterlebt. Das entspricht rund 71 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung ab zwölf Jahren.

Groß war das Interesse auch an der Berichterstattung des ORF.at-Netzwerks. Gemeinsam kamen alle Web- und App-Angebote auf rund 110 Millionen Pageimpressions, die Streaming-Angebote erzielten insgesamt 8,9 Millionen Zugriffe. Topwerte erreichte auch der Teletext mit insgesamt 39,6 Millionen Seitenaufrufen.

Skeleton-Ass Flock mit höchster Reichweite

Da die Übertragungszeiten der Alpinen in den Nacht- bzw. frühen Morgenstunden lagen, sicherte sich diesmal der vierte und entscheidende Skeletonbewerb der Damen mit Janine Flock mit 736.000 Zuschauern am 17. Februar die höchste Reichweite.

Dahinter folgen weitere Bewerbe mit Übertragungszeiten zur Mittagszeit. Auf Platz zwei bzw. drei landeten der Skisprungbewerb der Herren von der Großschanze am 17. Februar (667.000 Zuchauern) und die Siegerehrung von Marcel Hirscher am 18. Februar nach seinem Triumph im Riesentorlauf (636.000 Zuschauer).

Chronik

Kreml nennt russisches Abschneiden „erfolgreich“

Der Kreml sieht das Abschneiden der russischen Sportler bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang trotz der Sperren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) als Erfolg. „Für den russischen Sport sind Medaillen immer noch der wichtigste Gradmesser, und der Zahl der errungenen Medaillen nach kann man das Auftreten erfolgreich nennen“, sagte Kremlsprecher Dimitri Peskow am Montag in Moskau.

Die Olympischen Athleten aus Russland haben bei den am Sonntag beendeten Spielen in Südkorea zweimal Gold, sechsmal Silber und neunmal Bronze gewonnen. Das bedeutete im Medaillenspiegel nur Platz 13 nach dem ersten Rang bei den Heimspielen 2014 in Sotschi.

Flaggenverbot nur Nebensache

Die Unterstützung der Bürger für die Sportler sei wichtiger als die Tatsache, dass Russland bei der Schlussfeier seine Flagge nicht habe nutzen dürfen, sagte Peskow zudem. „Sie wissen, auf welche Resonanz in unserem Land die Goldmedaillen für unsere Sportler gestoßen sind, diese nationale Begeisterung, deren wir Zeuge waren“, sagte er der Agentur Interfax zufolge. "Das ist entscheidend, das hat Priorität. Die Siege im Eiskunstlauf der Damen und zuletzt im Eishockey hatten in Russland Jubelstürme ausgelöst.

Wegen der Dopingmanipulationen in Sotschi hatte das IOC Russland als Sportnation für Pyeongchang ausgeschlossen und nur einzelne Athleten eingeladen. Diese mussten ohne eigene Hymne und Fahne antreten. Wegen zweier neuer Dopingfälle im russischen Team wurde die Sperre nicht wie erwartet zur Schlussfeier aufgehoben.

Russische Spione hackten laut Zeitung Computer

Russische Militärspione haben laut einem Bericht der „Washington Post“ Hunderte Computer von Organisatoren der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang gehackt und versucht, eine falsche Spur nach Nordkorea zu legen. Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU hätten Anfang Februar rund 300 Computer der Olympiaveranstalter gehackt, berichtete die Zeitung am Sonntag.

Als Folge des Hackerangriffs hätten viele Gäste ihre Tickets für die Eröffnungsfeier nicht ausdrucken können, zahlreiche Sitze im Stadion blieben leer. Südkorea hatte bereits direkt nach der Eröffnungsfeier am 9. Februar vom Ausfall zahlreicher Websites und Übertragungssysteme im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen berichtet und Ermittlungen eingeleitet.

Wie die „Washington Post“ berichtete, hackten russische Experten die Computer der Organisatoren und spielten eine Schadsoftware auf, mit deren Hilfe sie Daten abfischen und das Netzwerk lahmlegen konnten. Bei ihrem Cyberangriff hätten die Russen einen nordkoreanischen Internetprovider genutzt, um es so aussehen zu lassen, als stecke Nordkorea hinter der Aktion.

IOC verleiht Organisatoren Olympischen Orden

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Organisatoren der Winterspiele von Pyeongchang mit dem Olympischen Orden in Gold ausgezeichnet. „Großer Erfolg ist immer das Ergebnis von großartiger Teamarbeit“, so IOC-Präsident Thomas Bach bei einem Dankeschön-Frühstück am Montagvormittag, bei dem er OK-Chef Lee Hee Beom und weitere Führungskräfte auszeichnete.

Die Schwedin Gunilla Lindberg, Vorsitzende der IOC-Koordinierungskommission, sagte: „Pyeongchang bleibt für immer im Gedächtnis wegen der ausgezeichneten sportlichen Leistungen und der Mischung aus Effektivität und Freundlichkeit.“ Der Orden wird seit 1975 an Persönlichkeiten vergeben, die sich besonders um den olympischen Sport verdient gemacht haben.

Hintergrund

Norwegen auch in „Blech“-Wertung voran

Norwegen hat nicht nur die Nationenwertung der XXIII. Olympischen Winterspiele in Pyeongchang mit dem Rekord von 39 Medaillen (bisher 37: USA 2010) gewonnen, sondern gemeinsam mit dem US-Team auch das „Blech“-Ranking. Jeweils zwölf vierte Plätze mussten die beiden Großmächte im Wintersport zur Kenntnis nehmen.

Auf dem geteilten dritten Platz folgt Österreich mit sieben „Ledernen“ gemeinsam mit Deutschland, Kanada und den Olympischen Athleten von Russland (OAR).

Dazjuk steigt in „Triple Gold Club“ auf

Pawel Dazjuk, Kapitän der siegreichen Mannschaft der Olympischen Athleten aus Russland, ist nach dem Triumph in Pyeongchang als 28. Mitglied in den „Triple Gold Club“ im Eishockey aufgestiegen. Der 39-jährige Stürmer erfüllte mit Olympiagold das letzte fehlende Kriterium.

Dazjuk gewann davor 2002 und 2008 mit den Detroit Red Wings in der National Hockey League (NHL) den Stanley Cup und krönte sich mit Russland 2012 zum Weltmeister.

Paralympics

Auch nordkoreanische Sportler dabei

Nach der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang will Nordkorea in der nächsten Woche auch Sportler zu den Paralympics nach Südkorea entsenden.

Eine Delegation des Nationalen Paralympischen Komitees und die Athleten würden am Mittwoch nächster Woche auf dem Landweg über die innerkoreanische Grenze einreisen, gab das Vereinigungsministerium in Seoul am Dienstag bekannt.

Dieser Mitteilung waren Arbeitsgespräche zwischen beiden Ländern im Grenzort Panmunjom vorangegangen. Auf Nordkoreas Beteiligung bei Olympia und den Paralympics, die vom 9. bis zum 18. März ebenfalls in Pyeongchang stattfinden, hatten sich beide Länder bereits im Jänner geeinigt.

Entspannung nach langer Funkstille

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte daraufhin Anfang Februar das nationale Komitee Nordkoreas offiziell eingeladen und zunächst Startplätze für zwei nordische Skisportler angeboten. Es wäre das erste Mal, dass Nordkorea bei Winter-Paralympics mitmachen würde.

Süd- und Nordkorea hatten sich seit Anfang des Jahres nach langer Funkstille wieder langsam angenähert. Bei den Olympischen Winterspielen war Nordkorea mit 22 Athleten dabei, darunter auch zwölf Eishockey-Spielerinnen für das vereinte Team Korea. Zudem schickte Machthaber Kim Jong Un zur Eröffnungs- und Schlussfeier hochrangige Delegationen sowie für das Rahmenprogramm ein großes Orchester und eine Taekwondo-Showtruppe nach Südkorea.

30 russische Athleten in Pyeongchang zugelassen

30 russische Athleten werden bei den Paralympics vom 9. bis 18. März in Pyeongchang am Start sein. Das gab das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Montag bekannt und veröffentliche eine Liste der Namen. Wie bei den Olympischen Spielen, die am Sonntag in Südkorea endeten, ist das Nationale Komitee Russlands ausgeschlossen worden.

Die 30 Athleten, davon fünf Guides starten unter paralympischer Flagge auf spezielle Einladung. Bei den vorherigen Winter-Paralympics in Sotschi waren noch 69 russische Athleten am Start. In Pyeongchang sind zehn Russen in den alpinen Disziplinen dabei, zwölf in den nordischen, drei im Snowboard und fünf im Curling.

Das IPC rechnet mit weiteren Anträgen von Russen, die auf einen Start in Südkorea hoffen. Die 30 bisher eingeladenen Athleten erfüllten laut IPC die Qualifikationskriterien und haben sich in den vergangenen sechs Monaten mindestens zwei offiziellen Dopingtests unterzogen.