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Ziel Top 30 verfehlt

Österreichs drei Olympiadebütanten im Sprint der Langläufer sind am Dienstag in Alpensia bereits in der Qualifikation ausgeschieden. Sowohl Dominik Baldauf und Luis Stadlober bei den Herren als auch Lisa Unterweger bei den Damen verpassten in der klassischen Technik den Aufstieg ins Viertelfinale der Top 30.

Am knappsten scheiterte Baldauf, der für die 1,4 Kilometer 3:18,54 Minuten benötigte und damit Rang 35 belegte und exakt zehn Sekunden langsamer war als der finnische Qualisieger Ristomatti Hakola. Zur erfolgreichen Qualifikation hätte der 25-jährige Vorarlberger 0,85 Sekunden schneller sein müssen. Er fand keine Erklärung für das Aus. An den Ski sei es jedenfalls nicht gelegen, sagte Baldauf. „Bitter, dass das gerade bei Olympia passiert.“

Dominik Baldauf

APA/AFP/Franck Fife

Dominik Baldauf verfehlte den Aufstieg um weniger als eine Sekunde

Stadlober, der 26-jährige Bruder der Skiathlon-Siebenten Teresa Stadlober, fehlten als 54. unter 80 Startern 5,32 Sekunden zum erhofften Einzug ins Viertelfinale. „Enttäuschend, dass es so schlecht gelaufen ist“ meinte der Salzburger.

Kräfteraubender Anstieg

Unterweger kam über die 1,25 Kilometer in 3:34,29 Minuten nur auf den 50. Platz unter 68 Teilnehmerinnen. Der Rückstand der 23-jährigen Steirerin auf die Bestzeit betrug 25,55 Sekunden, die Qualifikation verpasste sie um 10,27 Sekunden. Sie musste der schwierigen Strecke Tribut zollen. „Das Ziel war unter die Top 30 zu kommen, aber mir ist im zweiten Anstieg die Kraft ausgegangen“, sagte die 23-Jährige zu jenem sehr steilen Abschnitt, den auch die Besten außerhalb der Spur im Grätschschritt bewältigten.

Favoritensiege durch Kläbo und Nilsson

Die Siege gingen an die Favoriten, den Norweger Johannes Hösflot Kläbo und die Schwedin Stina Nilsson. Kläbo, der mit 21 Jahren und 114 Tagen der jüngste Langlauf-Olympiasieger aller Zeiten ist, gewann im Finale vor dem Italiener Federico Pellegrino, der sich im Fotofinish gegen den Russen Alexander Bolschunow die Silbermedaille sicherte.

Nilsson setzte sich im Finale kurz vor dem Ziel von ihren Konkurrentinnen ab. Den Sprint um Silber entschied die Norwegerin Maiken Caspersen Falla gegen die Russin Julia Belorukowa für sich.

Kläbo auf dem Weg zum Sprint-Sieg

Mit einem kraftvollen Antritt beim Anstieg lässt Johannes Hösflot Kläbo die Konkurrenz gnadenlos stehen.

Der erst 21-jährige Weltcup-Spitzenreiter Kläbo hat alle drei Sprint-Rennen der Saison im klassischen Stil gewonnen und holte nun in Südkorea seinen ersten großen Titel nach WM-Bronze in Lahti. Der neue Langlauf-Star Norwegens, Nachfolger von Petter Northug, setzte sich bei Schneefall und Wind ohne Mütze laufend im zweiten und letzten Anstieg mit einem explosiven Antritt entscheidend ab. Das gelang auch der 24-jährigen Nilsson. Nach Bronze im Team-Sprint 2014 und viermal WM-Silber gewann sie ihre erste Goldmedaille.

Sprint Herren (1,4 km klassisch)

1. Johannes Hösflot Kläbo NOR 3:05,75
2. Federico Pellegrino ITA + 1,34
3. Alexander Bolschunow OAR 1,36
4. Pal Golberg NOR 3,81
5. Oskar Svensson SWE 7,73
6. Ristomatti Hakola FIN 20,72
In der Qualifikation out:
35. Dominik Baldauf AUT
54. Luis Stadlober AUT

Sprint Damen (1,25 km klassisch)

1. Stina Nilsson SWE 3:03,84
2. Maiken Caspersen Falla NOR + 3,03
3. Julia Belorukowa OAR 3,37
4. Natalia Neprjaewa OAR 9,14
5. Hanna Falk SWE 11,16
6. Jessica Diggins USA 11,23
In der Qualifikation out:
50. Lisa Unterweger AUT

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