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Britin siegt mit EM-Rekord

Mit der besten Leistung einer Siebenkämpferin in der EM-Geschichte hat die Britin Jessica Ennis das Titelrennen in Barcelona gemacht. Die amtierende Weltmeisterin erreichte 6.823 Punkte und verwies die Ukrainerin Natalija Dobrynska (6.778) und die Deutsche Jennifer Oeser (6.683) auf die Plätze.

Neben Sprinter Christophe Lemaitre (100 m, 200 m) gibt es seit Samstag einen zweiten Doppeleuropameister von Barcelona. Der Brite Mo Farah setzte sich nach den 10.000 m auch über die 5.000 m durch, es war das erste Bahn-Langstrecken-Double bei einer EM seit dem Italiener Salvatore Antibo 1990 in Split. In 13:31,18 Minuten verwies der in Somalia geborene 27-Jährige den Spanier Jesus Espana (13:33,12) auf Silber.

Den bisher emotionalsten EM-Jubel zeigte nach ihrem 100-m-Hürdensieg die Türkin Nevin Yanit, die mit Landesrekord von 12,63 Sekunden die Überraschung schaffte. Für die Türkei war es das zweite Gold nach der gebürtigen Äthiopierin Elvan Abeylegesse über 10.000 m. Auf den Plätzen landeten die Irin Derval O’Rourke (12,65) und die Deutsche Carolin Nytra (12,68).

Britischer Doppelsieg über 400 m Hürden

In den weiteren Bahn-Entscheidungen sah man über 400 m Hürden einen souveränen David Greene, der mit 48,12 Sekunden seinen britischen Landsmann Rhys Williams auf Platz zwei verwies (48,96), sowie einen polnischen Erfolg über 800 m durch Marcin Lewandowski (1:47,07 Min.) vor dem Briten Michael Rimmer (1:47,17). Über 200 m bei den Frauen triumphierte die Russin Myriam Soumare in 22,32 Sekunden vor der Ukrainerin Jelisaweta Bryschina (22,44).

Premiere im Stabhochsprung

Vier Entscheidungen in den technischen Bewerben standen am vorletzten EM-Tag auf dem Programm. Im Kugelstoßen setzte sich das weißrussische 140-kg-„Bröckerl“ Andrej Michnewitsch mit 21,01 m mit einem Zentimeter Vorsprung auf den Polen Tomasz Majewski (21,00) durch. Dreisprung-Europameisterin wurde die favorisierte Ukrainerin Olga Saladuha mit 14,81 m vor Simona La Mantia aus Italien (14,56).

Attraktiv war der Stabhochsprung dank eines begeisternden Renaud Lavillenie, der als erster Franzose in der 76-jährigen EM-Geschichte Gold in dieser Disziplin errang. Der 23-jährige, nur 1,77 m große WM-Dritte von Berlin überquerte 5,85 m und scheiterte knapp an 6,02 m. Als Sieger vor dem Ukrainer Maxim Masuryk (5,80) war er bereits festgestanden. Im Speerwurf hielt der Norweger Andreas Thorkildsen mit 88,37 m dem Ansturm des Deutschen Matthias de Zordo (87,81) stand und verteidigte seinen Titel erfolgreich.

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Publiziert am 01.08.2010