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„Für Aris spricht die Spielstärke“

Griechenland-Legionär Michael Gspurning erwartet im Play-off der Europa League zwischen Aris Saloniki und der Wiener Austria ein enges Duell. „Die Chancen stehen klassisch 50:50. Für Aris spricht die Spielstärke, für die Austria das starke Kollektiv“, sagte der 29-jährige ÖFB-Teamtormann, der seit 2007 in der griechischen Super League für Xanthi spielt.

„Viel wird davon abhängen, wie sich die Austria in Griechenland präsentiert“, erklärte Gspurning vor dem Hinspiel in Nordgriechenland am Dienstag (18.00 Uhr, live in ORF1). Das Rückspiel steigt am 26. August im Wiener Horr-Stadion. „Enges Stadion, super Stimmung“, beschrieb Gspurning kurz und prägnant die Heimstätte der Gelb-Schwarzen, die Kleanthis-Vikelidis-Stadion heißt und rund 20.000 Zuschauer fasst.

Coach als Prunkstück des Teams

Prunkstück des Teams ist Chefcoach Hector Cuper. „Ein echter Weltklassetrainer“, so Gspurning über den 54-jährigen Argentinier, der in seiner Karriere bereits Teams wie Valencia, Mallorca, Parma, Betis Sevilla und Inter Mailand trainiert hat. Die Schlüsselspieler des Clubs sind Goalie Michalis Sifakis, Verteidiger Neto (BRA), die Mittelfeldspieler Athanassios Prittas, Mehdi Nafti (TUN) und Toni Calvo (ESP) sowie im Angriff Danijel Cesarec (CRO) und Koke (ESP).

Gspurning sieht im starken Gefälle der griechischen Liga Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus („Die können in Europa mitspielen“) sowie aktuell auch PAOK Saloniki als die drei stärksten Kräfte. „Danach kommen aber schon Aris und AEK Athen“, betonte der Steirer, der in der vergangenen Saison mit Xanthi nur knapp dem Abstieg entronnen war.

Größten Erfolge sind lange her

Die Liga startet am letzten August-Wochenende, die bisher einzigen beiden Pflichtspiele hat Aris in der dritten Qualirunde der Europa League gegen den polnischen Vertreter Jagiellonia Bialystok (2:1 auswärts, 2:2 daheim) bestritten.

Die größeren Erfolge von Aris sind lange her. Die drei Meistertitel wurden 1928, 1932 und 1946 eingefahren, 1980 war man zuletzt Vizemeister gewesen. Der einzige Cupsieg gelang 1970, in der vergangenen Saison verlor man zum bereits achten Mal in der Clubgeschichte das Cupfinale (0:1 gegen Double-Gewinner Panathinaikos Athen).

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Publiziert am 17.08.2010