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Sprint-Star auch Topverdiener
„Puma war schon an meiner Seite, bevor irgendjemand sonst wusste, was ich leisten kann“, sagte der Jamaikaner. Der deutsche Sportartikelhersteller hatte den heute 24-jährigen Bolt schon vor acht Jahren unter Vertrag genommen. Der neue Kontrakt ist bis 2013 datiert.
Eine globale Werbefigur zu sein, ist dem Olympiasieger, Weltmeister und Weltrekordler über 100 m und 200 m allerdings nicht so wichtig, wie eine „Legende“ seines Sports zu werden. „Die Leichtathletik ist mein Job. Und natürlich ist es mein Ziel, damit so viel wie möglich zu verdienen“, sagte Bolt der Nachrichtenagentur dpa. „Eine Legende oder so bekannt wie ein Michael Jordan kann ich aber nur auf der Bahn werden. Daher sind das zwei verschiedene Dinge für mich.“
„Eine Ikone des Weltsports“
Puma möchte Bolt zur zentralen Figur seiner Kampagne rund um die Olympischen Spiele 2012 in London machen. „Er ist eine Ikone des Weltsports“, sagte Firmenchef Jochen Zeitz. „Seine Leistungen und seine Performance sind eine Sensation. Er strahlt Spaß und Lockerheit aus, das bewegt die Massen.“
Das Unternehmen aus Herzogenaurach möchte nicht nur Sportschuhe verkaufen, sondern auch einen Lifestyle, und niemand transportiert diese Botschaft besser als Bolt. Der scherzt und flirtet bei jeder Gelegenheit mit dem Publikum. Nach seinem 200-m-Weltrekord bei der WM 2009 in Berlin sangen ihm über 40.000 Zuschauer ein Geburtstagsständchen.
AP/David J. PhillipUsain Bolt begeisterte die Fans bei der WM 2009 in Berlin.Diese Kombination aus Erfolg und Unterhaltung ist Puma noch mehr wert als die rund 7,5 Millionen Dollar, die die russische Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa als bisher bestverdienende Leichtathletin pro Jahr von ihrem Ausrüster Li Ning bekommt.
Comeback erst im Jahr 2011
In den kommenden beiden Jahren möchte Bolt seine Titel bei den nächsten Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen verteidigen. „Mein Ziel ist es, zurückzukommen, Titel zu gewinnen und so gut vorbereitet zu sein wie Tyson Gay“, sagte er.
Gegen den US-Amerikaner hatte Bolt am 6. August in Stockholm sein erstes Rennen seit über zwei Jahren verloren. Vier Tage später beendete er seine Saison vorzeitig wegen Rückenproblemen. „Ich mache zurzeit absolut gar nichts, auch um meinen Rücken nicht zu belasten“, sagte er. Bolt ist nach Jamaika zurückgekehrt, um sich auszukurieren.
Sorgen machen ihm die Beschwerden nicht mit Blick auf das WM-Jahr 2011. Aber sie hätten ihm noch einmal gezeigt: „Meine Karriere dauert nicht ewig. Man weiß nie, was passiert.“ Immerhin ist Bolt seit Dienstag besser abgesichert als je ein Leichtathlet zuvor.
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Publiziert am 25.08.2010