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Hamilton holt im Regen Platz zwei
Dahinter folgten der britische WM-Zweite Lewis Hamilton (McLaren) und der Pole Robert Kubica (Renault). Webbers Teamkollege Sebastian Vettel landete auf Rang vier. Das war das schlechteste Qualifying-Ergebnis des Deutschen in der laufenden Saison. WM-Mitfavorit Fernando Alonso aus Spanien kam in seinem Ferrari nur auf den zehnten Platz. Der Start zum Rennen erfolgt am Sonntag (14.00 Uhr, live in ORF1).
Qualifying beginnt und endet mit Regen
Das launische Ardennen-Wetter erschwerte den Fahrern ihre Arbeit, das Qualifying begann und endete mit Regen. „Dusche auf, Dusche zu, so war das heute die ganze Zeit“, beschrieb Webber sehr treffend die ständig wechselnden Wetterbedingungen. In der ersten Session drehten sich die Piloten reihenweise und rutschten von der Strecke.
Gleich zu Beginn leistete sich Witali Petrow in seinem Renault einen Anfängerfehler, der Russe rutschte gegen die Streckenbegrenzung und musste zu Fuß an die Box zurückkehren. Wegen der Bergung seines Boliden war die Qualifikation für sechs Minuten unterbrochen. Einzig die zweite Session ging trocken über die Bühne.
In der Schlussphase der dritten Session begünstigte der wieder einsetzende Niederschlag den in Führung liegenden australischen Red-Bull-Piloten, da keine schnelle Zeit mehr möglich war. Nur Hamilton kam auf nasser Strecke noch annähernd an die Bestzeit heran. Der McLaren-Pilot erzielte seine schnellste Runde als der Regen bereits eingesetzt hatte.
„Der Regen hat mir in die Karten gespielt“
„Ich wusste, dass die erste Runde sehr wichtig sein wird, da das Wetter hier nicht vorhersagbar ist“, sagte Webber, der am Freitag seinen 34. Geburtstag gefeiert hatte, über seine fünfte Poleposition in dieser Saison. „Was wir hier diesmal erlebt haben, ist aber auch für Spa einzigartig, so rasch wie das Wetter gewechselt hat. Ich habe das Auto gleich zu Beginn am Limit gefahren, aber nicht gedacht, dass meine Zeit halten wird. Dann hat mir der Regen in die Karten gespielt. An so einem Tag hätte die Sache auch schiefgehen können, wie etwa bei Fernando“, meinte der Australier, der zum insgesamt sechsten Mal vom ersten Startplatz aus in ein Rennen geht.
AP/Yves LoggheWebber freut sich über seine fünfte Poleposition in dieser Saison.Im Gegensatz zu vielen anderen Formel-1-Rennen ist die Pole in Spa-Francorchamps allerdings keinesfalls eine Garantie für den Sieg. In nur 13 von 43 Belgien-Grands-Prix startete der spätere Sieger vom ersten Startplatz aus.
„Webber hat einen tollen Job gemacht“
Lob für seine Leistung erntete Pilot Webber von seinem Konkurrenten Hamilton, seinem ersten Verfolger in der WM-Fahrerwertung. „Er hat einen tollen Job gemacht, weil es ein echt schwieriges Qualifying war. Bei meiner schnellsten Runde habe ich wegen des Regens in der ersten Kurve viel Zeit verloren. Ich werde das Rennen aggressiv, aber auch vorsichtig angehen, denn wir sind in einer guten Position, hier wichtige Punkte zu machen“, sagte der McLaren-Pilot, der in Kanada als bisher einziger Nicht-Red-Bull-Fahrer im Qualifying auf Platz eins gefahren war.
Vettel will nach dem für seine Verhältnisse enttäuschenden vierten Platz nun im Rennen voll angreifen: „Im Qualifying muss man immer Risiko gehen. Meistens geht es gut, heute vielleicht nicht ganz. In der entscheidenden Phase war es dann leider schon ein wenig zu nass. Die Bestzeit von Webber wäre sicher möglich gewesen. Aber das Auto ist schnell und bei den Bedingungen ist im Rennen sicher noch alles drinnen“, sagte der Deutsche, der zuletzt viermal in Folge Qualischnellster war.
Weitere Enttäuschung für Mercedes
Für Mercedes setzte es eine weitere Enttäuschung. Rekordweltmeister Michael Schumacher kehrte als Elfter an die Box zurück, zudem muss der 41-Jährige wegen seines Rüpelmanövers gegen Rubens Barrichello in Ungarn zehn Plätze weiter hinten vom 21. Startplatz ins Rennen gehen. Auch sein Teamkollege Nico Rosberg scheiterte bereits in der zweiten Session und wurde Zwölfter. Rosberg muss außerdem wegen eines Getriebewechsels fünf Plätze weiter hinten starten, was - alle weiteren Rückversetzungen berücksichtigt - Position 14 bedeutete.
„Das ist keine gute Ausgangsbasis - aber wir wissen ja, dass in Spa bei der Wetterlotterie alles möglich ist“, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Auch seine beiden Fahrer hoffen am Sonntag auf Regen. „Die Wetterkapriolen müssen zum richtigen Zeitpunkt stattfinden“, sagte der sechsfache Spa-Sieger Schumacher.
Mit Timo Glock fasste auch noch ein dritter deutscher Pilot eine Strafe aus. Der Virgin-Pilot wurde von den Rennkommissaren für ein Blockade-Manöver bestraft. Glock habe im Qualifying den Japaner Sakon Yamamoto (Hispania) regelwidrig behindert, urteilten die Stewards. Daher muss er fünf Plätze weiter hinten vom 20. Startplatz ins Rennen gehen, der Qualifying-17. hätte nach den Rückversetzungen von Schumacher und Rosberg ursprünglich von Rang 15 starten dürfen.
Am Abend wurde auch noch der Schweizer Sebastian Buemi wegen einer Behinderung von Rosberg im Qualifying um drei Plätze zurückgereiht, der Toro-Rosso-Pilot nimmt das Rennen nun vom 16. Startplatz aus in Angriff.
Qualifying für den GP von Belgien
| Ränge eins bis zehn | ||||
| 1. | Mark Webber | AUS | Red Bull | 1:45,778 |
| 2. | Lewis Hamilton | GBR | McLaren | 1:45,863 |
| 3. | Robert Kubica | POL | Renault | 1:46,100 |
| 4. | Sebastian Vettel | GER | Red Bull | 1:46,127 |
| 5. | Jenson Button | GBR | McLaren | 1:46,206 |
| 6. | Felipe Massa | BRA | Ferrari | 1:46,314 |
| 7. | Rubens Barrichello | BRA | Williams | 1:46,602 |
| 8. | Adrian Sutil | GER | Force India | 1:46,659 |
| 9. | Nico Hülkenberg | GER | Williams | 1:47,053 |
| 10. | Fernando Alonso | ESP | Ferrari | 1:47,441 |
| Ränge elf bis 17 | ||||
| 11. | Michael Schumacher * | GER | Mercedes | 1:47,874 |
| 12. | Nico Rosberg ** | GER | Mercedes | 1:47,885 |
| 13. | Jaime Alguersuari | ESP | Toro Rosso | 1:48,267 |
| 14. | Vitantonio Liuzzi | ITA | Force India | 1:48,680 |
| 15. | Sebastien Buemi *** | SUI | Toro Rosso | 1:49,209 |
| 16. | Heikki Kovalainen | FIN | Lotus | 1:50,980 |
| 17. | Timo Glock **** | GER | Virgin | 1:52,049 |
| Ränge 18 bis 24 | ||||
| 18. | Jarno Trulli | ITA | Lotus | 2:01,491 |
| 19. | Kamui Kobayashi | JPN | Sauber | 2:02,284 |
| 20. | Bruno Senna | BRA | Hispania | 2:03,613 |
| 21. | Sakon Yamamoto | JPN | Hispania | 2:03,941 |
| 22. | Pedro de la Rosa | ESP | Sauber | 2:05,294 |
| 23. | Lucas di Grassi | BRA | Virgin | 2:18,754 |
| 24. | Witali Petrow | RUS | Renault | keine Zeit |
Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps
| Startaufstellung | ||||
| 1. | Mark Webber | AUS | Red Bull | |
| 2. | Lewis Hamilton | GBR | McLaren | |
| 3. | Robert Kubica | POL | Renault | |
| 4. | Sebastian Vettel | GER | Red Bull | |
| 5. | Jenson Button | GBR | McLaren | |
| 6. | Felipe Massa | BRA | Ferrari | |
| 7. | Rubens Barrichello | BRA | Williams | |
| 8. | Adrian Sutil | GER | Force India | |
| 9. | Nico Hülkenberg | GER | Williams | |
| 10. | Fernando Alonso | ESP | Ferrari | |
| 11. | Jaime Alguersuari | ESP | Toro Rosso | |
| 12. | Vitantonio Liuzzi | ITA | Force India | |
| 13. | Heikki Kovalainen | FIN | Lotus | |
| 14. | Nico Rosberg | GER | Mercedes | |
| 15. | Jarno Trulli | ITA | Lotus | |
| 16. | Sebastien Buemi | SUI | Toro Rosso | |
| 17. | Kamui Kobayashi | JPN | Sauber | |
| 18. | Bruno Senna | BRA | Hispania | |
| 19. | Sakon Yamamoto | JPN | Hispania | |
| 20. | Timo Glock | GER | Virgin | |
| 21. | Michael Schumacher | GER | Mercedes | |
| 22. | Lucas di Grassi | BRA | Virgin | |
| 23. | Witali Petrow | RUS | Renault | |
| 24. | Pedro de la Rosa | ESP | Sauber | |
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Publiziert am 29.08.2010