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Formkurve zeigt nach oben
Im Gegensatz zu seinen beiden ersten Partien, für die er alleine 6:50 Stunden gebraucht hatte, präsentierte sich Melzer diesmal von der Grundlinie sehr aggressiv und dominierte die Partie gegen den Spanier mit präzisen Schlägen. Als Belohnung für die bisher beste Leistung beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres wartet im Achtelfinale nun der Schweizer Roger Federer. Der fünffache US-Open-Sieger hatte gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu beim 6:4 6:3 6:3 ebenfalls keine Probleme.
„Ich habe wirklich vom ersten Punkt weg ordentliches Tennis gespielt. Ich war immer rechtzeitig am Ball, habe die Bälle früh getroffen und ihn nicht spielen lassen, sondern selbst gespielt“, freute sich Melzer über seinen ersten Einzug in die Runde der letzten 16.
AP/Paul J. BereswillVor allem von der Vorhand zeigte Melzer einige beeindruckende Schläge.Von Beginn an überlegen
Um gegen den Schweizer, der Melzer im Wimbledon-Achtelfinale besiegt hatte, eine Chance zu haben, muss der Österreicher aber mindestens ebenso sicher auftreten wie von Beginn weg gegen Ferrero. „Ich muss auf alle Fälle besser gegen ihn spielen als in Wimbledon. Ich habe dort eigentlich das schlechteste Match gegen ihn gespielt, es muss hier das beste Match werden, um eine Chance zu haben“, so Melzer.
Im ersten Satz schaffte der Österreicher ein Break zum 4:3, gab jedoch seinen Aufschlag zum 5:5 ab. Davon ließ sich die Nummer 13 des Turniers aber nicht entmutigen und nahm Ferrero postwendend wieder das Service ab. Nach 47 Minuten verwandelte er dann mit einem Ass seinen ersten Satzball.
Richtig in Fahrt
Danach kam Melzer so richtig in Fahrt und trieb seinen Gegner mit tollen Schlägen zur Verzweiflung. Mit einem frühen Break zum 2:1 stellte der Niederösterreicher auch im zweiten Satz die Weichen früh zu seinen Gunsten. Mit einem weiteren Break zum 6:3 machte Melzer den Sack im zweiten Durchgang zu. Damit war auch der Widerstand des ehemaligen Weltranglistenersten gebrochen. Im dritten Satz war Melzer ungefährdet und verwandelte nach einer Spielzeit von nur 1:44 Stunden seinen ersten Matchball.
„Für mich ist es eine riesengroße Freude, hier im Achtelfinale zu stehen, weil ich habe in den ersten zwei Runden eben nicht gut gespielt, das ist ein Achtelfinale, das mir noch gefehlt hat und jetzt geht es auch noch auf den Center Court, der mir noch gefehlt hat.“ Er habe gewusst, dass er sich steigern muss, weil er sonst „eine auf den Deckel“ kriegt.
Herantasten an die Top Ten
Melzer, der heuer den Durchbruch in die absolute Weltspitze geschafft hat, steht damit zum dritten Mal en suite nach Paris und Wimbledon in der Runde der letzten 16 bei einem Grand Slam. Der Weltranglisten-15. hat damit bereits 100.000 US-Dollar (77.918 Euro) an Preisgeld sowie 180 Punkte für das ATP-Ranking sicher. Da er im Vorjahr schon in Runde zwei ausgeschieden war, ist ihm zumindest punktemäßig ein weiteres Herantasten an die Top Ten sicher.
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Publiziert am 05.09.2010