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Auch Russin kein Stolperstein

Caroline Wozniacki hat sich bei den US Open auf dem Weg zu ihrem erhofften ersten Major-Titel auch von Maria Scharapowa nicht beirren lassen. Die als Nummer eins gesetzte Dänin schlug die Siegerin von 2006 am Montag glatt in zwei Sätzen und zog ins Viertelfinale ein.

Wozniacki musste im Duell mit der als Nummer 14 gesetzten Russin nur Geduld haben, denn diese steuerte beim 6:3 6:4-Sieg der Dänin den Großteil der Punkte auf beiden Seiten selbst bei. Scharapowa war sowohl von der Grundlinie als auch beim Service sehr unsicher und beging 36 unerzwungene Fehler, darunter gleich neun Doppelfehler, von denen zwei sie jeweils ein Aufschlaggame kosteten. Selbst mit 32 Winnern - zumeist von der Vorhand - konnte die 23-Jährige dieses Defizit nicht wettmachen.

„Ich glaube jetzt mehr an mich selbst“

„Das war ein wirklich hartes Match“, sagte Wozniacki nach der Partie auf dem Arthur-Ashe-Court. „Maria ist eine tolle Spielerin und ich wusste, dass es nicht leicht wird. Aber ich habe mich stark verbessert, nicht nur körperlich. Ich glaube jetzt auch mehr an mich selbst“. Die 20-Jährige trifft nun auf die Slowakin Dominika Cibulkova. Die Nummer 45 der Weltrangliste setzte sich überraschend gegen Swetlana Kusnezowa (RUS/11) in zwei Sätzen durch.

Handshake von Maria Scharapowa und Caroline WozniackiAPA/EPA/Andrew GombertKlare Verhältnisse im Achtelfinalschlager

Die Dänin, die auf dem Weg ins Achtelfinale nur drei Games abgegeben hatte, erklärte weiters, dass ihr der Einzug ins Vorjahresfinale geholfen habe, mit dem Druck umzugehen, gegen die ehemalige Nummer eins Scharapowa spielen zu müssen. „Ich habe viel Erfahrung aus dem Vorjahr, das hat mir heute auf alle Fälle geholfen.“ Ihre Gegnerin war mit ihrem Abschneiden natürlich nicht zufrieden und bezog bei ihrem Resümee gleich die ganze Saison mit ein. „Ich hatte genug Chancen, habe sie aber das ganze Jahr über bei den Großereignissen nicht genützt.“

Klein, aber oho

Wozniackis nächste Gegnerin Cibulkova ist nicht nur die einzige ungesetzte Spielerin im Viertelfinale, sondern mit 1,61 m auch die kleinste. „Okay, ich bin klein, aber wirklich schnell“, gibt sich die Slowakin auch für die kommende Aufgabe zuversichtlich. „Ich kann auf dem Platz sehr rasch sein und habe keine Probleme mit tiefen Bällen.“

Djokovic weiter mit Aufwärtstrend

Bei den Herren zeigte der als Nummer drei gesetzte Novak Djokovic, dass er im Kampf um den Titel ein Wörtchen mitreden möchte. Der Serbe, der eher verhalten ins Turnier gestartet war, setzte sich gegen den US-Publikumsliebling Mardy Fish glatt 6:3 6:4 6:1 durch. „Das ist sehr ermutigend in dieser Phase des Turniers, dass ich mein Spiel verbessert habe und mich auf dem Platz besser fühle“, erklärte Djokovic. Der 23-Jährige erreichte sein sechstes Major-Viertelfinale en suite und war von seiner guten Konzentration beeindruckt. „Wann immer ich eine Chance hatte, habe ich sie genützt“, sagte er nach dem 110-Minuten-Match.

Djokovic trifft nun auf Gael Monfils, der das französische Duell gegen Richard Gasquet 6:4 7:5 7:5 gewann. Monfils ist der erste Franzose seit einer Dekade im Viertelfinale der US Open. Gegen den Serben ist er aber nicht nur aufgrund der 0:4-Bilanz Außenseiter.

Chance zur Revanche

Melzer-Bezwinger Roger Federer trifft auf Robin Söderling und hat damit die Chance, sich für die Niederlage von Paris zu revanchieren. Der als Nummer fünf gesetzte Schwede, der Albert Montanes (ESP/21) 4:6 6:3 6:2 6:3 schlug, hatte dem Schweizer bei den French Open eine unerwartete Niederlage zugefügt und so das 23. Halbfinale Federers bei einem Grand-Slam-Turnier in Serie verhindert. „Es ist immer ein schönes Gefühl, gegen die Besten der Welt zu spielen“, erklärte Söderling. „Für solche Spiele trainiert man. Ich habe von diesen Partien geträumt, seit ich zu spielen begonnen habe.“

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Publiziert am 07.09.2010