Oblinger-Peters und Kuhnle bei WM mit Medaillenchancen

Zwei Damen sind Österreichs aussichtsreichste Athleten bei der Kanu-WM im Wildwasser-Slalom von Mittwoch bis Sonntag in Tacen bei Ljubljana. Die Olympiadritte Violetta Oblinger-Peters und Vizeeuropameisterin Corinna Kuhnle zählen bei den Titelkämpfen in Slowenien zum engsten Favoritenkreis.

Der österreichische Verband (ÖKV) ist mit sieben Kanuten am Start und hofft auf weiteren Medaillenzuwachs in der bisher erfolgreichen Saison. Yvonne Schuring und Viktoria Schwarz haben im Kajak-Zweier im Flachwasser WM-Bronze geholt, Kuhnle gewann EM-Silber im Wildwasser-Salom. Dazu kommen zwei Bronzemedaillen bei der U23-Slalom-EM durch Kuhnle und das Damenteam.

Kuhnle zuletzt gehandicapt

Oblinger-Peters, die zuletzt die WM-Generalprobe in Cunovo in der Slowakei gewann, und Kuhnle könnten für Zuwachs sorgen. „Beide sind heiße Kandidatinnen auf das Finale und können um Medaillen kämpfen“, sagte ÖKV-Sportdirektor Helmar Steindl. Kuhnle war zuletzt allerdings gehandicapt, sie konnte wegen einer schweren Quetschung an einem Finger gut eine Woche nicht trainieren.

Zusammen mit der 16-jährigen Viktoria Wolffhardt, die vor kurzem bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur Bronze holte, bilden Oblinger-Peters und Kuhnle auch ein aussichtsreiches Trio im Teambewerb. Bei den Herren ist die Hoffnung im Kajak-Einer durch Violettas Mann Helmut Oblinger und Herwig Natmessnig größer als im Canadier-Einer mit Leopold Fuchs und Peter Draxl.

Publiziert am 08.09.2010