Snooker-Star Higgins für sechs Monate gesperrt

Der dreifache Snooker-Weltmeister John Higgins ist am Mittwoch für sechs Monate gesperrt worden. Zudem muss der Schotte eine Geldstrafe in Höhe von 75.000 Pfund (91.235 Euro) zahlen. Die Sperre beginnt rückwirkend zu laufen, womit Higgins bereits Anfang November wieder ins Turniergeschehen eingreifen kann. „In meiner 18-jährigen Profikarriere habe ich noch nie einen Stoß absichtlich schlecht gesetzt. Ich hatte noch nie die Absicht, etwas Korruptes zu machen“, sagte Higgins.

In zwei Punkten schuldig

Die World Professional Billiard and Snooker Association (WPBSA) zog die Anklagepunkte, wonach Higgins Ergebnisabsprachen zugestimmt und sich korrupt verhalten hätte, zurück. In zwei Anklagepunkten wurde der 35-Jährige allerdings für schuldig befunden, er habe absichtlich den Eindruck erweckt, Sportergebnisse absprechen zu wollen, und es verabsäumt, so schnell wie möglich die WPBSA über das Angebot zu unterrichten.

Die britische Boulevard-Zeitung „News of the World“ hatte am 2. Mai über den Billard-Skandal berichtet. Reporter des Blattes hätten sich als osteuropäische Geschäftsleute ausgegeben und sich mit Higgins sowie dessen Manager Pat Mooney in Kiew getroffen. Dort hätte der Snooker-Star zugestimmt, für 300.000 Euro bei vier Turnieren jeweils einen Frame mit Absicht zu verlieren.

Das Gespräch wurde von der Zeitung auf Video aufgezeichnet und auf ihrer Internetseite verbreitet. Der WPBSA leitete daraufhin eine Untersuchung ein und sperrte Higgins mit sofortiger Wirkung für die Dauer der Ermittlungen. Sein Ex-Manager Mooney wurde übrigens nun lebenslang gesperrt.

Publiziert am 08.09.2010