Schirnhofer verpasst WM-Bronze
Der Österreicher
Auf dem Weg ins Viertelfinale entthronte der Union-Flachgau-Athlet unter anderen den Weltmeister von Rotterdam 2009, Kyu-Won Lee (KOR), nach 1:50 Minuten. Auch den Olympiazweiten von Peking 2008 und Afrika-Meister 2010, Amar Benikhlef (ALG), besiegte er nach 2:02 Minuten. Und den starken, um einen Kopf größeren Franzosen Romain Buffet bezwang der Österreicher nach 2:04 Minuten, womit es Schirnhofer bei 59 Teilnehmern in seiner Gewichtsklasse unter die besten acht schaffte.
„Ein geiles Gefühl“
Durch die Niederlage gegen den erst 19-jährigen Japaner, der heuer im Februar den Weltcup in Wien gewonnen hatte, musste Schirnhofer in die Trostrunde, in der gegen Grekow Endstation war. Unabhängig vom Ausgang dieses Kampfes zeigte sich der Salzburger, der wichtige Punkte in der Olympia-Qualifikation einheimst, sehr glücklich: „Den Weltmeister zu entthronen ist ein geiles Gefühl.“ Auch Klubtrainer Gerhard Dorfinger war voll des Lobes für seinen Schützling: „Niemand hätte gerechnet, dass er den Weltmeister eliminiert. Jetzt muss man ihm die Chance geben, sich bei weiteren Turnieren in der Olympia-Qualifikation zu beweisen.“
Den Titel in der Kategorie bis 90 Kilogramm holte Ilias Iliadis, der Grieche setzte sich im Finale gegen Nishiyama durch. In der Klasse bis 81 kg siegte der Südkoreaner Kim Jae-bum im Kampf um den Titel gegen den Brasilianer Leandro Guilheiro. Bei den Damen ging 70-kg-Gold an die Französin Lucie Decosse, Finalsiegerin gegen die Ungarin Anett Meszaros. Damit wartet Japan weiter auf sein 100. Judo-WM-Gold. Am Samstag kämpft aus österreichischer Sicht Sabrina Filzmoser um Edelmetall.
Publiziert am 10.09.2010