Themenüberblick
Sieg gegen „Fastmeister“ Moralinjektion
„Mit diesem Sieg haben wir aber wieder einmal bestätigt, dass wir wirklich alles für den Klassenerhalt tun“, sagte Stranzl im Interview mit dem Fachmagazin „kicker“. Dieses Selbstvertrauen, sogar den zukünftigen Meister geschlagen zu haben, müsse man mit in die letzten Spiele nehmen, appellierte der Burgenländer. „Wir haben ja nicht zum ersten Mal gezeigt, dass es geht, dass wir es können.“ Jetzt heiße es, in Hannover nachzulegen, um den Druck auf die Konkurrenz hoch zu halten, sah Stranzl der nächsten Runde am Samstag entgegen.
Rückstand auf Wolfsburg aufzuholen
Vom Relegationsplatz 16, den derzeit der VfL Wolfsburg einnimmt, trennen Gladbach drei Runden vor Schluss unverändert drei Punkte. Der Rückstand sei aufzuholen, glaubt der Innenverteidiger, der vom „kicker“ die Note zwei erhielt und damit zu den Besten zählte. „Wir dürfen sowieso nicht allzu sehr auf die Konkurrenz schauen, sondern müssen erst einmal unsere Hausaufgaben erledigen“, sagte der 30-Jährige.
Die Gladbacher treten neben Hannover noch daheim gegen SC Freiburg und auswärts gegen den Hamburger SV an. „Zwei Spiele müssen wir ganz sicher gewinnen, um eine Chance zu haben, wenn nicht sogar alle drei“, glaubt der Ex-Teamspieler.
Routine im Kampf gegen den Abstieg
Es sei richtig spannend, weil die Teams sehr eng zusammenliegen. „Uns als Mannschaft kann jedenfalls nichts mehr schocken. Dafür stehen wir schon zu lange hinten drin. Wir wissen mit dieser Situation umzugehen“, so Stranzl. Die Frage, ob die zehn Punkte aus dem Herbst eine zu große Hypothek für die Aufholjagd seien, ließ er unbeantwortet. „Ein Resümee ziehe ich erst am Saisonende. Ich glaube fest daran, dass wir es schaffen. Der Verein verdient es auch, dass wir bis zum Schluss alles für die Rettung geben.“
Mit dieser Infrastruktur, dem Umfeld und diesen leidenschaftlichen Fans gehöre die Borussia in die Bundesliga. Stranzl könnte es sich „absolut“ vorstellen, im Fall der Fälle mit Gladbach auch in die Zweite Liga zu gehen. „Ich habe auch schon ein gutes Gespräch mit Sportdirektor Max Eberl geführt“, verriet der Abwehrchef, der davon ausgeht, dass man eine Mannschaft zusammenhätte, die sofort wieder aufsteigen könne. „Aber im Moment rechne ich sowieso damit, dass wir in der Bundesliga bleiben“, sagte Stranzl.
„Effe“ will als Sportdirektor zurückkehren
Stefan Effenberg hat sich unterdessen als neuer Sportdirektor ins Spiel gebracht. Der frühere DFB-Teamspieler ist Wunschkandidat der von Anhängern gegründeten „Initiative Borussia“, die am 29. Mai auf der Hauptversammlung Präsident Rolf Königs und Sportchef Max Eberl stürzen will. „Ich habe beim Abschiedsspiel nicht umsonst gesagt, dass ich zur Verfügung stehe, wenn es dem Verein nicht gut geht“, bestätigte Effenberg, der seine aktive Karriere 1987 in Gladbach begonnen und nach seiner Rückkehr 1994 mit dem Cupsieg 1995 den bisher letzten Titel gewonnen hatte.
31. Runde
| Donnerstag, 21. April: | ||
| Freiburg | Hannover | 1:3 |
| Samstag, 23. April: | ||
| Leverkusen | Hoffenheim | 2:1 |
| Frankfurt | Bayern München | 1:1 |
| Stuttgart | Hamburger SV | 3:0 |
| St. Pauli | Bremen | 1:3 |
| Schalke | Kaiserslautern | 0:1 |
| Mönchengladbach | Dortmund | 1:0 |
| Sonntag, 24. April: | ||
| Wolfsburg | Köln | 4:1 |
| Nürnberg | Mainz | 0:0 |
Tabelle 2010/11
| 1. | Borussia Dortmund | 34 | 23 | 6 | 5 | 67:22 | 75 |
| 2. | Bayer 04 Leverkusen | 34 | 20 | 8 | 6 | 64:44 | 68 |
| 3. | FC Bayern München | 34 | 19 | 8 | 7 | 81:40 | 65 |
| 4. | Hannover 96 | 34 | 19 | 3 | 12 | 49:45 | 60 |
| 5. | 1. FSV Mainz 05 | 34 | 18 | 4 | 12 | 52:39 | 58 |
| 6. | 1. FC Nürnberg | 34 | 13 | 8 | 13 | 47:45 | 47 |
| 7. | 1. FC Kaiserslautern | 34 | 13 | 7 | 14 | 48:51 | 46 |
| 8. | Hamburger SV | 34 | 12 | 9 | 13 | 46:52 | 45 |
| 9. | SC Freiburg | 34 | 13 | 5 | 16 | 41:50 | 44 |
| 10. | 1. FC Köln | 34 | 13 | 5 | 16 | 47:62 | 44 |
| 11. | 1899 Hoffenheim | 34 | 11 | 10 | 13 | 50:50 | 43 |
| 12. | VfB Stuttgart | 34 | 12 | 6 | 16 | 60:59 | 42 |
| 13. | Werder Bremen | 34 | 10 | 11 | 13 | 47:61 | 41 |
| 14. | FC Schalke 04 | 34 | 11 | 7 | 16 | 38:44 | 40 |
| 15. | VfL Wolfsburg | 34 | 9 | 11 | 14 | 43:48 | 38 |
| 16. | Borussia Mönchengladbach | 34 | 10 | 6 | 18 | 48:65 | 36 |
| 17. | Eintracht Frankfurt | 34 | 9 | 7 | 18 | 31:49 | 34 |
| 18. | FC St. Pauli | 34 | 8 | 5 | 21 | 35:68 | 29 |
Links:
Publiziert am 26.04.2011