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Platz zwei um eine Sekunde verpasst

Lisa Perterer hat am Sonntag beim Triathlon-Weltcup in Edmonton für eine Riesenüberraschung gesorgt. Gleich in ihrem ersten Einsatz im Weltcup sicherte sich die 19-jährige Kärntnerin Platz drei.

Nach Rang zwölf im 1,5 km Schwimmen befand sich Perterer während der gesamten 40-km-Radstrecke in der Spitzengruppe. Im abschließenden Lauf über 10 km kämpfte sie bis zum Schluss um Platz zwei und musste sich erst im Endspurt der Slowenin Mateja Simic um eine Sekunde geschlagen gegeben. Der Sieg ging überlegen an die Australierin Ashleigh Gentle, die Juniorenweltmeisterin überquerte nach 2:00:14 Stunden die Ziellinie und war damit 53 Sekunden schneller als Perterer.

Lisa Perterer (Österreich)

AP/Dan Riedlhuber

Als dritte Österreicherin beim Weltcup auf dem Podest

Einfach überglücklich

„Für mich war das ganze Rennen ein einziger Traum“, freute sich die Kärntnerin. „Von meiner Schwimmleistung war ich sehr überrascht und konnte auf dem Rad in meiner Gruppe problemlos das Tempo mitgehen. Beim Laufen habe ich versucht, von Beginn weg vorne mitzulaufen. In der letzten Runde habe ich dann mit Simic nochmals attackiert und so meinen Podiumsplatz abgesichert. Im Finale fehlte mir dann zum Angriff auf Platz zwei die Kraft. Ich kann dieses Ergebnis noch gar nicht glauben und bin einfach überglücklich“, betonte Perterer nach ihrem Sensationsdebüt.

Die Villacherin, die am 16. Oktober 20 Jahre alt wird, holte damit als erst dritte österreichische Athletin nach der aus Australien stammenden Olympiasiegerin Kate Allen (2. Hamburg 2003/3. Salford 2007) und der Tirolerin Eva Dollinger (2. Kitzbühel 2007) einen Weltcup-Podestplatz über die olympische Distanz. Perterer hat sich damit auch für eine Olympiateilnahme im kommenden Jahr in London empfohlen, sofern sie die noch bis Mai 2012 laufende Qualifikation für die Sommerspiele schafft.

Für die anderen beiden Österreicher verlief der Kanada-Weltcup nicht nach Wunsch. Lydia Waldmüller musste sich nach einer für sie enttäuschenden Schwimmleistung mit Rang 21 (2:04:35) zufriedengeben. Beim vom Neuseeländer Bevan Docherty in 1:46:47 Stunden gewonnenen Männer-Bewerb kam Franz Höfer (1:54:37) nicht über Platz 62 hinaus.

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