Themenüberblick
Gänsehaut im Fünfminutentakt
Schon der Jubel über den vermeintlichen zweiten Platz war bei Schurig/Schwarz groß. Sportkoordinator Günther Briedl stand allerdings im Ziel und signalisierte ebenso wie Nationaltrainer Nandor Almasi, dass das Duo zu Gold gefahren war. „Yvonne ist dann kurz in Ohnmacht gefallen“, sagte Briedl lachend und gestand, „im Fünfminutentakt Gänsehaut zu haben“.
Gnadenlos zugeschlagen
Die Art und Weise, wie der Erfolg zustande kam, überraschte ihn. „Sie haben richtig gnadenlos zugeschlagen“, sagte Briedl. Er selbst sei während des Rennens an der Ziellinie gestanden und habe seine Schützlinge nur auf der Videowall gesehen. „In Großaufnahme, das war ein Zeichen für mich, dass sie schnell sind.“
„Ich bin überglücklich und weiß nicht, was ich sagen soll. Wir haben uns schon über Platz zwei gefreut“, sagte Schwarz, nachdem sie den Erfolg realisiert hatte. Für sie war es die insgesamt dritte WM-Medaille, 2005 hatte sie in Zagreb mit Petra Schlitzer Silber über 500 m gewonnen.
London kann kommen
Das große Ziel war die Olympiaqualifikation gewesen, das vereinfacht nun die Planung und Vorbereitung für die nächsten elf Monate. Für die Sommerspiele könne man nun richtig angreifen, sagte Schwarz.
Das sieht auch Schuring so, die neben dem Sport einen 35-Stunden-Job als Verwaltungsangestellte hat und am Montag wieder ins Büro muss. „Das erleichtert alles ganz gewaltig. Wir sind topmotiviert für die Vorbereitung, müssen nun keine Zwischenregatten machen, können eine gezieltere Periodisierung des Trainings machen und alles viel besser steuern“, sagte sie. Ihre ersten Gedanken nach dem Goldgewinn? „Ich war fix und fertig, habe mir gedacht, das gibt es ja nicht. Das ist so viel Druck abgefallen, Wahnsinn, ich habe das nicht glauben können.“ Während des Finales habe sie sich nur auf die eigene Renngestaltung konzentriert und nicht rechts und links geschaut.
Links:
Publiziert am 21.08.2011