Themenüberblick

Underdog will nächsten Großen ärgern

Der SV Mattersburg hat am Sonntag den nächsten Großen der Bundesliga im Visier. Die Burgenländer sind zwar nach sieben Runden das einzige noch sieglose Team, punkteten aber in dieser Saison schon überraschend auswärts gegen Sturm Graz (2:2), Salzburg (0:0) und Rapid (1:1). Nun wollen die Mattersburger auch daheim die Austria ärgern.

Trainer Franz Lederer kennt den Grund, warum es gegen die prominenten Clubs oft besser klappt. „Weil wir von der Papierform in keiner Weise gezwungen sind, groß etwas fürs Spiel zu machen. Das ist psychisch ein Vorteil. Und vielleicht ist man als Spieler gegen Topclubs noch konzentrierter und wacher“, sagte der Langzeit-Trainer des SVM.

Tipp3-Bundesliga, 8. Runde

Sonntag, Beginn 18.30 Uhr

Mattersburg - Austria

Pappelstadion, SR Einwaller

Mögliche Aufstellungen

Mattersburg: Schartner - Farkas, Malic, Mravac, Pöllhuber - Höller, Seidl, Ilsanker, Mörz, Domoraud - Bürger

Austria: P. Grünwald - Klein, Rogulj, Margreitter, Suttner - Hlinka, A. Grünwald - Barazite, Jun, Junuzovic - Linz

Druck bei der Austria

Als Basis für diese Überraschungen sieht Lederer die taktische Grundordnung. „Wenn dann die Vorgaben umgesetzt werden, können wir den Gegnern das Leben schwer machen. Und im Konter sind wir jederzeit für ein Tor gut.“ Die unerwarteten Unentschieden freuten Lederer natürlich, „aber irgendwann wollen wir auch einmal gewinnen“.

„Nur mit Unentschieden werden wir nicht durchkommen. Es wird Zeit, den nächsten Schritt zu setzen. Ich habe das Vertrauen, dass wir daheim jeden schlagen können.“ Den Druck habe aber ganz klar die Austria. „Die Austria muss gewinnen, wir wollen gewinnen“, stellte der 47-Jährige fest. Die 1:2-Niederlage der Austria am Donnerstag in der Europa League gegen Metalist Charkiw verfolgte Lederer aufmerksam. „Der Gegner hatte sehr viel Qualität, trotzdem war dieses Match eigentlich nicht zu verlieren“, sagte Lederer.

„Leicht ist es im Pappelstadion nie“

Austria-Trainer Karl Daxbacher bereitet seine Mannschaft indes auf einen „traditionell einsatzfreudigen Gegner“ vor. „Unsere Spiele in Mattersburg sind immer sehr knapp und schwierig, leicht ist es im Pappelstadion nie“, weiß Daxbacher, der es positiv sieht, dass es nur drei Tage nach der Europa-League-Pleite gleich die Chance auf ein besseres Ergebnis gibt. „Das ist das Schöne am Fußball, dass man Niederlagen schnell ausbessern kann.“ Auf dem Kampfgeist im Match gegen die Ukrainer könne man aufbauen.

Den wird man neuerlich brauchen, denn Daxbacher erwartet im Pappelstadion einen heißen Tanz. „Uns wird eine Mannschaft empfangen, die punkten muss, um aus dem Tabellenkeller zu kommen.“ In der vergangenen Runde hatte die Austria auswärts gegen das defensiv eingestellte Wiener Neustadt große Probleme und war nicht über ein 1:1 hinausgekommen. „Mattersburg ist kämpferisch noch stärker als Wiener Neustadt. Wir stehen vor der nächsten großen Herausforderung“, so Daxbacher.

Links: