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Heimischer Markt „sehr schmal“
Die Lücke, die Barazites Abschied reißt, dürfte ein Legionär schließen. „Zum jetzigen Zeitpunkt glaube ich, dass ich einen Spieler aus dem Ausland holen werde. In Österreich ist momentan der Markt sehr schmal, es gibt wenige Spieler, die zu haben sind, die meisten, die im Umlauf sind, haben Verträge“, verriet Parits im Gespräch mit der APA. Zwei, drei Spieler seien konkret im Gespräch.
APA/Herbert NeubauerNeo-Coach Ivica Vastic blickt, was den Kader betrifft, in eine ungewisse Zukunft„Ich habe nur mehr knapp eine Woche Zeit, ich bin aber auf einem guten Weg und hoffe, dass es mir wirklich gelingt, einen Spieler zu finden, der zu uns passt und uns auch weiterbringt“, sagte Parits, der bis Ende Jänner theoretisch auch noch Regisseur Zlatko Junuzovic verlieren könnte. Auch wenn vieles auf einen Abgang des ÖFB-Teamspielers nach der Saison hindeutet, werden immer wieder Gerüchte über einen möglichen sofortigen Wechsel von Junuzovic nach Deutschland laut.
Barazite-Wechsel offiziell bestätigt
Nach Nacer Barazite selbst bestätigte am Mittwoch auch die Wiener Austria offiziell den Wechsel des Niederländers Barazite zum AS Monaco. „Alles ist unter Dach und Fach, alle Unterschriften sind eingetroffen“, so die Violetten in einer Aussendung. Parits sah den Abgang des Oranje-U21-Teamspielers mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Sportlich ist Nacers Abgang natürlich ein Verlust für uns, aber dieses finanzielle Angebot konnten wir einfach nicht ablehnen“, erklärte er.
Trainer Ivica Vastic zeigte sich zuversichtlich, einen adäquaten Nachfolger für den technisch beschlagenen Stürmer zu bekommen: „Es ist keine Frage, dass wir mit diesem Transfer vorübergehend an Qualität verloren haben. Aber wir werden alles daransetzen, diesen Abgang rasch zu kompensieren.“ Der Wechsel Barazites kam für Parits nicht überraschend. „Ich habe damit gerechnet, weil ihn viele Scouts immer wieder beobachtet haben. Er hat sich ein Jahr lang bei uns sehr gut entwickelt“, sagte Parits über den 19-fachen Saisontorschützen.
Gleichwertiger Goalie gesucht
Die Tormannposition soll nicht mit einer klassischen Nummer zwei nachbesetzt werden. „Wir wollen einen gleichwertigen Goalie holen, der mit Heinz Lindner um die Nummer-eins-Position kämpft“, betonte Parits. Er ist mit drei Torleuten im Gespräch, einer davon dürfte Kapfenbergs 23-jähriger deutscher Schlussmann Raphael Wolf sein. „Wenn das die Kapfenberger Seite sagt, ist das okay. Ich werde aber keine Namen kommentieren“, erklärte der Burgenländer.
Das Angebot an Tormännern ist jedenfalls groß, aus aller Welt werden den Violetten dieser Tage Goalies angeboten. Die Idee, nur auf die eigenen Jungtormänner Stefan Krell (19) und Osman Hadzikic (15) als Back-up zu setzen - nach Vorbild der Admira -, hatten die Wiener schnell ad acta gelegt. „Wir haben zwei große Talente, aber sie sind noch nicht so weit“, sagte der 65-Jährige.
APA/Herbert NeubauerHolland hat bereits einen positiven Eindruck hinterlassenHolland ist gut angekommen
Die Austria hat sich bisher nur mit dem australischen defensiven Mittelfeldspieler James Holland verstärkt. Der 22-Jährige scheint zu einem fixen Bestandteil der Austria-Mannschaft zu werden, konnte auch am Dienstag beim 0:0 im Testspiel gegen CFR Cluj überzeugen. „Er ist ein Talent, ein richtiger Australier mit dem nötigen Biss. Er will was werden, und ich bin tausendprozentig davon überzeugt, dass er eine große Verstärkung ist“, lobte Parits den Neo-Austrianer.
Ivica Vastic sieht die Sache ähnlich. „James ist ein Spieler mit gutem Charakter, ein positiver Typ, der gut hineinpasst. Er hat Eigenschaften, die wir im zentralen defensiven Mittelfeld brauchen. Nur die Spielpraxis fehlt ihm noch etwas, und er wirkt von den Trainings etwas müde“, sagte der Austria-Trainer.
„Die Mannschaft ist gefragt“
Da vorerst noch kein Nachfolger für Barazite gefunden worden ist, setzt Vastic auf das vorhandene Spielermaterial. Mit Linz, Jun und Tadic stehen drei Angreifer parat. „Jetzt ist die Mannschaft noch mehr gefragt, wir müssen versuchen, diese Qualität wieder hineinzubringen“, so Vastic. Vom neuen Stürmer hat der Coach eine klare Vorstellung. „Wir werden versuchen, einen Stürmer zu bekommen, den wir vom Profil her nicht haben, damit wir in der Spitze variabler sind“, kündigte Vastic an.
Im Test gegen Cluj durfte Stankovic im 4-2-3-1-System als hängende Spitze hinter Jun agieren, ab der 57. Minute kamen Linz und Tadic zum Einsatz. Während also in der Offensive noch einige Positionen offen sind, scheint die Abwehr mit Klein, Margreitter, Ortlechner und Suttner ihr Fixleiberl zu haben. „Wir haben gegen einen wirklich starken Gegner mit Topspielern eigentlich nichts zugelasssen“, lobte Vastic seine Hintermannschaft. Das letzte Testspiel im Trainingslager vor der Rückreise am Samstag bestreiten die Wiener am Freitag gegen Hajduk Split.
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Publiziert am 26.01.2012