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Nächster Abgang bei der Austria
Dennoch zeigte er sich vom Zustandekommen des Transfers noch im Winter überrascht. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, eigentlich war alles für Sommer geplant“, sagte Junuzovic im ORF-Kurzsport und sprach von einer „guten Chance für mich und die Austria“.
Vorgezogener Transfer
„Wir waren uns mit dem Spieler schon über einen Wechsel zur kommenden Saison einig. Nun hat sich nach Gesprächen mit Austria die Gelegenheit ergeben, den Transfer zu fairen Konditionen vorzuziehen“, sagte Werder-Chef Klaus Allofs. Coach Thomas Schaaf sieht im gebürtigen Serben eine weitere Verstärkung. „Zlatko ist technisch versiert, ein guter Vorbereiter und schussstark. Mit seinem Spiel wird er unsere Möglichkeiten im Mittelfeld erweitern und bereichern“, lautet die Prognose des Bremen-Trainers.
Für Montagvormittag ist der abschließende Medizincheck geplant, danach soll die offizielle Vorstellung erfolgen. Junuzovic wäre bei den Wienern nur noch bis Sommer unter Vertrag gestanden. Laut Austria-Kreisen soll die Ablösesumme im Bereich von 800.000 Euro liegen.
Die Bremer, bei denen mit dem derzeit verletzten Sebastian Prödl und Marko Arnautovic schon zwei ÖFB-Teamspieler unter Vertrag stehen, hatten Junuzovic schon rund ein Jahr lang beobachtet. Erste Gerüchte über einen möglichen Wechsel des 16-fachen ÖFB-Teamspielers zu den Hanseaten waren schon im vergangenen April aufgekommen, in der laufenden Transferperiode wurde das Bremer Interesse konkreter.
Suche nach neuen Spielern ausgeweitet
Für die Austria ist der Transfer aus sportlicher Sicht die dritte schlechte Nachricht innerhalb weniger Tage. Torhüter Pascal Grünwald verletzte sich im Training an der Schulter und fällt im Frühjahr aus. Nacer Barazite wechselte für kolportierte drei Millionen Euro für vier Jahre zum französischen Zweitligisten AS Monaco.
„Bis zum Ende der Transferzeit bleibt noch genug Zeit, um unser Ziel, weiterhin eine schlagkräftige Truppe zu haben, zu erreichen“, blieb Austrias Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer zuversichtlich. Die Suche nach einem Tormann und Stürmer werde nun auf einen Junuzovic-Ersatzmann ausgeweitet.
Der Verkauf von wichtigen Spielern sei ein Teil des Geschäfts. „Wir haben immer darauf hingewiesen, dass es ein wesentlicher Bestandteil der neuen Austria-Philosophie ist, junge Spieler zur Austria zu holen, um sie zu entwickeln, aber später auch entsprechende Transfererlöse zu erzielen“, sagte Kraetschmer. „Dabei bleibt es weiterhin unser Ziel, zu den Top-Drei-Teams in Österreich zu gehören und regelmäßig in den UEFA-Bewerben vertreten zu sein.“
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Publiziert am 29.01.2012