Graz fordert Titelverteidiger Gmunden im Cupfinale

UBSC Graz, das erstmals im Finale des Basketball-Chevrolet-Cup der Herren steht, bekommt es im Endspiel am Sonntag mit Titelverteidiger Swans Gmunden zu tun. Die Grazer setzten sich am Samstag in Güssing gegen die Fürstenfeld Panthers mit 74:71 (32:34) durch, Gmunden gewann gegen die Güssing Knights mit 67:60 (38:32) und hat nun die Chance, den Pokal zum insgesamt sechsten Mal und als erster Club überhaupt zum dritten Mal in Folge zu gewinnen.

Steirisches Duell auf Augenhöhe

Im steirischen Derby entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe mit vielen Turnovers, die Vorentscheidung fiel schließlich gegen Ende des dritten Viertels. Christoph Knor brachte Graz mit zwei Dreipunktern 55:49 in Führung, Marco Moric legte unmittelbar danach noch einmal zwei Zähler nach. Dennoch gaben die Fürstenfelder nicht auf und kamen zehn Sekunden vor Schluss durch einen Dreier von Ex-NBA-Spieler Reece Gaines auf 71:73 heran. Nachdem Samo Grum einen Freiwurf verwertet hatte, verfehlte ein Dreier-Versuch von Gaines drei Sekunden vor Schluss allerdings das Ziel.

Die Grazer gewannen damit gegen Fürstenfeld das vierte Match in Serie und schafften es im zweiten Anlauf zum ersten Mal ins Finale. Die Panthers hingegen können schon jetzt auf eine verkorkste Saison zurückblicken, schließlich verpasste der Cupsieger von 2009 erstmals seit 2005/06 die H1. Außerdem reichte es bei der sechsten Final-Four-Teilnahme erstmals nicht zum Einzug ins Endspiel.

Gmunden zeigt keine Unsicherheiten

Beim Rekord-Cupsieger Gmunden, der alle seine bisherigen fünf Endspiele für sich entschieden hat, waren trotz der drei Niederlagen in den jüngsten vier Liga-Partien keine Unsicherheiten zu bemerken. Die Oberösterreicher kamen dank ihrer starken Defensive zu einem sicheren Erfolg, daran änderte auch die Verletzung von Thomas Stelzer nichts, der im ersten Viertel einen Nasenbeinbruch erlitt.

Durch die Niederlage der Güssinger verlängerte sich der „Fluch“ für Final-Four-Hausherren: Zum zwölften Mal in Folge schaffte es der Gastgeber des Endspielturniers nicht, die Trophäe zu holen.

Publiziert am 28.01.2012