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Vorfreude bei Neo-Coach Vastic
„Ich bin froh, dass die Meisterschaft nach der intensiven Vorbereitung startet und der Wettkampf beginnt“, erklärte Vastic vor seiner ersten Bewährungsprobe als Bundesliga-Coach. Vastic sah sein Team nach vier Siegen, einem Remis und nur einer Niederlage in der Vorbereitung gerüstet. „Wir gehen mit Erfolgserlebnissen in die Meisterschaft“, sagte Vastic - um sogleich einzuschränken: „Aber auch die Bayern haben alle Testspiele gewonnen und sind dann mit einer Niederlage gestartet.“
Aufstellungspoker und Kasernierung
Turbulent verlief bei der Austria allerdings die jüngste Woche. Der im finalen Test gegen Ruzomberok (2:0) nicht aufgebotene Roland Linz sorgte mit einem Interview für Unstimmigkeiten. Der Stürmer dürfte auch am Samstag nicht im Kader aufscheinen. Dario Tadic und Neuzugang Roman Kienast haben bei Vastic aktuell die deutlich besseren Karten.
Tipp3-Bundesliga, 20. Runde
Samstag, Beginn 16.00 Uhr
Austria - Ried
Generali-Arena, SR Harkam
Mögliche Aufstellungen
Austria: Lindner - Dilaver, Margreitter, Ortlechner, Suttner - Holland, Mader - Gorgon, Jun, Simkovic - Kienast
Ried: Gebauer - Rotpuller, Reifeltshammer, Riegler - Hinum, Hadzic, Schreiner - Lexa, Beichler, Meilinger - Casanova
Von den Neuen sollten zumindest Tomas Simkovic und James Holland beginnen, auch wenn Vastic in puncto Aufstellung nichts verraten wollte. „Es ist wie beim Kartenspiel. Da legt man auch nicht alle Karten auf den Tisch“, antwortete der 42-Jährige auf diesbezügliche Fragen. Seine Wunschformation - Außenverteidiger Florian Klein ist gesperrt - habe er allerdings bereits gefunden.
Auch wird die Mannschaft nach dem Abschlusstraining am Freitag kaserniert. Sein Vorgänger Daxbacher hatte auf solche Maßnahmen verzichtet, unter Vastic wird das aber Usus werden: „Das ist ein normaler Teil der Vorbereitung. Als ich noch bei der Austria gespielt habe, habe ich Statistik geführt: Immer, wenn wir kaserniert waren, haben wir gewonnen.“
Ried mit „erwartungsvoller Mannschaft“
Bestens für den Auftakt gerüstet sieht sich auch Ried, das gänzlich unverändert ins Frühjahr geht. Bis auf den nach seiner Adduktorenverletzung noch rekonvaleszenten Markus Hammerer hat Trainer Paul Gludovatz alle Mann an Bord. „Ich habe in der Vorbereitung eine sehr stimmungsvolle, emotional hochstehende, aber auch erwartungsvolle Mannschaft erlebt, die mit einer gewissen Spannung in die erste Partie gehen wird“, erklärte der Burgenländer.
Anders als in der Vergangenheit will sich Ried offenbar nicht mehr mit Tiefstapelei begnügen. Die vorderen Ränge sind erklärtes Ziel des Cupsiegers. „Wir sind auf einem guten Weg, dass wir bis zum Schluss vorne mithalten können, wenn wir von großen Verletzungen oder Veränderungen im Kader verschont bleiben“, meinte Gludovatz, der ohne Druck arbeiten kann. Manager Stefan Reiter will von Zielsetzungen nämlich nichts wissen: „Wir lassen alles auf uns zukommen.“
Simkovic für Gludovatz „der bessere Junuzovic“
In Favoriten verteidigen die Rieder eine Serie von neun Spielen ohne Niederlage. Dennoch bezeichnete Gludovatz die Austria trotz der Abgänge von Zlatko Junuzovic und Nacer Barazite als klaren Favoriten. „Simkovic ist für mich der bessere Junuzovic. Dann haben sie mit Kienast einen Topscorer der Liga. Und einen guten Sechser (Holland, Anm.), den ich nicht kenne. Die Austria ist stärker geworden - durch die drei Neuzugänge, durch den neuen Trainer, der noch ehrgeiziger an die Sache herangeht“, urteilte der Rieder Coach.
In dieser Saison gewann die Austria dank eines glücklichen Tores von Markus Suttner in der 91. Minute 2:1, in Ried siegten die Hausherren dank eines umstrittenen Elfers von Anel Hadzic ebenfalls 2:1. „Es wird ein Geduldsspiel. Aber Ried wird nicht kommen, um nur zu verteidigen“, erwartete Vastic eine offene Partie, in der die Wiener vor den eigenen Fans endlich wieder siegen wollen. Die Austria wartet vor heimischer Kulisse seit vier Partien auf einen vollen Erfolg.
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Publiziert am 11.02.2012