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„Das war eine Schlacht“
Salzburg ging eher glücklich in Führung: Einen Konter von Thomas Raffl hatte Andy Chiodo schon gehalten, doch rutschte der Puck doch noch über die Linie (5.). Mit dem Tor erlahmte der frühe Angriffsgeist des KAC und Salzburg übernahm das Kommando. Das 2:0 durch Doug Lynch (21.) zu Beginn des Mitteldrittels war schon fast so etwas wie die Vorentscheidung. Danach arbeitete Salzburg eine Vielzahl an Chancen heraus und hätte in der Phase alles klar machen müssen.
Aus dem Nichts gelang dem KAC durch Johannes Reichel (33.) in Unterzahl der Anschlusstreffer. Raffl stellte mit seinem zweiten Tor (38.) aber noch vor der Pause den alten Vorsprung wieder her. Im zweiten Drittel schieden Andrej Sjusin und Tyler Spurgeon (beide KAC) verletzt aus, Sjusin brach hinter der Bank zusammen und musste mit der Rettung ins Spital gebracht werden.
Hässliche Szenen im Finish
Der Schlussabschnitt hatte mit Eishockey wenig zu tun: Mike Siklenka ließ seinen Frust an Daniel Welser aus und traktierte den bereits am Boden liegenden Salzburg-Stürmer mit Faustschlägen ins Gesicht. Siklenka erhielt 37 Strafminuten (2 plus 10 für Bandencheck, 5 plus Spieldauer für übertriebene Härte). Danach hatten die überforderten Referees Igor Dremelj und Peter Gebei alle Hände voll zu tun, um das Spiel über die Bühne zu bringen.
GEPA/Hans SimonlehnerKAC-Legionär Mike Siklenka wütete auf dem EisKAC-Trainer Christian Weber und Gegenüber Pierre Page tobten beide nach Schlusspfiff. „Das war kein Eishockey, das war eine Schlacht. Jetzt muss ich schauen, wie viele Spieler ich Sonntag noch habe“, sagte der Schweizer Headcoach der Klagenfurter. „Mir fehlen die Worte. Ich weiß nicht mehr, was ich dazu sagen soll“, wetterte Page. „Koch macht einen Kopfstoß gegen Schiechl, Siklenka schlägt einen auf dem Boden liegenden Spieler ins Gesicht - und keiner bekommt eine Matchstrafe. Österreichs Eishockey braucht eine Revolution und zwar schnell.“
Erste Bank Eishockey Liga, Viertelfinale
Donnerstag:
Salzburg - KAC 4:2
(1:0 2:1 1:1)
Volksgarten, 3.200 Zuschauer, SR Dremelj/Gebei
Tore: Raffl (5., 38.), Lynch (22.), Aubin (60./EN) bzw. Reichel (33./SH), Pirmann (57.)
Strafminuten: 22 plus 10 Davison bzw. 31 plus Spieldauer Siklenka
Stand in der „Best of seven“-Serie: 2:1
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Publiziert am 23.02.2012