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Schlagerspiel in Bremen

Österreichs WM-Qualifikationsgegner Deutschland startet mit einer Schlagerpartie ins EM-Jahr 2012. Die Mannschaft von Joachim Löw hat genau 100 Tage vor dem Start ins Turnier in Polen und der Ukraine in Bremen Frankreich zu Gast. Der DFB-Coach muss im 24. Duell mit den Franzosen allerdings zahlreiche Ausfälle kompensieren.

Neben den schon länger festgestandenen Zwangspausen von Bastian Schweinsteiger, Per Mertesacker, Lukas Podolski und Mario Götze stehen nun auch Kapitän Philipp Lahm und Dortmunds Sven Bender verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. „Ich hoffe, dass es trotz allem ein gutes Spiel wird, in dem wir die zuletzt gezeigten Tugenden wieder auf den Platz bringen“, sagte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff.

Teamchef Joachim Loew

GEPA/Witters/Valeria Witter

Bundestrainer Joachim Löw könnte auch mit einer Niederlage leben

„Bewusst hochkarätige Gegner gewählt“

Für die Deutschen, die Routinier Miroslav Klose als Kapitän aufs Feld führen wird, ist es der Abschluss einer hochkarätigen Testspielserie nach Heimspielen gegen Italien (1:1), Uruguay (2:1), Brasilien (3:2) und den Niederlanden (3:0). „Wir haben ganz bewusst hochkarätige Gegner gewählt“, betonte Löw.

Allzu viel Aussagekraft habe die Partie, in der Tim Wiese das deutsche Tor hüten wird, aber nicht. „Es wird uns nicht völlig beflügeln oder das Selbstbewusstsein rauben. Wir werden uns nicht daran messen oder sogar infrage stellen“, erklärte der 52-jährige DFB-Teamchef.

Trotzdem wird im Heimstadion der ÖFB-Legionäre Marko Arnautovic, Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl ein positives Ergebnis natürlich angepeilt. „Frankreich zeigt ein anderes Gesicht als 2010 bei der WM“, betonte Löw und bescheinigte insbesondere der Offensivabteilung des Kontrahenten mit Bayern-Star Franck Ribery „Weltklasse“.

Ribery besonders motiviert

Der Mittelfeldspieler wird gegen seine Bayern-Kollegen besonders motiviert sein. „Wir fahren nach Bremen, um dort zu gewinnen“, tönte Ribery. Grundsätzlich gelten die Franzosen aber doch als Außenseiter. „Alle Welt erwartet doch, dass wir dort richtig eine draufbekommen. Das bedeutet eine Extramotivation“, meinte Frankreichs Teamchef Laurent Blanc.

Der Trainer kämpft in den nächsten Monaten auch um eine Vertragsverlängerung, läuft sein Kontrakt doch nach der EM aus. „Ich will bleiben, aber ich bitte um nichts, ich fordere nichts“, erklärte Blanc. Faktum ist, dass die Erwartungen hoch sind, denn man sehnt sich nach dem ersten Titelgewinn seit der EM 2000. „Es ist an der Zeit, Titel zu gewinnen“, gab Verbandspräsident Noel Le Graet die Marschrichtung vor.

Platini setzt nicht auf Franzosen

Für UEFA-Präsident Michel Platini sind die Deutschen derzeit klar über die Franzosen zu stellen. „Deutschland hat derzeit das beste Team Europas, sehr jung, sehr kreativ. Ihr seid die großen Favoriten für die Europameisterschaft, zusammen mit Spanien“, sagte der frühere französische Weltklassespieler. Die „Equipe tricolore“ dagegen stecke nach der verkorksten WM 2010 in Südafrika im Umbruch. „Wir haben zwei, drei wirklich gute Spieler wie Karim Benzema (verletzt) und Franck Ribery. Der Rest ist so lala“, sagte der Europameister von 1984.

Mit Irland (in Dublin gegen Tschechien), Schweden (in Zagreb gegen Kroatien) und Kasachstan (in Antalya gegen Lettland) sind neben Deutschland drei weitere ÖFB-WM-Qualigegner im Mittwoch-Einsatz.

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