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Einigung zwischen UEFA und ECA

Im August soll es in Zukunft keine Länderspiele mehr geben. Darauf haben sich die europäischen Topvereine und die UEFA geeinigt, wie die Clubvereinigung ECA am Dienstag in Warschau bekanntgab. „Die Einigung mit der UEFA ist ein großer Durchbruch für den europäischen Vereinsfußball“, sagte ECA-Vorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

Wie die ECA am Rande ihrer Generalversammlung erklärte, soll es in Zukunft ausschließlich Doppelspieltage der Nationalteams geben. Insgesamt sollen maximal neun solcher Spieltage innerhalb von zwei Jahren zulässig sein. Einzeln angesetzte Länderspiele wie die Partie Österreich gegen Finnland am Mittwoch in Klagenfurt wären damit ausgeschlossen.

FIFA legt sich noch quer

Der für den Rahmenterminkalender zuständige Weltverband (FIFA) legt sich allerdings gegen die Pläne quer. „Die Diskussionen mit dem FIFA-Präsidenten haben bisher zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt“, räumte Rummenigge ein. Vonseiten des Weltverbandes hieß es am Dienstag in einer Aussendung: „Die FIFA ist überrascht von den jüngsten Aussagen der ECA.“

Die FIFA wies darauf hin, dass schon am 5. März eine Arbeitsgruppe eine möglichst einstimmige Lösung für den künftigen Terminkalender finden solle. Sowohl Rummenigge als auch ECA-Generalsekretär Michele Centenaro hätten jedoch die Einladung ausgeschlagen. Auch zu anderen Sitzungen seien die Vertreter der Clubvereinigung nicht erschienen. „Dies macht es schwer, in den Gesprächen mit den europäischen Vereinen Fortschritte zu erzielen“, schrieb die FIFA.

UEFA bezüglich Einigung zuversichtlich

Die UEFA ist hingegen erfreut, dass es gelungen ist, eine Reform des internationalen Länderspielkalenders zu beschließen. „Wir sind sehr froh über die Übereinkunft mit der ECA“, betonte UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino. „Wir sind zudem zuversichtlich, dass unsere Terminvorschläge von der FIFA, die mit uns stets den Dialog in dieser Sache gesucht hat, bestätigt werden.“

Der Weltverband erinnerte daran, dass der Spielkalender weltweit angewendet werden müsse und allein die FIFA als Regelbehörde dafür zuständig sei. Ziel sei zwar eine Vereinfachung. Neben den Interessen der Vereine müssten aber auch die der Nationalverbände und der Spieler berücksichtigt werden.

Links:

  • ECA(www.ecaeurope.com)
  • UEFA(www.uefa.com)
  • FIFA(www.fifa.com)