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Sorgen vor EM in Italien

Italien und England starteten am Mittwochabend mit Niederlagen ins EM-Jahr. Während Italien mit der 0:1-Heimniederlage gegen die USA die erste Pleite in Genua seit 1924 erlitt, bejubelte das Team des Trainergespanns Jürgen Klinsmann und Andreas Herzog den ersten Sieg über die „Azzurri“.

Es war nach dem 0:1 gegen Uruguay im November in Rom die zweite Niederlage Italiens in Folge. Italien-Coach Cesare Prandelli war nach der 0:1-Heimpleite gegen die USA aber nicht beunruhigt: „Ich fand die Niederlage unverdient. 100 Tage vor dem Turnier bin ich nicht beunruhigt. Ich glaube, bis Mai sind wir bereit“, sagte Prandelli. Ganz anders sahen das naturgemäß die Medien: „Das ist ein Italien zum Wegwerfen“, titelte die „Gazzetta dello Sport“ am Tag nach der historischen Niederlage. „Ein hässliches Italien, der nächste K. o.“, befand „Tuttosport“.

Italien-Coach Cesare Prandelli mit ernstem BlickAP/TanopressNoch ist Italiens Coach Prandelli nicht wirklich beunruhigt

Clint Dempsey stürzte die „Squadra Azzurra“ zum Auftakt des EM-Jahres in die Krise. Dempsey, der sein Geld in der englischen Premier League bei Fulham verdient, verwertete in der 55. Minute ein Zuspiel von Jozy Altidore zum entscheidenden Treffer für die US-Boys. Der 28-Jährige war erst der vierte US-Amerikaner überhaupt, dem ein Tor gegen Italien gelang.

„Taktisch war es eine Herausforderung“

„Ein Team vom Niveau Italiens zu besiegen, ist historisch für uns und ein sehr guter Sieg“, sagte Klinsmann, seit sieben Monaten Trainer der Amerikaner. „Wir wollten vor allem lernen, wie wir uns gegen ein Team wie Italien schlagen. Ich denke, die Boys haben sehr, sehr gut über 90 Minuten gespielt. Vor allem taktisch war es eine Herausforderung“, so Klinsmann weiter.

„Oranjes“ siegen im Wembley-Stadion

In London erlebten 76.283 Fans einen packenden Schlager zwischen England und den Niederlanden. Die Gäste führten im Wembley-Stadion nach einem Doppelschlag von Arjen Robben (57.) und Klaas-Jan Huntelaar (58.) bereits mit 2:0, ehe sich die Gastgeber zurück ins Spiel kämpften. Gary Cahill (85.) und Ashley Young (91.) egalisierten die Führung der „Oranjes“. Trotzdem ging der Vizeweltmeister am Ende als Sieger vom Feld. Bayern-Profi Robben versetzte in der 92. Minute mit dem Tor zum 3:2 die englischen Fans doch noch in Schockzustand.

Die Engländer warten damit seit dem 4:1 bei der EM 1996 auf einen Sieg gegen die Niederländer. Interimsteamchef Stuart Pearce hatte bei seinem Debüt überraschend Mittelfeldspieler Scott Parker zum vorläufigen Kapitänsnachfolger des abgesetzten John Terry berufen.

Messi-Show in Bern

Die Schweiz musste in Bern das Ausnahmetalent von Lionel Messi anerkennen. Der Weltfußballer erzielte beim 3:1-Sieg Argentiniens alle drei Tore für sein Team (20., 88., 93./Elfer). Für die Gastgeber von Trainer Ottmar Hitzfeld hatte Xherdan Shaqiri vom FC Basel den zwischenzeitlichen Ausgleich markiert (50.).

Lionel MessiGEPA/EQGegen Lionel Messi war an diesem Abend in Bern kein Kraut gewachsen

Mit einem Sieg und einem Unentschieden starteten die beiden EM-Gastgeber 100 Tage vor dem Turnierbeginn ins Jahr 2012. Die von Oleg Blochin betreuten Ukrainer setzten sich in Tel Aviv gegen Israel dank Treffern von Oleg Gusjew (17./Elfer), Jewgeni Konoplianka (45.) und Andrej Jarmolenko (61.) knapp mit 3:2 durch. Polen trotzte bei der Eröffnung des neuen Nationalstadions in Warschau Portugal mit Real-Superstar Cristiano Ronaldo ein torloses Remis ab.

Noch weit von der EM-Form entfernt ist Dänemark. Das 0:2 gegen Russland in Kopenhagen war für die Mannschaft von Trainer Morten Olsen ein Warnschuss. Überragender Spieler bei den Gästen war Andrej Arschawin. Der zu Zenit St. Petersburg gewechselte Torjäger bereitete das Führungstor von Clubkollege Roman Schirokow (4.) vor und traf dann kurz vor der Pause selbst per Fernschuss zum 2:0 (45.).

Spanien feiert Kantersieg

Titelverteidiger Spanien tankte zum Auftakt des EM-Jahres viel Selbstvertrauen. Gegen Venezuala feierte der Welt- und Europameister in Malaga einen 5:0-Kantersieg. Mann des Tages war der dreifache Torschütze Roberto Soldado von Valencia.

Der in der zweiten Hälfte eingewechselte Angreifer schraubte den Erfolg der Spanier in der 50., 53. und 84. Minute in die Höhe und empfahl sich damit für einen EM-Platz. Zuvor hatten Andres Iniesta (37.) und Daniel Silva (40.) für das Team von Trainer Vicente del Bosque getroffen.

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Publiziert am 01.03.2012