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Kampfansage des Vizeweltmeisters

Ex-Weltmeister Jenson Button hat vor dem Saisonstart am Sonntag in Australien (7.00 Uhr MEZ, live in ORF eins) unmissverständlich klargemacht, dass für ihn in diesem Jahr nur der WM-Titel in der Formel 1 zählt. Seine Chancen stünden „sehr gut“, betonte der 32-jährige Engländer.

„Ich kann kaum erwarten, dass es losgeht. Wir hatten bei McLaren einen wirklich fantastischen Winter. Die Burschen haben großartig am neuen Auto gearbeitet“, lobte er sein Team. In Richtung Doppelweltmeister Sebastian Vettel und dessen zuletzt so dominierenden Rennstall sagte er: „Red Bull hat einen fantastischen Job gemacht. Und jeder weiß, dass Designer Adrian Newey ein Genie ist.“ Doch die Dominanz der „Bullen“ hatte auch andere Gründe, wie der Brite gestand: „Wir haben sie in den vergangenen beiden Jahren zu wenig herausgefordert. Ich denke, das wird dieses Jahr anders sein. Und ich will sie einmal sehen, wenn sie unter Druck sind.“

Jenson Button

GEPA/xpb.cc/Moy

Button blickt der Saison sehr zuversichtlich entgegen

„Die stärkste Formel 1 aller Zeiten“

Geht es nach Button, müssen sich Vettel und Red Bull dieses Jahr warm anziehen. Dazu habe auch das Formel-1-Comeback des finnischen Ex-Weltmeisters Kimi Räikkönen bei Lotus beigetragen. „Ich denke, wir erleben in diesem Jahr die stärkste Formel 1 aller Zeiten. Die bisher letzten sechs Weltmeister gehen alle in dieser Saison an den Start. Das ist unglaublich“, gab der amtierende Vizeweltmeister zu Protokoll.

Red Bull und danach McLaren und Ferrari - bei diesen drei Topteams werde es in diesem Jahr nicht bleiben, prophezeite der Engländer. „Ich glaube, Mercedes hat extrem aufgeholt. Und auch Lotus müssen wir nach der Rückkehr auf dem Zettel haben, die sehen mit Kimi auch wirklich stark aus“, sagte Button zum aktuellen Kräfteverhältnis in der Königsklasse des Motorsports.

Auch Red Bull zeigt Respekt

Auch bei Red Bull Racing sieht man in Button den schärfsten Konkurrenten. Doch auch dessen McLaren-Teamkollegen Lewis Hamilton, Ferrari-Star Fernando Alonso und Räikkönen stufte RB-Teamchef Christian Horner als gefährliche Gegner ein. Trotzdem schickte Horner auch eine Warnung an die Konkurrenz: Doppelweltmeister Vettel werde sich noch weiter steigern. „Wir haben das Beste von ihm noch nicht gesehen. Er wird sich weiterentwickeln und noch stärker werden“, erklärte Horner.

An der Spitze erwarte Red Bull aber ein engeres Rennen als noch im Vorjahr, als sich Vettel 122 Punkte vor Ex-Weltmeister Button durchsetzte. „Seb hatte ein unglaubliches Jahr und hat am Ende dominiert. Aber nun gibt es große Konkurrenz mit sechs Weltmeistern am Start.“ Auf den seiner Meinung nach schärfsten Konkurrenten angesprochen sagte Horner: „Wahrscheinlich Jenson.“

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