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78 Minuten ohne Herzschlag
Zehn Tage danach befindet sich der Fußballer, der weiter auf der Intensivstation des Londoner Chest Hospitals liegt, auf dem Weg der Besserung. Sein Heilungsprozess sei „ermutigend“, hieß es in einer gemeinsam von den Wanderers und dem Spital herausgegebenen Pressemitteilung am Montag. Muamba konnte demnach bereits kurzfristig das Bett verlassen und hat begonnen, selbstständig zu essen.
Reuters/Toby MelvilleMuamba (r.) ist nach seinem Herzstillstand auf dem Weg der Besserung„Wir haben das Schlimmste befürchtet und nicht daran geglaubt, dass er sich erholt. Es ist unglaublich. Es waren 48 Minuten, bis er nach dem Kollaps das Krankenhaus erreichte und danach noch einmal 30 Minuten. Zu dieser Zeit war er in Wirklichkeit tot“, berichtete Tobin, der als einer der Ersten an der Unglücksstelle war.
Kardiologe spricht von „Wunder“
Andrew Deaner, Kardiologe an dem Londoner Krankenhaus, sagte der BBC: „Wenn ich jemals das Wort Wunder gebrauchen würde, dann trifft es auf diesen Fall zu. Er hat eine bemerkenswerte Genesung hinter sich.“ Im Gespräch mit dem Sender Sky schilderte Tobin seinen Besuch bei Muamba am vergangenen Dienstagabend: „Ich kam ins Zimmer, und er sagte: ‚Hi Doc.‘ Ich fragte ihn, wie es ihm geht, und er sagte: ‚Gut.‘“
Muamba war am 17. März im FA-Cup-Viertelfinale bei Tottenham Hotspur bewusstlos zusammengebrochen. Bereits zwei Tage später hatte sein Verein mitgeteilt, dass Muamba selbstständig ohne Beatmungsgerät atmen würde und bei Bewusstsein sei. Spekulationen, ob er wieder als Profi zurückkehren könne, seien viel zu früh. Ein normales Leben sei aber laut Spitalsangaben „im Bereich des Möglichen“.
Wer hat gewonnen?
Die kurz vor der Pause beim Stand von 1:1 abgebrochene Partie wird am Dienstag nachgetragen. Laut der Tageszeitung „Sun“ hatte sich Muamba nach dem Aufwachen erkundigt, wer das Spiel gewonnen habe. „Fabrice hat dann gefragt, warum das Match nicht zu Ende gespielt wurde“, berichtete Aime Esalo, ein Freund der Familie. Muambas Vater Marcel habe darauf geantwortet: „Wegen dir.“
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Publiziert am 27.03.2012