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ÖEHV riskiert 10.000 Euro Strafe

Österreichs Eishockeyverband (ÖEHV) riskiert beim Spiel im Rahmen der Euro Hockey Challenge gegen Weißrussland am 6. April in Villach laut einem Bericht von ORF Kärnten und der „Kronen Zeitung“ eine Strafe von bis zu 10.000 Euro.

Grund: Am Karfreitag gilt in Kärnten ein landesweites Veranstaltungsverbot. „Wir haben das nicht gewusst. Wir müssen uns an unsere Verträge halten und werden auf jeden Fall spielen - auch wenn wir damit eine Strafe riskieren“, sagte Verbandspräsident Dieter Kalt, langjähriger aber mittlerweile pensionierter Bezirkshauptmann von St. Veit, am Montag zur APA.

Bei einer Absage bestehe das Risiko, aus dem Bewerb zu fallen. „Dann fliegen wir aus dem Pool, bekommen nächstes Jahr keine Partien mehr gegen A-Nationen“, erklärte Kalt. Ein derartiges Veranstaltungsverbot gilt im Übrigen nur in Kärnten. „Zukünftig werden wir solche Dinge berücksichtigen, ich bitte um Verständnis“, so der Verbandspräsident.

Feiertagsruhe ist Kärnten wichtig

Im Kärntner Veranstaltungsgesetz ist geregelt, dass zu Weihnachten (24. Dezember) und am Karfreitag „Veranstaltungen verboten“ sind. In Oberösterreich sind an diesen Tagen „Vergnügungsveranstaltungen“ verboten, Sportveranstaltungen aber erlaubt.

In Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark, Salzburg und Tirol sind nur Veranstaltungen verboten, die „religiöse Gefühle der Bevölkerung verletzen“ bzw. „dem Charakter und der Bedeutung dieser Tage“ abträglich sind. In Vorarlbergs Veranstaltungsgesetz gibt es keine Sonderregelung für Karfreitag und den 24. Dezember.

„Ich gehe davon aus, dass die Stadt Villach in entsprechenden Gesprächen den Präsidenten des Eishockeyverbandes darauf hinweist, wie er sich zu verhalten hat und von sich aus als Veranstaltungsbehörde das Spiel untersagen wird“, erklärte der Leiter der Landesinfrastrukturabteilung, Albert Krainer, gegenüber dem ORF Kärnten. Krainer wird weiters sinngemäß zitiert, dass es bei 28.000 Veranstaltungen im Jahr wohl nicht zu viel verlangt sein könne, wenn an diesen wichtigen Feiertagen Zeit für Besinnung sei.

„Werden Spiel nicht genehmigen“

„Wir werden das Spiel nicht genehmigen, wir handeln gesetzeskonform“, erklärte dazu Villachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter (SPÖ) auf APA-Anfrage. Das Veranstaltungsverbot am Karfreitag gilt in Kärnten seit mehr als 15 Jahren. Erst im vergangenen Jahr sprach sich der Landtag einstimmig für die Beibehaltung dieses Passus aus.

Die Euro Hockey Challenge ist für Österreich Vorbereitung auf die B-WM, die von 15. bis 21. April in Ljubljana über die Bühne geht. Bei der Challenge sind jeweils zwei Spiele der ÖEHV-Auswahl gegen die A-Nationen Weißrussland (6. und 7. April in Villach) und die Schweiz (11. und 12. April in Feldkirch) geplant. Alle Spiele sind auch für Liveübertragungen in ORF Sport + vorgesehen.

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