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KAC-Traum geplatzt
Der Grunddurchgangs- und Zwischenrundenerste stützte sich nach drei Siegen en suite in den Finalspielen wie zuletzt auf seine solide Abwehr, um auch intensives Offensivinvestment zu betreiben. Bereits in der zweiten Minute folgte durch Verteidiger Adrian Veideman der erste Warnschuss, doch Andy Chiodo parierte ebenso bravourös wie in der zweimaligen Linzer Powerplay-Phase zwischen der zehnten und 14. Minute. Da meisterte der KAC-Goalie gleich drei hochkarätige EHC-Chancen aus nächster Nähe.
GEPA/Walter LugerHier scheiterte Keller noch an Chiodo, wenig später machte er es besserKleine Vorentscheidung
Die Oberösterreicher schwenkten dann im zweiten Drittel auf Meisterschaftskurs ein, als Mike Ouellette beim dritten Überzahlspiel einen Querpass von Curtis Murphy zum fälligen Führungstor abschloss (24.). Dem Treffer war ein Wechselfehler der Klagenfurter vorangegangen. „KAC-Schreck“ Justin Keller legte mit seinem neunten Playoff-Tor nach (29.) und verwandelte damit die ausverkaufte Linzer Eishalle in ein „Tollhaus“.
Doch die „Rotjacken“ aus Klagenfurt, bei denen Coach Christian Weber seine Reihen gegenüber den letzten beiden Partien verändert hatte und überraschend auch wieder der 32-jährige Ex-NHL-Verteidiger Michael Siklenka mitwirkte, kamen durch Verteidiger Johannes Kirisits zurück (40.). Beim Schuss des 26-jährigen St. Veiters, der schon im ersten Finalspiel in Linz zweimal getroffen hatte, machte der ansonsten zuverlässige Linz-Rückhalt Alex Westlund keine gute Figur.
Last fällt ab
Spannung pur herrschte durch den Anschlusstreffer im Schlussdrittel. Johannes Reichel traf für die kampfstarken Kärntner die Stange (43.). Die Linzer verlegten sich mit Glück und Geschick aufs Verteidigen und retteten den Vorsprung über die Zeit. In der hektischen Schlussphase erlöste Gregor Baumgartner 1,7 Sekunden vor Schluss mit seinem Empty-Net-Treffer sein Team und die Fans in der ausverkauften Linzer Eishalle.
GEPA/Mario KneislSiegesparty mit den Pokalen für den österreichischen und den EBEL-MeisterDanach knallten die Meistersektkorken für Kapitän Philipp Lukas und Co. „Es ist so viel Last von den Schultern gefallen. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Eishockey ist wie eine Ehe, man muss die guten und schlechten Phasen überstehen, und das haben wir heuer meisterlich geschafft“, sagte Lukas, bevor er den Pokal stemmte.
Erste Bank Eishockey Liga, Finale
Sonntag:
Black Wings Linz - KAC 3:1
(0:0 2:1 1:0)
Keine-Sorgen-Arena, 3.650, SR Smetana/Trilar
Tore: Ouellette (24./PP), Keller (29.), Baumgartner (60./EN) bzw. Kirisits (40.)
Strafminuten: 8 bzw. 10
Endstand in der „Best of seven“-Serie: 4:1
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Publiziert am 02.04.2012