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Bitteres Missgeschick vor Familienurlaub

Die verdiente Skipause hat für Abfahrtsweltcup-Sieger Klaus Kröll auf dem OP-Tisch begonnen. Der 31-jährige Steirer kam beim Motocross-Fahren in Niederösterreich zu Sturz und zog sich dabei einen Bruch eines Fußwurzelknochens im rechten Bein zu. Das teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Mittwoch in einer Presseaussendung mit.

Kröll wurde noch am Dienstag unmittelbar nach dem Unfall von ÖSV-Arzt Martin Gruber im Landesklinikum Krems erfolgreich operiert. „Die Operation ist ohne Komplikationen verlaufen. Klaus geht es den Umständen entsprechend gut, er wird voraussichtlich noch vor Ostern aus dem Klinikum entlassen“, sagte Gruber nach dem Eingriff. In den kommenden sechs bis acht Wochen stehe eine intensive Rehabilitation auf dem Programm.

Für Kröll, der den Abfahrtsweltcup sieben Punkte vor dem Schweizer Beat Feuz für sich entschieden hatte, ist das Missgeschick freilich bitter, die Pläne wurden über den Haufen geworfen: „So eine Verletzung ist natürlich nicht optimal. Leider fällt damit auch unser Familienurlaub ins Wasser. Jetzt heißt es volle Konzentration auf die Reha, damit ich ohne Probleme in den WM-Winter starten kann“, so Kröll, der in Schladming als Lokalmatador auf Medaillenjagd gehen wird.

Auch Herbst musste unters Messer

Mit seinem Los ist Kröll innerhalb der ÖSV-Mannschaft allerdings nicht alleine, denn auch Slalom-Spezialist Reinfried Herbst musste vor wenigen Tagen unters Messer. Der 33-Jährige war im LKH Salzburg erfolgreich an der rechten Schulter operiert worden. Diesem Eingriff hätte sich der Olympiazweite von Turin 2006 eigentlich schon im Jänner unterziehen sollen. Er kämpfte sich jedoch bis zum Weltcup-Finale durch, um in der Startliste nicht ins Niemandsland abzurutschen.

Herbst hatte sich die Schulterverletzung - ein rund ein Zentimeter großer Knochensplitter war knapp oberhalb des Bizeps weggebrochen - bei einem schweren Sturz Mitte Jänner im Training für den Weltcup-Slalom in Kitzbühel zugezogen. „Die Operation dauerte rund eineinhalb Stunden. Der Splitter wurde wieder angeschraubt, damit die Führung im rechten Schulterbereich gewährleistet ist“, sagte Herbst, der ab Mai wieder voll ins Training einsteigen wird.

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