Erfolgreiche Aufholjagd in der Wüste
Das erste Saisonrennen der Motorrad-WM ist am Sonntag zur Beute von Jorge Lorenzo geworden. Der spanische Yamaha-Pilot triumphierte erstmals in seiner MotoGP-Karriere beim Grand Prix von Katar. Zweiter wurde mit einem Rückstand von 0,852 Sekunden sein Landsmann Dani Pedrosa. Weltmeister Casey Stoner musste sich mit Platz drei begnügen (+ 2,908).
Dabei sah es für den Australier lange Zeit nach seinem fünften Sieg in Katar aus. Stoner übernahm gleich nach dem Start die Führung von Poleposition-Mann Lorenzo und baute diese sukzessive aus. Am Ende fiel der 26-Jährige allerdings zurück. Drei Runden vor Schluss schob sich Lorenzo an die Spitze, danach musste Stoner auch noch seinem Honda-Markenkollegen Pedrosa den Vortritt lassen.
„Alles sah sehr gut aus, ich war richtig flott. Dann bekam ich Probleme mit meiner Muskulatur im Unterarm. Ich konnte kaum noch den Lenker festhalten. Das war richtig gefährlich. Die Enttäuschung ist groß“, sagte Stoner, der sein Missgeschick auf neue und ungewohnte Handschuhe zurückführte. Stoner hat jetzt allerdings bis zum Grand Prix in Spanien drei Wochen Zeit, das ungewöhnliche Problem zu beheben.

Reuters/Fadi Al-Assaad
Lorenzo hatte nach seinem Sieg für jede Kamera ein Lächeln
Lorenzo erwartet „harte Saison“
Vizeweltmeister Lorenzo fährt hingegen als großer Sieger zu seinem Heimrennen. „Casey war am Anfang zu schnell, dann ist er aber langsamer geworden. Ich habe alles gegeben und nie aufgegeben. Ich bin mir aber jetzt schon sicher, dass das eine ganz harte Saison wird“, erklärte der Spanier, dessen großes Ziel der zweite MotoGP-Titel nach 2010 ist, nach dem Flutlichtrennen.
Ein tolle Steigerung gelang dabei auch Pedrosa. Der Spanier fuhr von Startplatz sieben auf zwei. „Im Qualifying war ich richtig schlecht. Im Warm-up ist wieder alles normal gelaufen, deshalb konnte ich im Rennen vorne mitfahren. Jorge war in der Schlussphase cleverer, aber ich bin glücklich mit Platz zwei“, sagte Pedrosa. Weniger gut verlief der Saisonauftakt für Valentino Rossi. Der Italiener kam mit seiner Ducati nicht über Platz zehn hinaus und hatte über 30 Sekunden Rückstand.
Rang drei für KTM bei WM-Comeback
Für KTM gab es bei der Rückkehr in die Straßen-WM in der Moto3-Klasse die Ränge drei und vier. Der Spanier Maverick Vinales (Honda) gewann vor dem Italiener Romano Fenati (Honda), dahinter folgte das KTM-Duo Sandro Cortese (GER) und Luis Salom (ESP). Das Werksteam aus Oberösterreich rechnet sich nach zweijähriger WM-Absenz Titelchancen aus.
„Das war ein äußerst harter Kampf und ich musste 200 Prozent geben. Heute gaben auch die Ellenbogen mit den Ausschlag, wer als Dritter auf dem Podium steht“, sagte der aus der Poleposition gestartete Cortese nach dem Debütrennen der neu geschaffenen Klasse, die die bisherige 125-Kubikzentimeter-Kategorie ablöste. In der Moto2-Klasse setzte sich Marc Marquez durch, damit gingen alle drei Siege an Spanien.
Grand Prix von Katar
MotoGP:
| 1. |
Jorge Lorenzo |
ESP |
Yamaha |
42:44,214 |
| 2. |
Dani Pedrosa |
ESP |
Honda |
+ 0,852 |
| 3. |
Casey Stoner |
AUS |
Honda |
2,908 |
| 4. |
Cal Crutchlow |
GBR |
Yamaha |
17,144 |
| 5. |
Andrea Dovizioso |
ITA |
Yamaha |
17,420 |
| 6. |
Nicky Hayden |
USA |
Ducati |
28,413 |
| 10. |
Valentino Rossi |
ITA |
Ducati |
33,665 |
Moto2:
| 1. |
Marc Marquez |
ESP |
Suter |
40:34,225 |
| 2. |
Andrea Iannone |
ITA |
Speed Up |
+ 0,061 |
| 3. |
Pol Espargaro |
ESP |
Kalex |
1,412 |
| 4. |
Esteve Rabat |
ESP |
Kalex |
1,639 |
| 5. |
Thomas Lüthi |
SUI |
Suter |
3,981 |
| 6. |
Scott Redding |
GBR |
Kalex |
6,768 |
Moto3:
| 1. |
Maverick Vinales |
ESP |
FTR Honda |
38:40,995 |
| 2. |
Romano Fenati |
ITA |
FTR Honda |
+ 4,301 |
| 3. |
Sandro Cortese |
GER |
KTM |
18,013 |
| 4. |
Luis Salom |
ESP |
Kalex KTM |
18,200 |
| 5. |
Miguel Oliveira |
POR |
Suter Honda |
18,745 |
| 6. |
Zufami Khairuddin |
MAL |
KTM |
19,052 |
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