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Mercedes-Feiertag in Schanghai
Jenson Button und Lewis Hamilton (beide McLaren) fuhren als Zweiter und Dritter ebenfalls auf das Podest, dahinter landete das Red-Bull-Duo Mark Webber und Sebastian Vettel. Der Weltmeister verbesserte sich damit gegenüber der Startaufstellung immerhin um sieben Ränge, hatte allerdings bis fast zum Schluss auf noch mehr hoffen dürfen.
Mit dem dritten dritten Platz in Folge setzte sich Hamilton vor Button an die WM-Spitze, da der bisherige Leader Fernando Alonso im Ferrari nicht über Rang neun hinauskam. Rosberg liegt nun hinter dem Spanier, Webber und Vettel auf dem sechsten Rang. Bisher war er in dieser Saison ohne Punkte gewesen.
AP/Greg BakerAuch Button musste die Überlegenheit des Siegers anerkennen„Es ist ein unglaubliches Gefühl. Es hat lange gedauert für mich und das Team, deshalb ist es so grandios, dass wir jetzt dort stehen, wo wir hinwollten“, freute sich Rosberg. „Es ist wirklich schön zu sehen, wie schnell wir uns nun entwickeln. Wir haben nicht erwartet, dass wir heute so schnell sein würden.“ Im Kampf um den Siegespokal war er aber offenbar nicht schnell genug. Denn Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug kündigte gleich an: „Den geb’ ich nicht mehr her.“
Ungefährdeter Start-Ziel-Sieg
Rosberg und sein Mercedes-Teamkollege Michael Schumacher, die sich die erste Reihe teilten, kamen beim Start gut weg, dahinter schob sich Button auf Rang drei. Vettel büßte hingegen drei Plätze ein und lag nach der ersten Runde nur auf Rang 14, wo er auch in der Folge steckenblieb. Sein Teamkollege Webber überraschte in Runde sieben mit einem sehr frühen Reifenwechsel.
AP/Greg BakerRosberg kontrollierte das Rennen von Beginn anAn der Spitze setzte sich Rosberg ab, hinter ihm schoben sich die Verfolger eng zusammen. In Runde zehn begann dann die erste allgemeine Boxenstopp-Phase, die für Schumacher das Rennende brachte: Sein rechtes Vorderrad wurde nicht richtig befestigt, der von Rang zwei gestartete Rekordweltmeister schied als einziger Fahrer in Runde 13 aus.
Zahlreiche Positionswechsel
In der 19. Runde kam Vettel erstmals in die Punkteränge, vorne hielt Rosberg seinen Vorsprung von rund fünf Sekunden auf das McLaren-Duo. Nach der zweiten Serie der Boxenstopps bzw. in Runde 35 ging die Führung kurzfristig an Button, der allerdings im Gegensatz zu Rosberg noch einmal an die Box musste - und den Reifenwechsel mit 9,7 Sekunden Stehzeit total verpatzte.
Damit wurde der Kampf um Platz zwei noch einmal spannend, sechs Fahrer lagen innerhalb von vier Sekunden. Mit den abbauenden Reifen gab es immer wieder Ausrutscher, die zu zahlreichen Positionswechseln führten. Vettel schob sich bis auf Rang zwei nach vorne, musste im Finish aber die mit neueren Reifen fahrenden Button, Hamilton und Webber wieder passieren lassen.
Wie der Vater, so der Sohn
Nur an der Spitze tat sich nichts mehr: Rosberg baute den Vorsprung auf bis zu 25 Sekunden aus und konnte die letzten Runden auf der Fahrt zu seinem ersten Sieg so richtig genießen. Er machte sich 27 Jahre nach dem letzten Erfolg seines Vaters Keke zum zweiten Grand-Prix-Sieger aus dem Hause Rosberg.
Es war das dritte Mal in der Geschichte der Königsklasse, dass der Sohn eines früheren Siegers ebenfalls gewann. Zuvor war das den Kanadiern Gilles und Jacques Villeneuve und den Briten Graham und Damon Hill gelungen. Während es Gilles Villeneuve zum Vizeweltmeister (1979) brachte und sein Sohn Weltmeister wurde (1997), sind die Hills die einzige Vater-Sohn-Paarung, die es auch zu Weltmeisterehren brachte. Graham Hill war 1962 und 1968 Champion, sein Sohn Damon 1996.
Grand Prix von China
| Endstand nach 56 Runden (305,066 km): | ||||
| 1. | Nico Rosberg | GER | Mercedes | 1:36:26,929 |
| 2. | Jenson Button | GBR | McLaren | + 20,626 |
| 3. | Lewis Hamilton | GBR | McLaren | 26,012 |
| 4. | Mark Webber | AUS | Red Bull | 27,924 |
| 5. | Sebastian Vettel | GER | Red Bull | 30,483 |
| 6. | Romain Grosjean | FRA | Lotus | 31,491 |
| 7. | Bruno Senna | BRA | Williams | 34,597 |
| 8. | Pastor Maldonado | VEN | Williams | 35,643 |
| 9. | Fernando Alonso | ESP | Ferrari | 37,256 |
| 10. | Kamui Kobayashi | JPN | Sauber | 38,720 |
| 11. | Sergio Perez | MEX | Sauber | 41,066 |
| 12. | Paul di Resta | GBR | Force India | 42,273 |
| 13. | Felipe Massa | BRA | Ferrari | 42,779 |
| 14. | Kimi Räikkönen | FIN | Lotus | 50,573 |
| 15. | Nico Hülkenberg | GER | Force India | 51,213 |
| 16. | Jean-Eric Vergne | FRA | Toro Rosso | 51,756 |
| 17. | Daniel Ricciardo | AUS | Toro Rosso | 1:03,156 |
| 18. | Witali Petrow | RUS | Caterham | eine Runde |
| 19. | Timo Glock | GER | Marussia | eine Runde |
| 20. | Charles Pic | FRA | Marussia | eine Runde |
| 21. | Pedro de la Rosa | ESP | HRT | eine Runde |
| 22. | Narain Karthikeyan | IND | HRT | zwei Runden |
| 23. | Heikki Kovalainen | FIN | Caterham | drei Runden |
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Publiziert am 16.04.2012