Themenüberblick
Bereits 24 Athlethen nominiert
„Ich rechne mit einer Teamgröße von 70 bis 85“, sagte Generalsekretär Peter Mennel am Dienstag auf einer Countdown-Pressekonferenz in Wien. Nennschluss beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ist der 9. Juli. Am Wochenende davor bietet sich die letzte Chance für die Qualifikation, das ÖOC will das abwarten.
Nach aktueller Hochrechnung haben derzeit 50 rot-weiß-rote Athleten einen London-Startplatz sicher. Etliche können aufgrund ihren Ranglistenplatzierung nicht mehr vom sichereren Startplatz verdrängt werden wie Dressurreiterin Viktoria Max-Theurer, Fechter Roland Schlosser sowie die Judoka Ludwig Paischer und Sabrina Filzmoser.
Alle Plätze werden besetzt
Manche haben Quotenplätze für die Nation erbracht, die namentliche Zuordnung ist aber noch offen. Eine Teamgröße von 70 Einzelsportlern scheint realistisch, für die Hockey-Herren wird es Ende April in Japan ernst. Grenz- und Streitfälle bei der Nominierung wird es jedenfalls nicht geben. „Wir werden alle Startplätze, die wir bekommen, auch wahrnehmen“, unterstrich Mennel die ÖOC-Linie.
Die offizielle Einkleidung der Sportler findet am 14. und 15. Juli in Wien statt, Vereidigung und Verabschiedung durch Bundespräsident Heinz Fischer in der Hofburg folgen am Tag darauf. „Ab 16. Juli wird das ÖOC auch in das Olympische Dorf in London einziehen, wir wollen schon am ersten Tag da sein“, erklärte der Generalsekretär. Nicht alle werden aber im zentralen Olympischen Dorf wohnen, so sind Segler, Kanuten und Ruderer (bei Qualifikation) in kleineren Dörfern bzw. Unterkünften einquartiert.
Farnik zum sechsten Mal dabei
Gezielt auf ihren großen Tag hinarbeiten können u. a. schon Schütze Thomas Farnik, Hürdensprinterin Beate Schrott, die Flachwasser-Kanutinnen Yvonne Schuring/Viktoria Schwarz sowie die Rhythmische Gymnastin Caroline Weber. Für den 45-jährigen Farnik werden es die sechsten Spiele, der um zwei Jahre ältere Hans Spitzauer kämpft im Startboot noch um seine sechste Teilnahme. Farnik reiste noch am Montag zu den Preolympics in London, um sich mit Wettkampfstätte und Zeitablauf vertraut zu machen, zudem stehen Munitionstests auf dem Programm.
Während Routinier Farnik ein wenig die Rolle eines „Leitwolfs“, wie er es selbst bezeichnete, einnehmen wird, wird es für Schrott das erste Antreten im Zeichen der fünf Ringe. „Das wird sicher eine irrsinnig tolle Erfahrung. Bei der WM habe ich gesehen, dass es sehr schwer wird, an so einem Tag seine Bestleistung abzurufen. Ich erwarte mir aber eine solide Leistung“, meinte die 24-Jährige, die in einem Monat in die Freiluftsaison startet.
Die jeweils zweite Teilnahme wird es für Schuring/Schwarz und Weber, die auf dem Weg nach England jeweils noch mehrere Wettkämpfe absolvieren werden. Die regierende Kanu-Weltmeisterinnen sind in der Rolle der Mitfavoriten, Weber will in London mit heimatverbundenen Akzenten in ihrem Programm punkten. Die Gymnastin hat sich für ihre Kür mit dem Ball den „Wildschütz Rap“ von Hubert von Goisern ausgesucht und bekam vom Künstler eine speziell auf die Choreographie zugeschnittene Version.
Die bisher 24 Nominierten
Segeln (5): Florian Reichstädter/Matthias Schmid (470er), Nico Delle Karth/Nikolaus Resch (49er), Andreas Geritzer (Laser)
Leichtathletik (4): Andrea Mayr (Marathon), Beate Schrott (100 m Hürden) bzw. Günther Weidlinger (Marathon), Gerhard Mayer (Diskus)
Schießen (4): Stephanie Obermoser (KK Luftgewehr) bzw. Thomas Farnik (KK Luftgewehr), Christian Planer (beide KK Luftgewehr), Andreas Scherhaufer (Trap)
Schwimmen (3): Jördis Steinegger bzw. Markus Rogan, Dinko Jukic (jeweils Becken)
Tischtennis (3): Liu Jia bzw. Chen Weixing, Werner Schlager (jeweils Einzel)
Turnen (2): Barbara Gasser bzw. Fabian Leimlehner (jeweils Einzel)
Kanu (2): Yvonne Schuring/Viktoria Schwarz (Flachwasser K2) Rhythmische
Gymnastik (1): Caroline Weber (Einzel)
Links:
Publiziert am 18.04.2012