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„Es fängt mit der U16 an“

Der Aufstieg war vom Verband nicht als oberstes Ziel ausgegeben worden. Manny Viveiros sollte den Umbau und die Verjüngung einleiten. Der 46-jährige Austro-Kanadier hat die Vorgaben umgesetzt, ist mit acht WM-Debütanten zur WM der Division 1A nach Ljubljana gereist und hat trotzdem die Rückkehr in die A-Gruppe geschafft. Vom langfristigen Weg der Entwicklung junger Spieler will er nicht abgehen.

Viveiros hob vor allem den Charakter der Mannschaft hervor, die nach der überraschenden Niederlage gegen Japan mit einem 7:2 gegen Ungarn trotz zweimaligen Rückstandes den Aufstieg fixierte. „Es gab nie ein Problem, die Leute waren immer positiv. Das ist die neue Identität, die wir bringen wollen, und dabei ist die Nummer eins der Charakter“, erklärte er nach dem vorzeitig erreichten Aufstieg.

ÖEHV-Trainer Manny Viveiros und Co-Trainer Christian Weber mit SpielernAPA/Helmut FohringerAssistent Christian Weber gratuliert Headcoach Manny Viveiros zum Aufstieg

Nun geht es von 3. bis 19. Mai 2013 in Stockholm und Helsinki mit einem neuen Modus (zwei Achter-Gruppen, in denen jeder gegen jeden spielt) gegen die Besten der Welt. „Ziel ist natürlich oben zu bleiben, aber das Programm ist langfristig angelegt. Es fängt mit der U16 an, da müssen wir mehr gute Spieler produzieren. Der Aufstieg ist ein gutes Signal, dass wir in die richtige Richtung gehen“, betonte Viveiros, der im vergangenen Jahr einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat.

Finne Suhonen heißer Sportdirektor-Kandidat

Unterstützung bekommt er vielleicht durch einen Finnen. Der ÖEHV gab am Donnerstag bekannt, dass Alpo Suhonen ein Kandidat für den neuen Posten des Sportdirektors ist. Suhonen war in Ljubljana drei Tage lang Gast des ÖEHV, der von positiven Gesprächen berichtete. Er hat 46 Jahre Erfahrung im Eishockey. Er war jahrelang Teamchef finnischer Nachwuchsnationalteams, Schweizer Proficlubs (Ambri-Piotta, ZSC Lions, Kloten und Bern) und NHL-Teams (Cheftrainer der Chicago Blackhakws, Assistent bei den Winnipeg Jets und Toronto Maple Leafs).

Viveiros wird vermutlich auch nächstes Jahr mit einer jungen Mannschaft nach Skandinavien reisen. Verstärkung ist aber willkommen. Ob die NHL-Spieler, von denen heuer nur Michael Grabner half, dabei sind, ist wie immer offen. Thomas Pöck würde dem Team ebenfalls sehr weiterhelfen. In Ljubljana standen 22 Tore in vier Spielen in der positiven Bilanz, zudem ein effizientes Powerplay und ein diszipliniertes Spiel mit wenigen Strafen. Allerdings kassierten die Österreicher 13 Gegentreffer, im Bully war in Ljubljana nur Kapitän Thomas Koch konkurrenzfähig. Bei Torhüter Bernhard Starkbaum wechselten Licht und Schatten.

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Publiziert am 20.04.2012