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Aufsteiger neuer Vierter

Mit Glück und Effizienz hat Aufsteiger Admira in der 31. Bundesliga-Runde bei Mattersburg mit 2:1 (0:1) gewonnen und sich damit auf Platz vier in der Tabelle nach vorn gearbeitet. Für die Burgenländer hingegen war die dritte Niederlage in Folge eine höchst unglückliche, denn sie waren in Hälfte zwei die klar bessere Mannschaft.

Allerdings erzielten die Gäste alle drei Tore, nach einem Eigentor von Bernhard Schachner (41.) legten Benjamin Sulimani (46.) und Patrik Jezek (80.) aus einem Konter nach. Nach ersten 40 Minuten mit höchstens Halbchancen fielen unmittelbar vor und nach der Pause die ersten zwei Tore. Gerade als die Admira das Spiel in den Griff zu bekommen schien, faustete Admira-Tormann Tischler in der 41. Minute einen Naumoski-Freistoß kurz weg.

Patrick Bürger (Mattersburg) und Daniel Toth (Admira)

GEPA/Mario Kneisl

Mattersburg (l.) hatte den Aufsteiger lange gut im Griff, verlor aber dennoch

Der Ball sprang direkt an Bernhard Schachners Bein und von dort ins eigene Tor. Schachner kam nach dem Wechsel nicht mehr auf das Spielfeld, dafür sorgte diesmal ein Fehler auf Mattersburger Seite für den schnellen Ausgleich. Sulimani übernahm einen Fehlpass von Naumoski, ließ zwei Mattersburg-Verteidiger stehen und schoss souverän zum 1:1 ins linke Eck ein (46.).

Siegestreffer entgegen Spielverlauf

Danach wurde aber Mattersburg immer stärker und drängte weit intensiver auf den Führungstreffer als die noch um eine Europacup-Teilnahme kämpfenden Gäste. So ging ein schöner Mörz-Kopfball nach Potzmann-Flanke nur ganz knapp über das Admira-Tor (70.), kurz danach wehrte Tischler mit einer starken Parade einen Naumoski-Schuss ab (71.). Völlig gegen den Spielverlauf fiel dann der Siegestreffer der Admiraner.

Bei einem Konter gegen die drängenden Mattersburger bediente Ouedraogo mit einem Pass Patrik Jezek, und der schloss aus rund 16 Metern mit einem Schuss ins rechte Eck ab (80.). In der hektischen Schlussphase gab es einige Gelbe Karten. Der verdient gewesene Ausgleich gelang den Burgenländern, die nun schon fünf Partien auf einen vollen Erfolg warten, aber nicht mehr. Mattersburg ist aber weiter Achter, nachdem auch Wr. Neustadt bei Innsbruck 0:2 verlor.

Stimmen zum Spiel:

Franz Lederer (Trainer Mattersburg): „Wir waren in der zweiten Hälfte die klar bessere Mannschaft, haben sehr schnell in die Tiefe gespielt und gute Torchancen gehabt, die wir aber nicht nutzen konnten. Dieses Spiel haben wir ungeschickt verloren und trotz eines guten Spiels durch zwei Fehler Tore bekommen. Spielerisch war es aber so, wie ich es mir vorstelle.“

Ilco Naumoski (Mattersburg): „Ich bin enttäuscht. Wir waren 70 bis 80 Minuten die besser Mannschaft und haben eigentlich mit zwei Eigentoren verloren. Wir haben sehr guten Fußball gezeigt, es ist wirklich schade, dass wir verloren haben. Es war ein glücklicher Admira-Sieg, aber wir können erhobenen Hauptes rausgehen.“

Dietmar Kühbauer (Trainer Admira): „Das haben wir uns heute etwas anders vorgestellt. Das System hat nicht funktioniert, es war ein müder Kick. Mit dem Tor in der ersten Hälfte haben wir uns selbst ein Ei gelegt. Das Spiel ist erst mit dem Ausgleich interessanter geworden. Jezek hat heute mit dem schönen Tor seine Stärke gezeigt. Mit drei Punkten bin ich natürlich zufrieden, aber es ist noch ein weiter Weg in den Europacup.“

Gernot Plassnegger (Admira): „Das war ein Kampfsieg. Wir haben in der ersten Hälfte gut gespielt, in der zweiten den Kampf angenommen und das Tor gemacht. Es war wichtiger Sieg. Wir haben drei Punkte gemacht und das zählt heute.“

Tipp3-Bundesliga, 31. Runde

Samstag:

Mattersburg - Admira 1:2 (1:0)

Pappelstadion, 4.700, SR Prammer

Torfolge:

1:0 (41.) Schachner (Eigentor)
1:1 (46.) Sulimani
1:2 (80.) Jezek

Mattersburg: Borenitsch - Farkas, Malic, Mravac, Rath (46. Seidl) - Höller, Ilsanker, Gartner (65. Mörz), Potzmann (80. Röcher) -
Naumoski - Bürger

Admira: Tischler - Plassnegger, Drescher, Schrott, Auer - Mevoungou, Schachner (46. Hosiner), D. Toth, Jezek - B. Sulimani (67. Ouedraogo), Sabitzer

Gelbe Karten: Farkas, Ilsanker, Seidl bzw. Schrott, Jezek, Plassnegger, Toth

Die Besten: Borenitsch bzw. Jezek

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