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Handfester Streit beigelegt
Nach dem 2:1-Erfolg in München soll nun am Mittwoch (20.45 Uhr, live in ORF eins) die letzte „ganz große Herausforderung“ bei der Mission Heimfinale bewältigt werden, wie Trainer Jupp Heynckes sagte. „Historisch hat es noch keine Mannschaft geschafft, im eigenen Stadion im Finale dabei zu sein. Wir werden nach Madrid gehen, um diesen Traum wahr werden zu lassen“, kündigte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Spanien-Trip an.
Nur das Veilchen blieb noch
Am Samstag hatte Ribery nach seiner Galavorstellung gegen Werder Bremen seine Faust gegen die von Arjen Robben gedrückt. Eine Geste, die signalisieren sollte, dass der handfeste Kabinenstreit mit dem Niederländer ausgeräumt ist. Ribery soll Robben am Dienstag beim Hinspiel ins Gesicht geschlagen haben. Robbens Veilchen war am Wochenende jedenfalls immer noch zu sehen. Für Heynckes sind die Streitigkeiten und die angebliche vereinsinterne Geldstrafe von 50.000 Euro gegen Ribery kein Thema mehr.
„Die Szene spricht ja für sich“, sagte er nach dem Aufeinanderzugehen der nicht gerade pflegeleichten Superstars. „Es gibt immer mal wieder Differenzen in einer Fußballmannschaft. Das ist damit gelöst, und ich denke, dass beide das damit ad acta legen. Ich hoffe, dass wir uns in Zukunft wieder auf das Wesentliche konzentrieren können: gut Fußball spielen.“ Auch Rummenigge lenkte den Blick auf das Spiel bei Real: „Wir müssen hochkonzentriert und mit Demut ins Bernabeu-Stadion gehen, das ein Monument im internationalen Fußball darstellt.“
Gleiche Bayern-Startelf wie im Hinspiel
Man werde nicht mauern, sondern offensiv spielen, versicherten alle Münchner. „Wir werden angreifen, genauso wie es Real tun wird“, sagte Gomez. Er versprach ein „schönes, interessantes, packendes Spiel für die Zuschauer“. 80.000 werden das Stadion in Madrid füllen. Keine weiteren Ausfälle hatte Heynckes zu vermelden. Die Startelf aus dem Hinspiel wird sich wohl auch bei den Rekordtorjägern von Real beweisen dürfen.
APA/EPA/Marc MuellerIn München erzielte Mario Gomez im Finish das wichtige Tor zum 2:1Vereint wollen dann die in der Vorwoche aneinandergerasselten Stars Ribery und Robben das insgesamt elfte Europapokal-Finale des FC Bayern erreichen. „Wichtig ist, dass die Mannschaft das intern geklärt hat. Damit ist die Sache vorbei. Jeder hat gesehen, was am Wochenende los war und deswegen ist die Sache gegessen“, sagte Kapitän Philipp Lahm. Zuletzt standen die Münchner 2010 im Endspiel: 0:2 hieß es ausgerechnet in Madrid, damals gegen Inter Mailand.
Der Wille entscheidet
Während Reals Mesut Özil ankündigte, „wie gegen Barca“ weitermachen zu wollen, sieht Lahm die Madrilenen nach dem bemerkenswerten 2:1 beim FC Barcelona nicht in der besseren Position. „Das sind zwei verschiedene Wettbewerbe“, betonte der Außenverteidiger, der mit Hilfe seiner Teamkollegen wieder Angriffsmaschine Cristiano Ronaldo stoppen will. „Wir müssen alle zusammenarbeiten“, betonte der Kapitän. Real ist nach dem Sieg über Barca mit Selbstvertrauen beseelt, der FC Bayern konnte dafür beim 2:1 in Bremen Kräfte schonen.
Alles Vergangenheit, glaubt Gomez. Am Mittwoch entscheide der Wille: „In so einem Spiel bist du voll mit Adrenalin. Da willst du unbedingt ins Finale.“ Weder Lahm noch Gomez erwarten, dass die drohenden Gelb-Sperren für die Bayern in einem möglichen Finale am 19. Mai in München zu einem Problem werden könnten. Holger Badstuber, David Alaba, Thomas Müller, Luiz Gustavo, Toni Kroos, Jerome Boateng und Lahm müssten bei einer Verwarnung im Falle eines Finaleinzugs zuschauen.
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Publiziert am 24.04.2012