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Historische Niederlage

Die Boston Bruins sind bereits in der ersten Runde des Play-offs der National Hockey League (NHL) ausgeschieden. Der Titelverteidiger verlor am Mittwoch im heimischen TD Bank-Garden das siebente und entscheidende Spiel der „Best of seven“-Serie gegen die Washington Capitals mit 1:2 nach Verlängerung.

Joel Ward gelang in der 63. Minute nach einem Abpraller aus kurzer Distanz der entscheidende Treffer für das Team aus der US-Hauptstadt. Somit wurde auch die siebente Partie der Play-off-Serie mit nur einem Tor Differenz entschieden - das hatte es in der NHL-Geschichte bisher noch nie gegeben. Im Vorjahr hatte sich Boston auf dem Weg zum ersten Titel seit 1972 noch jeweils dreimal - unter anderem im Finale - im siebenten Spiel durchgesetzt.

Joel Ward, Washington Capitals, jubelt

Reuters/Brian Snyder

Der Jubel bei Torschütze Ward (Nr. 42) und seinen Teamkollegen war groß

Matt Hendricks hatte die Gäste in der zwölften Minute in Führung gebracht, Tyler Seguin gelang in der 35. Minute der Ausgleich für den Titelverteidiger. Nach einem torlosen letzten Drittel hatte Bruins-Stürmer Patrice Bergeron die große Chance, den Champion ins Viertelfinale zu schießen, verfehlte das Capitals-Tor jedoch knapp. Auf der anderen Seite brachte ein Rebound von Ward nach 2:57 Minuten der Verlängerung die Entscheidung.

Die Bürde des Titelverteidigers

Die Capitals haben erst zum dritten Mal in der Clubgeschichte ein entscheidendes siebentes Spiel gewonnen und stehen zum dritten Mal seit ihrem bisher einzigen Stanley-Cup-Finale im Jahr 1998 (0:4 gegen die Detroit Red Wings) in der zweiten Play-off-Runde. Boston ist der zweite Titelverteidiger in Folge, der in der ersten Runde ausscheidet. Im Vorjahr hatte es Chicago gegen Vancouver erwischt. Seit den Red Wings in der Saison 1997/98 ist keinem Team mehr die erfolgreiche Titelverteidigung gelungen.

„Ich denke, wir haben sehr gut gespielt“, erklärte Dale Hunter, der seit November Coach der Capitals ist. „Wir mussten alles geben, was wir haben und so ist es zu diesen sieben Spielen gekommen, mit jeweils einem Tor Unterschied. Das hat’s noch nie gegeben.“ Kapitän Alexander Owetschkin fügte hinzu: „Es ist ein tolles Gefühl. Es war eine harte Serie, sie haben toll gespielt. Aber wir haben immer gekämpft. Im Moment kann ich gar nicht sagen, was ich fühle. Ich bin nervös und ziemlich glücklich.“

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