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Tabellenführer verteidigt den Vorsprung

Pellets WAC/St. Andrä hat am Freitagabend den nächsten großen Schritt in Richtung Aufstieg in die tipp3-Bundesliga gemacht. Die Kärntner gewannen das Topspiel der 32. Erste-Liga-Runde gegen Cashpoint SCR Altach dank eines späten Treffers von Jacobo (81.) knapp mit 1:0 und liegen damit weiterhin vier Punkte vor dem SC Austria Lustenau voran.

Am kommenden Freitag kommt es im Reichshofstadion zum direkten Duell der beiden Topteams. Die viertplatzierten Altacher sind hingegen nach der dritten Niederlage in Folge mit neun Zählern Rückstand bei nur noch vier zu spielenden Runden wohl endgültig aus dem Titelrennen.

Jubel von Jacobo Maria Ynclan Pajares und Stephan Stückler (St. Andrä)GEPA/Wolfgang JannachVon seinen elf Saisontoren war jenes gegen Altach wohl Jacobos wichtigstes

WAC mit Abschlussschwäche

Die Wolfsberger starteten topmotiviert in die Partie und boten ihren Anhängern in der Anfangsviertelstunde ein Angriffsfurioso. Was einzig fehlte, war die Effizienz im Abschluss. Dario Baldauf traf nur die Außenstange (7.), ein Falk-Kopfball ging daneben (10.) und Stephan Stückler ließ die beste Chance vor der Pause ungenützt (15.). Je länger die erste Spielhälfte dauerte, umso mehr kämpften sich die Vorarlberger in die Partie, ohne allerdings selbst gefährlich zu werden.

In den zweiten 45 Minuten wurde aus spielerischer Sicht vorerst nur Schonkost geboten, von einem Spitzenspiel war wenig zu sehen. Die Kärntner kamen im Gegensatz zur ersten Hälfte nicht mehr wirklich gefährlich vor das Tor von Martin Kobras. Die Altacher hatten teilweise mehr Spielanteile, konnten das aber nicht in Torchancen ummünzen.

Hektische Schlussphase

Erst in der Schlussphase nahm die Partie noch einmal Fahrt auf. Nach einem Jovanovic-Freistoß und einer Falk-Kopfballverlängerung vollendete Jacobo mit seinem elften Saisontreffer souverän zum 1:0 (81.). WAC-Goalie Christian Dobnik hielt in der Folge den Sieg fest, konnte sich bei Abschlüssen von Thorsten Schick (86.) und Orhan Ademi (93.) auszeichnen. Die Altacher haben nun fünf der jüngsten sieben Spiele verloren, die letzten drei davon allesamt gegen die Titelkandidaten.

Beide Mannschaften mussten aus ungewöhnlichen Gründen eine wichtige Stütze vorgeben. Beim WAC stand Markus Kreuz nicht im Kader, da er am Freitagvormittag geheiratet hatte, ohne dem Verein Bescheid zu geben. Aufseiten der ersatzgeschwächten Altacher fehlte Stürmer Tomi, der aufgrund eines Autounfalls seines Bruders nach Spanien gereist ist.

Stimmen zum Spiel:

Nenad Bjelica (WAC/St.Andrä-Trainer): „Wir haben 93 Minuten an den Sieg geglaubt, die Spieler haben einen tollen Siegeswillen. Es war heuer einer der wichtigsten Siege, aber wir haben noch vier schwere Partien vor uns. Das 1:0 gibt uns viel Moral für das kommende Match gegen Austria Lustenau. Das ist unser großer Gegner um den Aufstieg. Den LASK darf man aber noch nicht abschreiben.“

Edi Stöhr (Altach-Coach): „Es fehlt bei uns der Nachdruck nach vorne. Das war einfach ein Tick zu wenig. Der WAC hat heute gewonnen, weil er bei Standardsituationen das bessere Team war. Die Frage nach dem Aufstieg erübrigt sich.“

Erste Liga, 32. Runde

Freitag:

WAC/St. Andrä - Altach 1:0 (0:0)

Lavanttal-Arena, 3.550, SR Hameter.

Tor: Jacobo (81.)

WAC/St. Andrä: Dobnik - Baldauf, Jovanovic, Solano, Suppan - Kerhe, Putsche, Micic, Jacobo (90./Jochum) - Falk, S. Stückler (85./Zakany)

Altach: Kobras - Eder, Schösswendter, Sereinig, Erbek - Guem (73./Vorisek), Hopfer - Schick, Schöpf, Hörmann - Scherrer (79./Ademi)

Gelbe Karten: Solano, Jovanovic, Micic bzw. Guem, Schöpf, Sereinig, Hopfer

Die Besten: Kerhe, Jacobo, S. Stückler bzw. Vorisek

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Publiziert am 27.04.2012